Die innere dunkle Seite an nehmen

Bevor wir ein „wildes Leben“ führen können, müssen wir unsere eigene innere dunkel Seite an nehmen. Ich kann verstehen, dass du möglicherweise davon zurück schreckst, denn diese Dinge in sich genauer zu betrachten, ist nicht leicht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass du Angst vor der Heilung hast – weil du Angst vor dem Schmerz hast, der möglichweise mit den Gefühlen einher gehen wird, wenn du dir diese „dunklen Seiten“ an siehst.

Ich selber hatte Angst davor. Ich hatte Angst, wenn ich diese Dinge an sehen würde, würde ich erkennen, dass ich nicht liebenswert bin. Ich hatte Angst davor, dass sich all meine Befürchtungen, all meine alten Glaubenssätze stimmen – und natürlich konnte ich das nicht zulassen, denn das wäre wohl vernichtend für mich gewesen.

Glücklicherweise hatte ich einen fähigen Therapeuten an meiner Seite, der mir dabei half zu erkennen, dass jegliche „düsteren“ Anteile in mir, die mir teilweise sogar nützlich waren. Einige Anteile, wollten nur verhindern, dass ich wieder verletzt werden würde. Und ich durfte erkennen, dass die Wunden, die mir von anderen zugeführt wurden, nicht meinen Wert minderten, sondern mich zu dem einzigartigen Menschen werden ließ, der ich heute bin. Dank ihm, lernte ich, meine ungeliebten Anteile an zu nehmen, und sie in mir integrieren. Denn auch heute, können sie mir durchaus schützend zur Seite stehen. Und meine Wunden gehören zu mir – sie machen mich verletzbar, und das ist in Ordnung. Wir alle (jeder Mensch) trägt solche Anteile in sich.

„Wenn wir die Dunkelheit in uns an sehen, werden wir vom inneren Licht der Liebe geflutet“

Ich kann dir wirklich nur empfehlen, dir einen professionellen Couch (Therapeut) als Unterstützung in dein Team zu holen. Ich habe davon für mich selber ganz viel gelernt, und würde es wieder tun.

Hier sind ein paar Fragen, die du dir selber stellen (und beantworten) kannst – bitte nur dann, wenn du dich emotional in der Lage fühlst. (ich kann dafür keine Haftung übernehmen)

  • Was weckt dich um 3.00 nachts auf und lässt dich nicht mehr schlafen?
  • Was ist deine dunkelste Angst?
  • Wie versteckst du dich vor diesen dunklen Orten?
  • Wie hört sich das Erforschen deiner eigenen Dunkelheit für dich an?
  • Wer bist du, wenn du alleine bist?
  • Wer bist du, ohne dein Make-up/deine (schöne) Kleidung?
  • Schreibe die Wege auf, mit denen du dich selber zurück hälst
  • schreibe die Dinge auf, die du an dir selber nicht liebenswert findest

Als guten Freund habe ich stets mein Tagebuch an gesehen, dort konnte ich wirklich alles hinein schreiben, all meine Befürchtungen und Ängste, meine Sorgen und Nöte, meinen Wut und meine Enttäuschung. Ich würde dich sehr gerne dazu motivieren, dir selber einen „Taschenfreund“ zu zu legen, er hat immer für dich Zeit…

 

 

 

Wenn unangenheme Gefühle auftauchen, atme in sie hinein, umarme dich selber, weine, betrauere, gib dir selber die Erlaubnis dich schlecht, klein und traurig zu fühlen. Klage, Jammere – und sitze bei deiner dunkeln Seite. Dann lege die Hand auf dein Herz und atme ganz bewusst in deine Hand (in dein Herz) ein – tief ein und aus atmen – ein paar Mal. Du kannst auch deine Helferwesen/Guides/Engel/Gott (oder wen auch immer) um Hilfe bitten, nun zurück in den Frieden zu gehen… die Gefühle sollten nun nach und nach ab klingen, und eine sanfte Stille bleibt zurück…

Und jetzt mache eine Liste, mit all den Dingen, die du schon einmal geschafft hast, Komplimente, die du bekommen hast, deine Talente und Fähigkeiten, alles was dir leicht von der Hand geht und worauf du stolz bist.

Wenn du beide Listen betrachtest, kannst du erkennen, dass es sowohl etwas gibt, was du an dir möglicherweise nicht magst, aber auch ganz viel an dir, was du magst. Möglicheriwese kannst du aus dieser Position heraus dir selber erlauben, die andere Liste an dir an zu nehmen… du könntest dir sagen:

„Auch wenn ich nicht perfekt bin, gebe ich mir selber die Erlaubnis, mich so an zu nehmen wie ich bin, auch mit den Dingen, von denen ich glaube, sie sein nicht „gut genug“. Ich bin bereit diese Seite in mir zu akzeptieren. Ich bin bereit, mich selber an zu nehmen.“

Die dunkle Seite in anderen…

Frauenherzen sind so groß, dass sie die dunkle Seite in anderen oft sehen und an nehmen können. Wenn wir das bei anderen können, dann können wir auch darauf vertrauen, dass es uhns bei uns selber auch möglich ist. Wir brauchen uns nicht davor zu fürchten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich davon überzeugt bin, dass dein Herz so groß ist, um nicht nur meine dunkle und verletzbare Seite an zu nehmen, sondern auch deine eigene.

Ich glaube da ganz fest dran, und wenn nötig, auch für dich mit.

In tiefer Liebe

Ana

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