Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende ist in diesem Jahr für mich ein Tor – etwas, das ich durchstreife um in eine sehr intime Zeit zu gehen. Die Rauhnächte. In den letzten zwei Jahren habe ich in dieser Zeit sehr wichtige Entscheidungen getroffen. Ich habe mich in vielen Bereichen aus meiner Komfortzone hinaus bewegt, und bin innerlich einige Schritte weiter gegangen. Ich ahne, dass viel passieren wird. In den letzten Wochen war ich sehr beschäftigt, meine To-Do-Liste lang, und ich habe sehr viel geschafft, so als wäre die heutige Sonnenwende ein Ziel gewesen (oder ein Ausgangspunkt?)

Dieses Jahr habe ich mir überlegt, ein kleines „Artjournal“ als Tagebuch für die Rauhnächte zu benutzen. Jeder Tag bekommt eine neue Seite, und wird viel oder wenig kreatives Schaffen enthalten (gemalte Bilder, nur Hintergründe, Collagen, eine Kombi aus allem, usw.). Die erste Seite ist ein Jahresrad, in dem ich die Ergebnisse meiner Orakel-Karten Ziehung für das kommende Jahr als Monatsthemen eintragen werde.

Außerdem habe ich einen ganz wunderbaren Rauhnachtskalender von der „Kräuterwerkstatt“, die neben 12 Räucherungen auch noch ganz viele Fragen für den jeweiligen Rauhnachtstag bereit hält. Die Antworten kommen dann auch in das Büchlein.

Wenn du sehen magst, wie das aussieht, dann folge mir auf Instagram, denn dort werde ich sicherlich alle zeigen.

Wirst du in den Rauhnächten räuchern und Orakeln?

Wie erlebst du die Rauhnächte?

Wie gehst du dieses Jahr in diese geweihte Zeit?

 

Aber kommen wir zurück zur Wintersonnenwende

Die dunkelste Zeit des Jahres steht uns bevor, doch der heutige Tag schenkt uns Hoffnung. Er ist das sanfte Versprechen, dass das Licht wieder zurück kommen wird. Es könnte sagen: „Halte durch – ich weiß, die Zeiten sind düster, aber am Ende steht die Sonne – halte durch, es gibt Hoffnung“

Denn der Winter, die karge Zeit, kommt erst noch. Es gilt nun, durch zu halten. Möglicherweise haben deswegen so viele Menschen das Bedürfnis, ihre Wohnungen und Balkone mit Lichterketten zu beleuchten, um gegen das Grau in Grau der Tage und die frühe Dunkelheit an zu leuchten.

Die Wintersonnenwende ist für mich eben nicht nur ein Fest, was freundlich und glückbringend ist – für mich enthält es auch eine Prüfung. Hast du genügend Vorräte angesammelt, um gut durch die karge Zeit zu kommen? Bist du stark genug den Winter zu überleben?

Für mich ist es ein Tag, an dem ich gerne noch einmal meine Selbst-Fürsorge-Rituale prüfe, um mir sicher zu sein, dass sie mir gut tun, und ich mit ihnen im Alltag, mich stets mit neuer Energie und Kraft versorgen kann… schließlich geht es in dieser Zeit nicht mehr darum, Angst haben zu müssen zu wenig Essen zu bekommen (wofür ich sehr dankbar bin), sondern eher um die Seelische Nahrung…

Ein kleines Wintersonnenwende -Ritual, was in jeden Alltag passt

In der Dunkelheit des frühen morgens oder abends durchführen

Am Küchentisch/oder Wohnzimmertisch: lege eine Kerze (z.B. ein Teelicht) und ein Feuerzeug bereit und ein geöffnetes Tagebuch mit Stift, um dir nachher Notizen zu amchen. Dann lösche das Licht. Nun atme tief ein und aus, schau in die Dunkelheit – nimm wahr, wie du dich im Inneren gerade fühlst. (wenn du diese Übung mit anderen durchführst, könnt ihr gerne eure Erfahrungen mit einander teilen)

Dann entzünde die Kerze. Nimm wahr, wie sich sofort der Raum verändert, wie ein kleines Lichtlein es schafft, den Raum zu erhellen. Lege deine Hand auf das Herz und atme tief hinein. Stell dir vor, wie auch in deinem Herzen ein Licht ist, das immer größer und heller wird, je tiefer du hinein atmest.

Dieses Licht durchflutet dich. Spüre, wie sich dein Geist und dein Körper entspannen, wie du innerlich ruhig wirst. Öffne, deine Augen und frage dich, was du jetzt gerade brauchst, um gut durch die dunkle Zeit zu kommen – schreibe alle Gedanken, die kommen, wertfrei auf. Dann schließe noch einmal die Augen, konzentriere dich auf das Licht in deinem Herzen und atme noch ein paar mal tief in das Licht ein, dann frage dich: „Wonach sehnt sich meine Seele“ – und schreibe wieder alles einfach nur auf (alles was kommt).

Wenn du später deine Antworten liest, möchte ich dich bitten, zu schauen, was du in deinen Alltag einbauen kannst. Vielleicht möchtest du etwas verändern oder etwas Neues probieren.
Ich würde mich auf jeden Fall über dein Feedback freuen, wenn du die Übung ausprobiert hast.

Zu guter Letzt

möchte ich dich einladen. Für das kommende Jahr haben wir einen Newsletter gestaltet. Einmal im Monat bekommst du einen „Liebesbrief“ mit Anleitungen, neuen kreativen Ideen und Tipps, um dich in deinem Sein zu verwurzeln und deine WildeWeiblichkeit zu leben.

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