Spirituelle Ökologie – Heimat finden

Wenn wir einen Garten oder einen Balkon haben, dann kümmern wir uns mit Freude um all die Pflanzen, die in unserem Garten wachsen. Im Sommer sorgen wir dafür, dass der Garten genug Wasser bekommt, wir entfernen alte Zweige, pflanzen vielleicht auch Blumen für die Bienen oder ermöglichen Verstecke für die Tiere, die unseren Garten besuchen. Wir lernen mit der Zeit die Pflanzen in unserem Garten kennen, lernen sie zu unterscheiden, machen uns mit ihnen vertraut und lernen sie zu schätzen. Ganz genau so, wie wir es auch mit anderen Menschen tun.

Uns ist bewusst, dass wir verantwortlich für unseren Garten sind und nehmen die anfallende Arbeit gerne in kauf. Kurz um, wir kümmern uns um das Land, was „uns“ gehört. Und unser Land kümmert sich um uns, in dem wir die Früchte ernten und essen können.

Ich möchte dich auf einen Gedanken einladen: Was würde sich verändern, wenn wir die ganze Welt als unseren Garten ansehen?

Heimatlos in der Heimat

Wir sind heimatlos geworden, obwohl wir Heimat haben. Wir haben vergessen, dass unsere Erde unsere Heimat ist, und wir hier heimisch sind. wir fühlen uns entwurzelt, weil wir unsere Wurzeln vergessen haben. Wir haben Sehnsucht und wollen Ankommen. Wir suchen und suchen im außen, anstatt einfach einmal an zu kommen – hier bei uns, an dem Ort wo wir sind uns wieder bekannt und vertraut machen, mit unserer Umgebung. Rewilding – uns wieder ein Stück aus wildern in den großen Garten der Erde.

Wenn wir in eine neue Stadt/ ein neues Land ziehen, machen wir das ganz intuitiv… wir machen uns vertraut mit dem Ort, an dem wir leben. Wir schauen, wo es den nächsten Supermarkt gibt, gehen neue Wege und lernen neue Menschen kennen, mit denen wir uns verbinden können.

Doch wir vergessen etwas ganz wichtiges dabei. Wir vergessen, die Pflanzen, die Bäume und die Blumen in unserer Umgebung kennen zu lernen. Weißt du, welche Pflanzen rund um dein Haus wachsen? Wo der nächste Holunder, der nächste Weißdorn ist? Weißt du, wo das Rotkehlchen sein Nest hat? Oder wie viele Amselpaare es gibt? Glaubst du, dass dieses wissen unnütz ist? Ich glaube, dass es dich verbindet. Deinen Ort zur Heimat macht, weil du dich mit dem Ort verbunden fühlst.

Wenn wir mit etwas vertraut sind, dann sind wir eher bereit, Verantwortung zu übernehmen und du wirst feststellen, dass es sich anders anfühlen wird, zu dir nach Hause zu gehen… es ist ein ankommen auf einer tiefen Ebene der Verbundenheit. Der Ahorn wird dir zuwinken oder du wirst es schaffen, dem strengen Blick des Eichelhähers zu entwischen.

Wege dich vertraut zu machen

Gehe viel Spazieren. Schau, woher welcher Weg führt und wo er dich hin bringt. Lass dich von deiner kindlichen Neugierde leiten und erforsche, was es rund um deine Wohnraum gibt. Welche Pflanzen wachsen hier? Welche Bäume stehen um dein Wohnhaus? Welche Vögel siehst du, wenn du das Haus verlässt und welche, wenn du wieder kommst? Lerne die Pflanzen zu unterscheiden, lerne ihre Namen. Dann wirst du mit ihnen vertraut und du freust dich, wenn du eine neue Blüte findest.

Gib den Orten Namen, die du gerne hast. Gibt es vielleicht einen verwunschen Wald, den du gerne hast? Dann möchtest du ihn vielleicht „Feen-Wald“ nennen. Wenn wir Orten Namen geben, dann schließen wir auf einer tiefen weise Freundschaft mit unserer Umgebung

Wandel ist möglich

Ich schreibe darüber, weil ich mir wünsche, dass viele Menschen ihre Heimat wieder finden. Denn Klimawandel und Umweltschutz beginnt im Kopf – es ist eine Einstellung zu unserem Land. Fühlen wir uns verantwortlich, werden wir ganz anders mit dem Land um uns herum umgehen.

Ich wünsche mir, dass wir uns alle – ähnlich wie die Bäume – als eine Einheit wahrnehmen, die sich gegenseitig unterstützen. Wir gehören zu einer großen Familie – du bist ein teil meiner Famile. Uns verbindet etwas, nicht nur die Luft die wir atmen – wir haben eine gemeinsame Mutter – von der wir alle kommen und zu der wir alle gehen

Mutter Erde

Lasst uns gemeinsam auf unsere Mutter acht geben. Sorgen wir dafür, dass sie gut für uns sorgen kann, sie braucht uns jetzt mehr denn je. Dies ist für mich schamanische Lichtarbeit – und spirituelle Ökologie gehört dazu

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