Machen Ziele glücklich?

„Sag mal, welche Ziele hast du eigentlich für’s neue Jahr?“

fragte mich Ana irgendwann in den letzten Tagen – der absolute Klassiker unter den Jahreswechsel-Themen.

Kaum endet das alte Jahr und das neue beginnt, da kommt sie zuverlässig, diese Frage – plötzlich, nicht unerwartet, ein bisschen gefürchtet und trotzdem überraschend zuverlässig.

Mich irgendwie ertappt fühlend, weil ich mir trotz aller, auf diese Thematik zusteuernden Hinweise tatsächlich noch so gar keine bewussten Gedanken darüber gemacht hatte,  zucke ich innerlich zusammen und komme ins Grübeln.
Ja, hab ich denn Ziele? Will ich überhaupt welche haben? Und wenn ja warum, und welche sind es denn wirklich?
Und während mich Ana erwartungsfroh anschaut, rattert es in meinem Gehirn auf Hochtouren, weil mich diese Frage mit alljährlicher Regelmäßigkeit mal wieder ganz kalt erwischt hat …

„Einfach Glücklichsein. Das wäre toll. Würde mir auch schon reichen.“ murmle ich ein wenig zaghaft, während meine Gedanken immer mehr Fahrt aufnehmen…

Mhhh.

Was macht mich glücklich? Hab ich genug davon, oder brauche ich mehr?

Zeit, ja, Zeit wäre gut. Hab ich aber eigentlich – genauso viel, wie letztes Jahr auch.
Sollte ich sie anders nutzen? Optimieren? Besser planen?
Die Grauen Herren der Zeitsparkasse aus Momo drängen sich in meine Gedanken und mein inneres Kind schlägt laut Alarm: OMG! ZEIT Planen, Optimieren, am besten noch Zeit SPAREN!!! … Ich bändige mein inneres kreischendes Kind mit einem mentalen Streichler und kehre zum Ursprungsthema zurück.

MUSS ich mein Glück planen? KANN ich das? WILL ich das überhaupt? – Eigentlich ja nicht, ne?! Weder Können noch Wollen…. Glück ist ja nichts, was ich erzwingen kann.
Und Pläne haben ja immer so ein bisschen den Beigeschmack von Korsett, von Einengung, von vorgegebenen, starren Abläufen, von biederem, langweiligen Alltag ….
Was ich allerdings definitiv weiß, ist, dass ich für mich in meiner aktuellen Lebenswirklichkeit ohne Plan und Zeitmanagement echt auf verlorenem Posten stehe.

 

 

 

 

 

Glück hat, so wird mir bewusst, für mich ganz viel mit  Zeit-Haben & Sein-Dürfen zu tun.

 

Also was nun?
Planen – oder nicht Planen? Das ist hier die Frage.
Oder sollte ich es besser umformulieren in:
„Wieviel planen?“ oder auch „Was bewusst nicht planen?“
Vielleicht reicht ja ein bisschen „Zeitmanagement“? (ist schließlich viel „cooler“ als „Planen“) – ich schüttle innerlich den Kopf bei diesem Gedanken.

Offenbar steht mir das Wechselbad der Gedanken & Gefühle recht deutlich ins Gesicht geschrieben, denn Ana stutzt und fragt mich, ob alles okay sei … und plötzlich sind wir mitten in einem Gespräch über „Zeit-Haben“, „sich Zeit-Nehmen“, über „Me-Time“, „Leerlauf“ und „Kreativ-Zeit“.
Darüber, dass Pläne und Zeitmanagement uns unseren Wahrnehmungsfokus im Alltag zumindest (mit-)bestimmen lassen, indem wir uns Wunsch-Strukturen für unseren Alltag erdenken, uns Freiräume schaffen, und versuchen das alles möglichst geschmeidig umzusetzen… Irgendwann halten wir inne und stellen fest, dass wir genau das als Monatsthema für diesen Januar hier im Blog  wollen.

Daher laden Dich zum Gedankenaustausch ein – zu konkreten Ansätzen und Methoden eigene Ziele zu finden & zu verwirklichen, zu Vision-Quests und zum Thema Zeitmanagement.

Komm bis dahin gut im neuen Jahr an und hab eine schöne Woche.

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