Die Kraft der Natur (Teil 1) – Die Sonne „einatmen“

Sommersonne

Jetzt, mitten im Sommer, wenn das Licht im Überfluss da ist, halte ich oft spontan in meinem Alltag für ein paar Momente inne – im Park, auf dem Balkon, im Garten, auf dem Parkplatz, vor meinem Fenster, im Wald, an der Haltestelle, vor meiner Haustür – egal wo, egal wann.
Stehe einfach nur da. Wende mein Gesicht der Sonne zu, erhebe meine Arme ein wenig und schließe die Augen.
Spüre die Wärme in meinem Gesicht, die Luft, die meine Haut berührt.
Atme tief aus.
Atme tief ein.
Fühle nach, wie dieser sonnendurchflutete Atem durch meinen Kopf, meinen Hals, in meine Lungen strömt, stelle mir vor, wie er meinen Brustkorb füllt.
Und Atme aus.
Spüre den Wind und die Wärme auf der Haut.
Und atme wieder ein – die sonnendurchflutete Wärme tief in den Bauch hinein. Stelle mir vor, wie sich beim Einatmen die Wärme und das Licht aus meinen Brustkorb heraus ausdehnen.
In meine Schultern. In meinen Bauch. Und atme aus.
Spüre den Sonnenschein auf meiner Haut, spüre ihn mich umfließen, mich einhüllen.
Und atme Sonnenlicht ein.
Stelle mir vor, wie sich Helligkeit und Wärme mit meinem Atem in meinem Brustkorb sammeln, wie es überläuft, wie es mein Herz einhüllt und durchdringt.
Atme aus.
Und mit jedem weiteren Atemzug stelle ich mir vor, wie diese Wärme und Helligkeit mit dem Sauerstoff in jeden Winkel meines Körpers transportiert wird. Wie das Sonnenlicht beginnt – ausgehend von meinen Lungen – meinen Körper zu durchströmen. Wie sich mit jedem weiteren Atemzug immer mehr Licht und Wärme in mir ansammelt.
Das Ein- und Ausatmen gibt diesem Fließen in mir immer mehr Kraft.
Ich stelle mir vor, wie das Licht und die Wärme durch meine Adern in meinen Bauch, meine Beine, in meine Füße und Zehen geleitet wird. Wie es sich von meinem Brustkorb in meine Schultern, Arme und Hände ausbreitet. Wie es durch meinen Hals in meinen Kopf strömt.
Nehme die Röte der Sonne hinter meinen geschlossenen Augenlidern war und spüre die Sonne auf meinem Gesicht.
Gedanklich fülle ich mich mit jedem Atemzug immer mehr mit dieser sonnendurchfluteten Wärme an, bis ich das „Gefühl“ habe, innerlich zu leuchten.
Von innen heraus zu strahlen.
Ganz warm und hell in mir selbst zu sein.

Und atme einfach weiter.
Spüre mich selbst – ganz, hell, warm.
Spüre für diesen Moment, wie ich mich heil fühle in meinem Körper in dieser Wärme und Helligkeit.
Spüre, wie dass Sonnenlicht meine ureigene Kraft weckt, wie sie mich beginnt zu durchfließen.
Genieße dieses warme Gefühl.
Atme.

Nach einer Weile öffne ich dann die Augen und lächle so vor mich hin.

 

Nicht nur im Sommer…. Wintersonne

Natürlich tanke ich auf diese Weise nicht nur im Sommer und spontan im Alltag, sondern egal zu welcher Jahreszeit und auch ganz gezielt für mich auf.
Wenn mir zum Beispiel in mir selber das Licht fehlt, oder ich mich schlicht erschöpft fühle.

 

Im Sommer passiert es häufiger und oft spontan, weil das Licht durch seine allgegenwärtige Präsenz mich selbst mich an diese Art des Auftankens „erinnern“ lässt.
Im Winter vergesse ich manchmal, dass es diese Möglichkeit des „Lichtbadens“/“Lichtatmens“ gibt, die so einfach und schnell so viel Gutes für mich tun kann, weil das Sonnen-Licht oft einfach gar nicht da zu sein scheint. Deswegen bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, diese Variante des „für mich-selber-Sorgens“ so oft wie es geht spontan in meinem Alltag zu praktizieren, damit es greifbarer auch in den Momenten für mich bleibt, in denen ich es dringend brauche. Ein weiterer Effekt ist, dass es mir inzwischen manchmal schon reicht, mich an diese Momente im Sonnenschein zu erinnern, um mein inneres Licht wieder ins Strömen zu bringen…

Den eigenen Bedürfnissen mit Qualitäten begegnen …

Wenn ich diese Art des Licht-Kraft-Tankens ganz bewusst und ganz gezielt für mich einsetze, hilft es mir manchmal, die für mich entsprechenden Qualitäten des Lichtes zu verschiedenen Tageszeiten (und meine Assoziation zu ihnen) zu berücksichtigen, um mich einfach besser auf diese Auszeit einlassen zu können: um dadurch evtl. weniger innere Widerstände  – oder/und  dadurch mehr inneres Gefühl von „das passt jetzt“, „das ist genau das, was ich jetzt brauche“ zu haben. Mir also im Vorfeld Stressoren aus dem Weg zu räumen und mich besser auf das „Ich tu mir etwas Gutes“ einlassen zu können.Abendsonne

Deshalb „brauche“ ich manchmal eher die Qualität der Morgensonne, mit ihrer sanften, klaren, alles durchdringenden Helligkeit. Manchmal mehr die gleißende Mittagssonne, die sehr heiß und sehr hart sein kann, gleichzeitig so wohltuend wie ein heißes „Körnerkissen für die Seele“ . Und manchmal bade ich im Abendlicht, im wilden Farbspektakel des Sonnenuntergangs.

 

 

Vielleicht magst du es ja für dich auch ausprobieren?

 

 

 

Habt eine schöne Woche.

Vom ‚Gefühl nicht auszureichen‘

Das Gefühl nicht auszureichen, das kennen, glaube ich, auch so ziemlich alle von uns.
Man macht und tut, und trotzdem ist dieses Gefühl des unzureichend-Seins da. Weil jeder von uns immer wieder diese Situationen hat und erlebt, in denen uns von außen, oder durch die eigenen Glaubenssätze vermittelt wird:
DU reichst nicht aus!
Auch wenn es vielleicht im krassen Gegensatz zu „ich bin zuviel irgendwas“ zu sein steht – ich sehe da eine Verbindung.

Wenn ich mich zurücknehme, verbiege, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, kann ich gar nicht ausreichen, weil es ja immer nur ein Teil von mir ist, nie ich selbst in Gänze – da haben die ‚anderen‘ und auch ich in mir selber schon recht. Nur dass der Grund für diese Aussage ein anderer ist – dass ich den Erwartungen anderer nicht genüge und auch meinen Glaubensätzen selbst nicht, die ich irgendwann in der Vergangenheit übernommen habe.

Die Frage ist – Warum habe ich diese Glaubenssätze übernommen?Welche Glaubenssätze sind das? Woher kommen sie?
UND Welche Erwartungen haben denn die ‚anderen‘ an mich?
Und: Warum haben sie diese?
Will ich mich dem fügen und bei dem Versuch untergehen, oder will ich den Spieß umdrehen? … und wenn ja, WIE mache ich das so, dass es für MICH funktioniert?

So viele Fragen…
Ich bin mir sicher, wir alle haben uns schon oft Antworten darauf gegeben. Und trotzdem – warum ist es nur so schwer, dagegen anzukommen gegen dieses eigene innere Gefühl des „Ich reiche nicht aus! /Ich bin unzureichend!“? Gegen dieses Gefühl von Versagen und Unzulänglichkeit, dass ausgerechnet meist in genau den Situationen aufplöppt, in denen wir es am aller wenigsten gebrauchen können und in denen es entweder konsequent an uns nagend, oder auch wie mit einem Vorschlaghammer schräg von der Seite kommend, den Boden unter den Füßen wegzuzerren scheint?

Die Erwartungen, die andere an uns stellen, die können wir nur sehr gering und sehr bedingt beeinflussen. Denn es sind ihre Erwartungen, ihre inneren Überzeugungen – die oft aus der eigenen Unsicherheit, aus den eigenen Glaubenssätzen resultieren und aus diesen inneren Mechanismen auf andere übertragen werden. Die Frage ist ja auch: Warum wollen wir das überhaupt immer, den Erwartungen anderer zu entsprechen?

Die Erklärung ist in den meisten Fällen wohl die, dass wir geliebt und/oder anerkannt werden wollen, was schließlich ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Weil Konformität uns ein Gefühl von Sicherheit gibt, egal wie trügerisch das ist. Das lernen wir von klein auf und übernehmen und verinnerlichen es als gesellschaftliche Norm. Jeder von uns kann wahrscheinlich ad hoc mindestens eine Handvoll schmerzhafter Situationen aufzählen, in denen wir nicht (vollständig) diesen Normen entsprochen und direkt vom Umfeld den Zeigefinger, die Augenbraue oder auch deutliche Worte und Konsequenzen bekommen haben: > So wie du gerade bist, bist du nicht richtig. Du reichst nicht aus, um unsere Erwartungen zu erfüllen – Und wenn du unseren Erwartungen nicht genügst, dann …. haben wir dich nicht mehr lieb; dann reden wir nicht mehr mit dir; dann darfst du nicht Teil unserer Gruppe sein … was auch immer. <

Und aus dieser gelernten Angst heraus stoppen wir uns selber an den falschen Stellen, machen die Dinge so wie wir meinen, dass andere sie erwarten, anstatt sie so zu tun, wie wir sie eigentlich tun wollen. Und sind oft unzufrieden oder gar unglücklich mit uns selber.
Oder wir geben unser Bestes und die gelernte Angst erhebt ihre Stimme in uns und nörgelt und stichelt an uns herum: >Du reichst nicht aus. Du bist einfach nicht gut genug und wirst es niemals sein. Du bist es nicht wert, geliebt zu werden. Du bist es nicht wert, dass man dir mit Respekt begegnet. Du bist es nicht Wert, Teil „dieser“ Gruppe zu sein.<

Warum halten wir an solchen Glaubenssätzen fest, obwohl sie uns wehtun? Obwohl sie uns klein machen? Obwohl sie uns manchmal einfach verzweifeln lassen?

Wir Menschen wollen unbedingt ein positives Selbstbild von uns selbst aufrecht erhalten, auch wenn wir dadurch Dinge tun, denken oder fühlen, die uns selber paradox erscheinen mögen. Aronson&Mills und Gerard & Mathewson haben schon 1959 &1966 in sozialpsychologischen Experimenten versucht, genau dieser Frage nachzugehen. Sie fanden heraus, dass wir Menschen, Dinge und Situationen (und die daraus resultierenden Glaubenssätze) als bekanntes Muster vorziehen, um deren Willen wir in der Vergangenheit bereits einmal gelitten haben. Wir ziehen sie vor, weil das Opfer, der Schmerz und die Scham, dass das mit uns passiert ist, so groß ist, dass wir uns vor uns selbst genau damit rechtfertigen – à la „Mein Leiden muss doch einen Sinn gehabt haben“. Oder „So schlimm war das alles ja nicht“. Oder noch besser „ Ich hab das alles doch nicht umsonst durchlitten“
Wir verzerren unsere Wahrnehmung in Hinblick auf schlimme vergangene Ereignisse, um unseren Selbstwert nachträglich zu schützen, um unsere Hilflosigkeit zu verdecken, um die Trauer, die Wut und den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Das ist gut so, denn es ist ein Überlebensmechanismus.
Das Problem daran ist, dass das ‚Gefühl nicht auszureichen‘ trotzdem bleibt. Denn es entsteht aus diesen tiefen Verletzungen, aus diesen tiefen vergangenen Gefühlen heraus, und setzt sich in uns fest.
Und solange wir beschäftigt sind, so lange unsere Psyche all ihre Abwehrmechanismen bereit hat, können wir diesen Glaubenssatz verdrängen. Doch dann kommen diese Momente der Erschöpfung, der Überforderung, oder auch der Verzweiflung. Unsere Psyche fährt alle Abwehrmechanismen, die diese Glaubenssätze in Schach halten runter, weil sie in dem Moment damit beschäftigt ist, uns überhaupt irgendwie senkrecht zu halten – denn auch wir haben nur begrenzte Energie zur Verfügung. Und schwupps, da kommt es wieder zum Vorschein, das ‚Gefühl nicht auszureichen‘…. und macht alles nur noch schlimmer.

Wo ist also der Weg da raus? Warum können wir Menschen, die uns lieben, die uns schätzen und die sich um uns sorgen, oft nicht so richtig glauben, wenn sie uns sagen „Du reichst aus!“ „Du bist wertvoll!“?
Weil wir uns es selbst nicht glauben. Weil wir Angst vor den vergangenen Gefühlen, Demütigungen, der vergangenen Hilflosigkeit haben. Weil wir Angst vor der Angst haben?
Weil wir uns selber nicht die Erlaubnis geben?

Und während ich hier sitze und diesen Artikel schreibe nagt es an mir… Was wenn es nicht ausreicht? Was wenn ich nicht genug bin, um dieses Herzensthema verständlich auszudrücken?
Also beschließe ich für mich, dass ich mir hiermit die Erlaubnis gebe, dieser Angst ins Gesicht zu sehen und mich dadurch verletzlich zu machen.
Dass ich mir und uns die Erlaubnis gebe, gesehen zu werden, so wie wir sind.

Ja. Ich erlaube mir und uns ‚genug zu sein‘.

Habt eine schöne Woche.

Vom Gefühl „zu viel irgendwas“ zu sein – und der tanzenden inneren Wilden Frau

„Du bist zu dick! Du bist zu dünn! Du redest zu schnell! Du lachst zu laut! Du denkst zu kompliziert, da kommt ja keiner mehr mit! Du bist immer so emotional! Du planst zu viel! Du bist nicht … – Du bist zu … !“

Wer kennt diese Situationen nicht?

Und jedes Mal, wenn ich für irgend jemanden „zu viel irgendwas“ bin, nagt das an mir.
Nagt ein Stück meines Ichs, meines Seins an, macht es mich klein.
Warum eigentlich?
Warum darf ich nicht einfach so sein wie ich bin? Außerdem gebe ich mir doch Mühe, zumindest erträglich angepasst zu sein, freundlich, „Everybody’s Darling“ – und trotzdem kommen sie immer wieder, diese Sprüche, diese hochgezogenen Augenbrauen, oder einfach nur dieser missbilligende Unterton, weil ich mal wieder „zu viel irgendwas“ bin.

Vor einiger Zeit kam mir dann irgendwann die Erkenntnis:
>Ich kann es eh nicht allen recht machen, so sehr ich es auch versuche, irgendwer hat immer was zu knöttern. Dann kann ich auch gleich so sein, wie ich bin und mich wenigstens ganz und unverbogen dabei fühlen!<

Meine ‚innere Wilde Frau‘ jubelte ob dieser grundlegenden, tiefsinnigen Einsicht, denn sie hat es schon lange satt, sich immer wieder zu ducken und sich selber immer wieder auf’s Neue klein zu machen, nur um nicht unangenehm aufzufallen – oder gar noch schlimmer, von anderen mal mehr und mal weniger subtil ausgegrenzt zu werden. UND dabei auch noch das Gefühl zu haben, sich selbst verraten zu haben.
Also ab jetzt: Aufrecht durch‘s Leben! Raum einnehmen! Angriffsfläche bieten!
„Ähm. Naja,“ meldete sich mein ‚angepasstes Selbst‘ vorsichtig zu Wort. „Meinst du nicht, dass du dir damit Chancen verbaust? Dass die Leute dich dann nur noch mehr kritisieren, dich ausgrenzen, an dir dir rumnörgeln? Dass es dadurch einfach nur noch anstrengender wird?“
„Ja. Das ist definitiv der Fall“, stimmte ich meinem angepassten Selbst zu. Aber ‚die anderen‘ machen es doch sowieso. Da bin ich doch lieber ich selbst in meiner vollen Gänze und in meinem „zu viel sein“,  als mich ständig zu fragen, wer jetzt schon wieder was an mir rumzunörgeln hat. Da gehe lieber mit stolz erhobenem Kopf durch mein Leben, als meine Energie vergeblich in dem Versuch darauf zu verschwenden, diese Konflikte und Verletzungen schon im Vorfeld zu vermeiden, indem ich mich verbiege, zurücknehme und selber beschränke – was ja auch nicht funktioniert, denn an mir rumgezerrt und rumgemäkelt wird so oder so.
Deswegen, mein liebes angepasstes Selbst, stecke ich meine Energie ab jetzt lieber in das, was ich bin und erreichen will, und hab noch emotionale Reserven übrig, um mit den zu erwartenden negativen Reaktionen besser umgehen zu können. Hoffe ich.
Und ja, natürlich tut es nach wie vor weh, zu merken, dass ich für irgendjemanden „zu viel“ bin, denn nur weil ich mich jetzt bewusst „für mich als Gesamtpaket“ entschieden habe, hören die „du bist zu viel“s ja nicht auf.
Im Gegenteil, dadurch werden sie gefühlt eher mehr.
Andererseits spüre ich auch die Stärke und meine innere Kraft sehr viel deutlicher, weil ich mich nicht mehr selber klein mache, sondern ich mich ‚ganz sein‘ lasse.
Ja! ICH-MICH. Ein sehr befriedigendes Gefühl.
Jedenfalls schaffe ich das meistens. Manchmal falle ich noch in alte Muster zurück und leide wie ein Schlosshund, bis meine innere Wilde Frau „vorbeigetanzt“ kommt und mich liebevoll mit Anlauf daran erinnert, dass es bei mir liegt, mich klein oder groß zu fühlen, dass es an mir ist, ganz und gar zu sein.

Natürlich gibt es immer noch Situationen im Alltag, an denen ich Kompromisse machen muss, an denen ich manchmal mein „zu viel irgendwas“ zurückschrauben muss, oder es gar freiwillig mache, und natürlich die Stellen, an denen ich ungewollt mit meinem „zuviel irgendwas sein“ anecke. Und in diesen Situationen, mein liebes angepasstes Selbst, bin ich dir sehr dankbar. Du weißt wie es läuft, kennst auch die guten und funktionierenden Mechanismen, und hilfst mir da dann einfach durch. Aber immerhin sind mir diese Momente inzwischen bewusst und ich entscheide immer wieder auf‘s Neue, ob ich das wirklich will oder eben nicht.

Ich glaube, ich bin tatsächlich dabei, meine Furcht davor für andere „zu viel irgendwas“ zu sein, zu bezwingen. Denn ich spüre jetzt wieder, dass ich schon immer meine ganz ureigene, wilde Frau gewesen bin – ich hatte es nur vergessen, verdrängt, verleugnet.

Jede von uns ist ihre ganz eigene Wilde Frau.
Wir sind die Frauen – die Töchter, die Mütter und die Großmütter, die Tanten, Cousinen und Schwestern – die in dieser Welt etwas ausrichten können.
Erlauben wir uns doch einfach selber, in unserer gesamten Fülle GANZ und VIEL zu sein.
Habt eine schöne Woche, Ihr Lieben.

Wie du ein „wildes“ Leben führen kannst

Ein wildes Leben zu führen bedeutet für mich, dass wir uns trauen,  hinaus in die Arena zu gehen, die sich Leben nennt, und dort zu Kämpfen… mit Kämpfen meine ich, Dinge riskieren, sich aus unserer Komfortzone heraus wagen, sich verletzbar machen…

Ich habe Spass daran, Erfahrungen zu machen, denn ich weiß, dass nur ich mein Leben leben kann – und dafür muss ich (leider) oft raus in die Arena und mich der Gefahr aus setzen, enttäuscht und verletzt zu werden – oder gar einen Fehler zu machen.

Ich kann verstehen, warum einige von uns lieber „brav“ bleiben möchten – denn die alten und bekannten Regeln geben einem ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Wild sein, bedeutet auch gleich, sich der Unsicherheit zu stellen…  und um ehrlich zu sein… Sicherheit ist eh nur eine Illusion. Wir haben keine Kontrolle – also können wir sie auch einmal ablegen und schauen, was passiert, wenn man Dinge tut, die man normalerweise nicht tun würde.

Was bedeutet denn überhaupt „Wild sein“

Überall liest man es mittlerweile – Wilde Frauen tauchen überall auf, und fordern dich auf, deine innere Wildheit zu erfahren und aus zu leben…

Für mich kommt Wildheit nicht aus dem Außen – es ist nichts, was ich in einem Wochenendworkshop lernen kann, oder durch tolle Kleidung erfahre – Wildheit kommt alleine aus deinem Inneren. Es ist eine Entscheidung, die du triffst – für dein Leben – und von da aus beginnt eine Reise, die dich zurück zu dir selber führt, auf dem man sich selber, liebevoll an nimmt. Es ist deine Essenz – deine Authentizität, deine Verletzbarkeit, deine Kreativität – deine Liebe!

Und ganz besonders müssen wir mit den Teilen in uns arbeiten, die uns besonders schmerzen. Wie das gehen kann, erfährst du hier.

 

Dinge, die du für dich tun kannst, um ein wenig „Alltagswildheit“ in dein Leben zu bekommen:

  • entschuldige dich nicht grundsätzlich für alles
  • nimm dir Zeit für dich
  • gehe alleine raus (kommender Blogpost: Selfcare-Dates)
  • sei kreativ
  • mache dir selber Geschenke
  • gönne dir tagsüber ein Schläfchen
  • gehe Barfuß durch den Park
  • ohne BH rausgehen
  • morgens dekadent baden
  • tue Dinge, die du normalerweise nicht tust
  • lade jemanden Fremden zum Tee ein (vll. gibt es jemanden, den du sehr interessant findest?)

Allerdings hat Wildsein auch (unschöne) Konsequenzen

Wenn du dich für deine innere wilde Seite entscheidest, kann es sein, dass man in Gruppen plötzlich zum Außenseiter wird – weil man aus der Norm heraus sticht, oder sich endlich traut, zu sich zu stehen, und „Nein“ sagt! (das kann einen sogar Freunde kosten, ich weiß, wovon ich da spreche)

Und leider zieht es auch Neider an, denn wenn man sein wahres inneres Potential lebt (oder damit beginnt, sich selber zu lieben), dann leuchtet man viel heller als sonst, und wird gesehen…

Und natürlich die Gefahr, dass man verletzt oder enttäuscht wird – aber eigentlich gibt es immer diese Gefahr…

 

Ich kann dich aber beruhigen… aus meiner Sicht lohnt es sich trotzdem!

Weil man sich selber erlaubt, das Leben zu führen, was man leben will (und wir haben schließlich nur dieses eine..oder?)

Weil man sich nicht länger abhängig von der Meinung anderer macht, sondern zu sich selber steht – und dementsprechend lernt, auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören.

Weil man sich selber die Erlaubnis gibt, die Dinge zu tun, die man schon immer mal machen wollte, aber davor evtl. Angst hatte.

Ich finde, es ist ein Weg, der einem sich selber näher bringt und ich bin sehr dankbar, dass ich mich für ihn entschieden habe. Er ist nicht immer leicht, ich habe immer Zeiten, in denen ich mit allem kämpfe, aber im Durchschnitt bin ich mehr im Frieden mit mir selber (zu Frieden). und alleine dafür hat es sich gelohnt.

Erfahre in den folgenden Wochen in weiteren Blogposts von mir:

Bleib wild! Ana

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Der wilde Wolf in dir

Wolf heulen

„Wer sich vor dem Wolf fürchtet, sollte nicht in den Wald gehen“

Der Wolf ist mein Seelentier – mein Lehrer und mein Freund. Aber das war nicht immer so. Meine wilde Seite hatte ich Jahrelang weg gesperrt, denn sie eckte oft an vielen Stellen an, und es wurde mir oft das Gefühl vermittelt, dass es schwer sei, mich zu lieben – ich passte einfach nicht rein mit dieser wilden (unanbhängigen) Seite. In meiner naiven Vorstellung dachte ich, ich könnte von den positiven Seiten profitieren, aber die unangenehmen Seiten weg sperren. Natürlich geht das nicht…

Und als ich ihr auf einer meiner ersten Schamanischen Reisen begegnete, war sie alles andere als „nett und freundlich“. Auf der Suche nach meinem Seelentier, war ich offen, neugierig und begeistert. Ich würde meinem „Freund“ und „Vertrautem“ begegenen – und ich war davon überzeugt, dass mir das Wesen freundlich gesinnt war. Wer rechnet damit, dass es sich um einen Wolf handelt, der versucht sich auf einen zu stürzen und zu zerfleischen? Ich jedenfalls nicht.

Angst vor dem was ist

Ich war geschockt. Und verängstigt. Aber etwas in mir wollte mehr wissen… schließlich konnte ich nicht so ganz glauben, dass es wirklich ein Wolf war (seit meiner Kindheit liebe ich Wölfe). Bei der nächsten Begegnung sah ich, dass die Wölfin in Ketten gelegt wa, die ich ihr, wie ich fest stellte, selber angelegt hatte. Es waren meine Ängste, vor dem, was wirklich ist – wie ich wirklich bin. Die Wölfin repräsentierte in dieser Form all das, was ich selber an mir ab lehnte, vor dem ich Angst hatte.

Das eigene Potential erkennen

Ich hatte Angst vor dieser enormen Wildheit – ich hatte Angst vor mir selbst. Diese Erkenntnis traf mich, und verwandelte die wilde Furie in meinen Lehrer. Sie lehrte mich, hin zu sehen. Die Ketten zu betrachten, die ich da angebracht hatte, und sie nach und nach zu öffnen. Jetzt bin ich stolz und dankbar, dass ich eine solch großartige Lehrerin habe, und ich meinen Weg (und mich selber) wertschätzen kann. Das war damals der Grund, dass ich mich für den Namen „Wilde Wölfin“ entschied – und ich mich immer noch damit identifiziere.

Das Wolfsrudel

Und als „Wolfs-Frau“ möchte ich ein Rudel gründen – eine Gemeinschaft von Wilden Weibern. Es soll allen Frauen, die sich mit ihrer inneren Wildheit vertraut machen, gemacht haben oder machen wollen, den Raum für Austausch bieten. Einen „Online“ Frauenkreis. Einmal im Monat gibt es für Rudelmitglieder einen Newsletter mit Ritualen, Anleitungen und Tipps, die nicht auf dem Blog veröffentlicht werden. Die Teilnahme am „Rudel“ ist kostenlos – und du kannst hier mehr darüber erfahren. Oder dich direkt hier in den „Heuler“ eintragen.

Und ich habe gestern einen Raum gefunden, in dem ich endlich meinen Traum von einem regelmäßigen „Red Tent“ umsetzten kann… Also davon auch bald mehr <3

 

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Ein Neuanfang

Obgleich der Februar den Höhepunkt des Winters darstellt, und es meist die kälteste Zeit des Jahres ist, schlummert der Neuanfang in ihm. Es ist der Anfang des Jahres und wir beginnen, unsere Pläne und Ideen um zu setzten. Oft müssen wir noch ein wenig organisieren und schauen, was wir tun müssen, um unsere Ziele an zu gehen, aber wir stehen in den Startlöchern.

Das ist der Grund weswegen ich mir dieses Datum ausgesucht habe, um neu zu beginnen. Ich beginne auf allen Wegen neu:

Familiär

Vielleicht hast du es, dank Instagram, schon mit bekommen: Letzten Dezember wurde unsere Familie mit einem neuen Erdenwesen gesegnet: wir haben eine kleine Tochter bekommen und sind nun zu viert. Das hat nicht nur unseren Familienalltag durcheinander gebracht, sondern auch viele alte Ängste und Themen hervor geholt, mit denen ich mich im vergangenen Jahr noch einmal beschäftigen musste, damit sie endlich heilen konnten.

Mental:

In den letzten Jahren habe ich stark an alten Glaubenssätzen und Überzeugungen gearbeitet und konnte viele zurück lassen. Das vergangene Jahr bot diverse Möglichkeiten, diese neuen Fertigkeiten zu üben, und um mich zu testen, ob ich wirklich all diese Dinge gelernt, geheilt und abgelegt habe. Ich habe gelernt, „Nein“ zu Dingen zu sagen, die mir nicht gut tun, und somit „Ja“ zu mir selber. Bildlich gesprochen bin ich, wie ein Phönix verbrannt und steige nun, stärker als zuvor, wieder auf.

Ferner möchte ich klarere Gedanken haben und ein klares Umfeld – was bedeutet, dass wir unser Heim

Spirituell:

Durch die Schwangerschaft durfte ich erkennen, was mir wirklich wichtig ist, was ich brauche und was „zu viel“ ist. Ich lernte noch ein wenig tiefer, dass es kein richtig oder falsch gibt, sondern nur den eigenen individuellen Weg – und niemand von uns in der Position ist, andere Wege zu verurteilen – denn es sind nun mal nicht die eigenen Wege.

Ich fand Sicherheit, auf den ungetrampelten Pfaden quer durchs nirgendwo, in der inneren Stimme, sie war immer da, und sie weiß, was gut für uns ist.

Von daher, fühle ich mich geführt – obwohl ich keine Ahnung habe, wohin es geht. Ich vertraue, wo ich mich fürchte… immer häufiger.

Physisch:

Natürlich hat sich mein Körper durch die Schwangerschaft dramatisch verändert – und ich habe das Gefühl, mein Körper benötigt einen „Reset“ – den möchte ich ihm in diesem Jahr geben. Und da ich weiß, dass man nur einen Schritt vor den anderen setzen kann, gehe ich ihn wirklich kleinschrittig: Trinkmenge erhöhen, tägliche Spaziergänge und ein gesundes Frühstück stehen diesen Monat auf dem Plan – dann geht es weiter mit dem Mittagessen und sanften Sport… danach sehen wir weiter.

Was dich hier erwartet:

Und dann hat sich natürlich noch der Name der Internetpräsenz verändert, was daran liegt, dass ich mich auf meinem eigenen Weg begeben habe und lernen durfte, wie wunderbar es ist, der eigenen Seele zu folgen. Ich weiß, welche Schwierigkeiten auftreten, mit welchen Ängsten und Unsicherheiten du kämpfst, wenn auch du dich auf diesen Weg begeben willst. Und ich möchte dir dabei helfen.

Hier wird ein bis zweimal pro Woche ein Beitrag zu folgenden Themen auf dich warten:

  • Rewilding your Soul: Die eigene und äußere Wildnis kennen lernen – Spiritualität im Alltag und in der Natur
  • Kreativität: mit der eigenen Kunst Kontakt mit der Seele auf nehmen
  • Living outside the box – sich trauen, sein eigenes Leben zu leben (besonders, wenn es anders ist, als das, was andere Leben) und den eigenen Kindern die Stärke geben, es auch zu tun (Pagan Parenting)
  • Healing: die eigenen Schatten kennen lernen und Wege finden, sie an zu nehmen und sich selber zu lieben
  • Ceremony: Schamagische Themen… eine Mischung aus Alltagsmagie und Schamanischer Lichtarbeit
  • Altar of Womenhood – die weiblichen Mysterien: Von Menarche zur Mutterschaft, ganz weibliche Themen

Und natürlich der Hinweis:

Alle Inhalte dieser Internetpräsenz repräsentieren meinen ganz eigenen Weg dar – ich übernehme keinen Anspruch darauf, dass dieser Weg für alle der richtige Weg sein wird oder die Inhalte jedem helfen werden. Ich übernehme ferner keine Haftung, für die Ergebnisse der Übungen oder Rituale. Du bist da in der Eigenverantwortung, denn du weißt, wo deine Verletzungen und Traumata liegen, wo deine Stärken und Schwächen sind – und ich bitte dich, ggf. professionelle Hilfe ein zu holen.

Ich möchte dich auch nicht belehren, sondern dir helfen, auf dich selber zu vertrauen. Dir dabei helfen, Wurzeln in dir zu schlagen. Ich biete dir Hilfestellungen an und eine sichere Umgebung, du selber zu sein.

Kommentar-Regeln

Dementsprechend bitte ich dich, wenn du antwortest, `non-judgemend` zu praktizieren – also nicht zu bewerten, sondern wertschätzend mit einander um zu gehen.

Ich wünsche mir Ich-Botschaften, konstruktive Kritik und ein reflektiertes Feedback, denn wir alle sind unperfekt – und das ist auch gut so. Gegenseitige Unterstützung, anstatt gegenseitige Abwertung!

Kommentare, die verurteilend, beleidigend oder abwertend sind, werden gelöscht! Kritik kann man auch wertschätzend äußern.

Und nun eröffne ich feierlich diesen neuen Raum der Möglichkeiten.

Möge er dir Sicherheit bieten,

möge er dich wertschätzen und dich in Liebe an nehmen,

möge er dir helfen, dich zu deiner wahren Größe zu erheben

und mögest du dich in ihm selbst erkennen!

So sei es!

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