Opfern – Darbietung an das Göttliche

Ich mag das englische Wort „Offerings“ sehr gerne – es kann sowohl mit Opfergabe, aber auch mit Darbietung und Angebot übersetzt werden. Für mich ist das Wort „opfern“ eher negativ besetzt – es ist etwas, was schwerfüllt… Ich selber empfinde „Offerings“ als etwas angenehmes, positives und mit guten Gedanken durchsetztes, es fällt mir leicht und ich gebe es gern… Deswegen möchte ich es hier als „Gabe“ bezeichnen…

Warum opfert man Überhaupt etwas?

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten …

aus Dankbarkeit – damit gibt man etwas an die spirituelle Welt zurück, aus Dankbarkeit für all die wundervollen Geschenke in seinem Leben, um diese zu ehren. Aber auch, um den Fluss des Gebens und Nehmens in Gang zu halten.

Energien „füttern“ – zum Beispiel wenn ich einen Ort energetisch verändern möchte, kann ich eine, mit Liebe und Achtsamkeit zubereitete Gabe herstellen, und sie dann an diesem Ort „darbieten“.

Spirits ehren und Füttern – egal ob du das „kleine Volk“ ehren möchtest, die Baumgeister oder die allgemeinen Spirits – du kannst mit deiner Gabe sie ehren und unterstützen (manchmal auch sicherlich besänftigen). Und natürlich auch den Göttern

Zu segnen – für einen Ort, einen Verstorbenen (am Grab) oder einen Baum

Außerdem als Dank für etwas, was man aus der Natur genommen hat, wenn man einen Ast geschnitten, Blüten gezupft oder Wurzeln gegraben hat… aber auch einfach nur so, weil man das Land und die Flora und Fauna liebt… einfach, weil man sie ehren möchte.

Wie opfert man?

Für die Opferungen zu Hause habe ich zwei Schälchen, die nur für diesen Zweck genutzt werden – eine für den Hauptaltar und eine für den Küchenaltar. Während ich die Gabe herstelle, bin ich ganz bei der Absicht, mit der ich es geben will… und versuche möglichst viel Liebe und Achtsamkeit dort hinein fließen zu lassen…

In der Küche stelle ich es meistens mit einem Räucherstäbchen auf – als Dank (und sage dazu meist einen kleinen Segensspruch. Auf dem Altar kann dies mit in eine Zeremonie eingebaut werden, und ist dann ein wenig ausführlicher…

Auf dem Balkon, stelle ich es meistens mit einem stillen Dank hin, und auch draußen, verläuft das Ganze eher still und mit Achtsamkeit. Ich überreiche ein Geschenk, genau so, wie ich es bei einem Menschen tun würde.

 

Was opfert man?

Ich persönlich opfere regelmäßig und gerne: Räucherstäbchen, selbstgekochtes Essen, Blüten und Kräuter, aber auch Kaffee. Als ich noch geraucht habe, habe ich auch Tabak geopfert. Das mache ich nun nicht mehr.

Wenn ich draußen opfere, dann möchte ich ja etwas zurück geben, und dann siehst das meistens so aus: Ich opfere Kaffeesatz, (Mond)-Wasser und Samen.

Man kann natürlich auch spezielle Dinge opfern, um gewisse „Wünsche“ an zu ziehen – wie Geld, Schmuck oder bunte Bänder.

Man kann auch etwas extra für eine Opferung vorbereiten, Lavendel-Büsche, Blumengebinde usw. Diese kann man dann hinlegen, verbrennen oder dem Fluss geben – je nachdem, was einen gerade anspricht.

Und dann kann man natürlich noch etwas von sich selber geben – Haare, Spucke oder auch Blut… aber natürlich auch Kerzen, Alkohol und Dinge, die einem selber wichtig sind

Geopfert – und dann?

Ich wurde gefragt, was dann mit den Opfergaben passiert, und wie lange ich sie stehen lasse… also normalerweise lasse ich sie immer über Nacht stehen – ich schaue dann auf die „Speise“ und fühle mich ein, wenn es sich richtig anfühlt, dann nehme ich sie und „entsorge“ sie. Das ist manchmal nach 24 Stunden, manchmal schon nach 8 stunden – für mich ist die Nacht die wichtige Zeit – da stelle ich mir vor, wie in meiner Abwesenheit, die Gabe „verspeist“ wird.

Wenn ich bei uns im Haus geopfert habe (was ich regelmäßig tue), dann gebe ich es an die Erde zurück – wir haben hier einen Kompost, den ich dann benutze, oder ich gebe es unseren Pflanzen (gerade bei Flüssigkeiten) auf dem Balkon. die lieben Kaffee und Eierschalen sehr ^^.

Draußen lasse ich es liegen oder vergrabe es – deswegen ist es mir wichtig, dass die Gabe natürlich ist, von Tieren gegessen werden kann, oder verrottet.

Opfern als Segnung für die Erde (Schamanische Lichtarbeit)

Ganz besonders schön finde ich es, die Erde mit meiner Opfergabe zu segnen . in der ich einen Ort, einen Baum oder eine Straßenkreuzung mit einer Gabe beschenke, gebe ich ihr Achtsamkeit und Liebe – und ich stelle mir vor, dass es ihr hilft, sich selber zu heilen.

Anleitung für ein Opfertäschchen

Nimm ein kleines Säkchen, oder stelle selber eines her – je nachdem, was sich für dich besser anühlt – und fülle es mit Dingen, die du draußen an die Erde geben willst, wenn du einen Ort ehren willst oder etwas zurück geben willst, z.B. beim Kräuter schneiden.

Das können Samen von bestimmten Pflanzen sein, die du sehr magst, oder die für Bienen hilfreich sein können, aber auch getrocknete Kräuter und Blüten von Pflanzen, die dir etwas bedeuten – getrockneter Kaffeesatz oder Eierschalen… oder eine Mischung aus allem 🙂

Dann kannst du noch einen Kristall hinzu geben, der von dir mit Liebe und Dankbarkeit aufgeladen wurde… der kann im Beutel bleiben, oder bei Bedarf auch gegeben werden.

Du kannst dieses Beutelchen mit in deiner Tasche herum tragen, und bei einer Gelegenheit, hast du immer etwas dabei, was du geben kannst…

Wenn ich Kräuter sammeln gehe, habe ich meistens auch noch ein Fläschchen Wasser dabei, aber oftmals finde ich etwas interessantes nebenbei, wenn ich nichts dabei habe, um es zu geben. In solchen Füllen kannst du auch deine Stimme geben, und ein Lied singen (oder tönen).

Für mich persönlich geht es nicht um den materiellen Wert einer Sache, die ich gebe, sondern darum, wie bei einem Geschenk auch, dass ich mir Gedanken mache, was der Beschenkte braucht, was ihm gefallen könnte, und was ich gerne gebe – was mir selber Freude macht. Für mich ist es wichtig, wie ich es hergestellt habe – nämlich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und meiner Liebe.

Spezielle Opfergaben

Für gewisse Anlässe (Besuch von besonderen Orten, Ritualen usw) kann man natürlich auch aufwändige Gaben herstellen und sie schenken – z.B. eine spezielle Räuchermischung, Stroh-Puppen, Blumengestecke oder Anhänger. Je individueller du dein „Opfer“ gestaltest, desto mehr Bezug wirst du dazu haben, und desto schöner wird deine Zeremonie sein – und natürlich auch das Ergebnis.

Wie ist es für dich? Was opferst du? Und warum? Was machst du mit deinen Opfergaben? Und stellst du sie aufwändig her? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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Neumond – Energie richtig nutzen

„In der Mitte der dunklen Nacht, beginnt ein neuer Tag“

Heute ist Schwarzmond – der Ende eines Mondzyklus. Der Mond zeigt sich von seiner dunklen und finsteren Seite – wer heute im dunklen raus geht (und nicht den Kindern vom Martins-Umzug begegnet), der wird kein Licht am Himmel vorfinden, was ihm den Weg erhellt.  Für mich gliedert sich der „Neumond“ in zwei Phasen, die wir für uns selber ganz wundervoll nutzen können – nicht nur heute, sondern bei jedem Neumond.

Schwarzmond-Aspekt

Der Schwarzmond ist beendent und finster. Zu dieser zeit ist es günstig, sich mit sich selber zu befassen, in die Stille zu gehen und in sich selber zu horchen. Es ist auch ein guter Zeitpunkt, um sich mit der eigenen finsteren Seite, mit den eigenen seelischen Abgründen zu befassen – mit Ängsten und Sorgen…

Nimm dir heute Zeit, dich zurück zu ziehen, und sei es auch nur kurz – für 15 Minuten. Setze dich am Abend, wenn es dunkel ist, an deinen Platz (dein Kraftort oder dein Altar) in die Dunkelheit. Schließe die Augen und gehe in dich. Atme tief ein und aus und dann lausche einfach nur in dich hinein – in die Stille. Bleibe dort, bis du das Gefühl hast, bei dir selber angekommen zu sein, öffne dann deine Augen und blicke bewusst in die Dunkelheit, nimm sie wahr. Entzünde dann eine Kerze, die den Raum erhellen darf.

Nimm dir nun einen Stift und einen Zettel (oder dein Tagebuch) zur Hand und nimm dir Zeit für einen kleinen Rückblick auf den letzten Mondzyklus:

Was hat nicht funktioniert? Welche Dinge waren nicht erfreulich? Welche Dinge hast du beenden können? Was hast du geschafft? (Ziele/Erfolge) Was war besonders schöön? Gab es besondere Momente? Neue Erkenntnisse?

Zurück zu blicken, inne zu halten – um dann den Fokus auf das zu lenken, was kommt… für mich ist das ein fester Bestandteil in meinem „spirituellem Alltag“ – es ermöglicht mir, Dinge los zu lassen, sie zu vergeben/mir selber zu verzeihen. Hin zu sehen, wo ich lieber nicht hin sehe, aber auch all die wundervollen Ereignisse in meinem Leben wert zu schützen. Ich blätter dann eine Seite in meinem Tagebuch um – und gehe über zum

Neumond – Aspekt

Der Neumond kennzeichnet den Beginn einer neuen Phase und unterstützt Veränderungen, die man vor nehmen möchte, oder neue Ideen, die es umzusetzen gilt. Erneuerung, Neuerschaffung – eine neue Chance… ein „Montag“

Außerdem sind wir meist wesentlich empfänglicher für unsere Innere Stimme, was wir wie folgt ür uns nutzen können:

Nimm dein Stift zur Hand, wenn du möchtest, entzünde ein Räucherstäbchen, oder eine weitere Kerze (oder was auch immer sich gerade richtig für dich anühlt – z.B. Musik) und schreibe auf,welche Vorsätze/Absichten du für den neuen Mondzyklus hast.

Welche Dinge möchtest oder musst du erledigen? Was möchtest du ausprobieren? Was willst du mehr in den Mittelpunkt rücken? Was sagt dir deine innere Stimme? Was brauchst du im Moment besonders (oder mehr)? Was würdest du gerne tun?

Und jetzt: schreibe auf, was du WIRKLICH willst… was ist da tief in deinem Herzen? Wie willst du dich fühlen? Und was musst du dafür tun, damit du dich so fühlst?

Bitte nicht cheaten! Oft ist es nämlich so, dass wir erstmal alle „wichtigen“ To-Dos (oder das was wir glauben, was wir tun müssen) aufschreiben müssen, um dann einen freien Kopf zu haben, damit wir unsere innere Stimme hören können – oftmals ist da eine große Differenz zwischen dem, was wir glauben tun zu müssen, und was wir wirklich wollen. Mit dieser Reihenfolge kannst du deinen Kopf ein wenig austricksen, damit dein Herz reden darf.

Du hast also jetzt deine „Neumond-Absichten“ für den kommenden Mondzyklus aufgeschrieben – jetzt kannst du dich hinsetzen und schauen, welche kleinen Schritte du unternehmen kannst, um dann dein(e) Ziel(e) zu erreichen. Oft sind dann schon erste Veränderungen bei Vollmond sichtbar, aber mach dir keine Sorgen, wenn dem nicht so ist – denn spätestens bei deiner nächsten „Neumond-Zeremonie“ wirst du Ergebnisse sehen können.

Wie gestaltest du den Neumond? Welche Ziele hast du ins Auge gefasst? Woran möchtest du arbeiten? War der Artikel für dich hilfreich? Und wie war deine Neumond-Zeremonie?