Die Kraft der Natur (Teil 2) – Im Wasser fließen

Mein geheiligter Ort, Mein Kraftquell, See, Erlen

Dieses Wasser ist mir heilig, dieser See ist mein Kraftort.

Ich liebe es, Baden zu gehen. Besonders jetzt, wenn das Wetter so warm ist, gibt es für mich nichts Wunderbareres, als in „meinen See“ zu springen.See, Schwimmen

Ein wenig weiter hinaus zu schwimmen und mich dann auf dem Wasser treiben zu lassen.
Das Wasser um mich herum fließen zu lassen.
Schon während ich die ersten Schwimmzüge mache, kommt es mir so vor, als hieße mich der See willkommen und wüsche mit jedem Schwimmzug einfach immer mehr und mehr Alltagsschmutz ab, den sichtbaren und den unsichtbaren. Ich spüre das Wasser an mir entlang fließen, meine Haut streicheln, mich willkommen heißen. Irgendwann lasse ich mich dann einfach, auf dem Rücken liegend, treiben. Meine offenen Haare mäandern wie Wasserpflanzen um mich herum und ich liege einfach nur auf dem Wasser und schaue in den Himmel. Sehe Wolkengebilde vorbei wandern und spüre die Weichheit des Wassers, das mich einfach trägt und gleichzeitig umschmiegt, wie eine zweite Haut.

Himmel, WolkenIch atme langsam und ruhig – und komme einfach komplett runter.
Raus aus dem Trott.
Raus aus meinen Gedankenströmen.
Raus aus dem Alltagsdrama.
Da ist einfach nur das Wasser, das Licht, der Himmel und ich.
Hin und wieder schwappen kleine Wellen gegen mein Kinn oder über mein Gesicht und zaubern Regenbogentropfen in meine Wimpern. Der See unter mir ist tief und klar. Und je länger ich einfach da liege und auf der Oberfläche vor mich hin treibe, desto mehr habe ich das Gefühl, dass diese Klarheit des Wassers mich durchströmt, dass sie beginnt, auch in mir Klarheit zu schaffen. Die Dinge auf das Wesentliche reduziert, während ich getragen werde.

Dieses Wasser ist mir heilig, dieser See ist mein Kraftort.

Ein nur schwer in Worte zu fassendes Gefühl von Glückseeligkeit kommt mit der Klarheit. Manchmal nur sehr leise und still, manchmal mit überschäumender Freude.
Hin und wieder auch nur sehr zögerlich – meistens dann, wenn ich traurig, verletzt oder wütend bin. Dann fühle ich bewusst hin in dieses Gefühl des mich fast überall berührenden, tragenden Wassers, lehne den Kopf soweit zurück, dass bis auf die Nase und den Mund fast nichts mehr von mir aus dem Wasser heraus schaut, spüre die Kühle des Wassers an meinem warmen Kopf, spüre, wie meine Haare um mich herumtanzen und stelle mir vor, wie diese wohltuende Kühle die Hitze und das „Zuviel davon“ aus meinem Kopf einfach in sich aufnimmt. Wie das Hitzige, das Lodernde aus meinem Kopf hinaus einfach ins Wasser fließt – all das, was mich innerlich „kochen und brodeln“ lässt. Spüre, wie die Kühle meinen Kopf sanft umfängt und mich einfach trägt. Und dann kommt es, dieses Gefühl der fließenden Klarheit, dieses Gefühl des ganz im Moment glücklich Seins.

Alltags-Stolpersteine

Dummerweise ist dieser See gute sieben Fahrstunden von meinem jetzigen Zuhause entfernt, denn er ist ein Ort der Sommer meiner Kindheit. Und natürlich halten sich die Sehnsucht und das innere Bedürfnis nach diesem Gefühl vom See getragen zu werden und mit dem Wasser zu fließen, nie so wirklich an meine Urlaubszeiten.
Also musste ich für mich andere, weitere Möglichkeiten finden. Und wie das so ist, habe ich mich selber viel zu lange gesträubt, und gar nicht erst versucht, etwas zu finden, denn „meinen See“ kann ja sowieso nichts ersetzen.
Redete ich mir ein.
Und schnitt mich selber von einem, mich ganz wunderbar einfach glücklich machen könnenden Gefühl ab. Aus Angst vor der Sehnsucht nach „zu Hause“, aus Angst vor dem Gefühl, dadurch vielleicht meine Wurzeln zu verlieren, aus Angst vor der Einsamkeit und dem Gefühl des tiefen Verlustes, weil dieser Ort einfach nicht mal eben so greifbar war. Kokolores, sag ich Euch!
Irgendwann, nach langer Zeit ging mir dann auf: Ja, ersetzen kann meinen See nichts.
Aber dieses Gefühl, das ist in mir. Und das Fließen, diese kühle, wohltuende Klarheit, die ist auch in mir selber. Mein See ist nur der vertrauteste Weg, mich daran zu erinnern.
Und während die Rädchen im Gehirn mit einem lauten Klicken endlich in ihre richtige Position eingerasteten, kam mir so der Gedanke: Mensch, du hast doch mindestens 3-4 verschiedene Schwimmbäder mit Außenbecken bei dir in der Nähe. Mit Salzwasser oder Sole, die auch abends noch geöffnet haben, wenn der ganze Trubel durch ist. Eines davon liegt sogar direkt neben einem See, so dass du im Mondschein badend die Frösche quaken und die Grillen zirpen hören kannst. Und im Winter nimmst du halt die Sole-Therme. Die ist bloß ne halbe Stunde weg.
Hör auf, Dingen nachzuheulen, die du nicht ändern kannst und beweg dich.
Geh los. Finde endlich FÜR DICH SELBST neue, gute Orte!
Probier es zumindest mal aus.
Trau dich!

Losgehen und Finden

Manchmal hilft ja bekanntermaßen einfach nur Losgehen. Wie sagt meine Mama immer: „Sorgen, packt eure Koffer, wir verreisen!“ Also packte ich meine Ängste und Sorgen gut in meinen Schwimm-Kulturbeutel und machte mich auf den Weg.
Und siehe da. Das Gefühl von fließender Klarheit und Getragen-Werden kam auch im Freibad beim Mondscheinschwimmen, in der Sole-Therme, oder im warmen Kinderbecken der örtlichen Schwimmhalle. Natürlich fühlt es sich an jedem Ort ein bisschen anders an – und das großartige daran ist, dass diese Verschiedenartigkeit der Örtlichkeiten es mir je nach Stimmungslage sogar leichter macht, bestimmten inneren Zuständen zu begegnen und diese loszulassen.
Manchmal brauche ich warmes, salziges Fließen, wenn ich mich innerlich erstarrt fühle. Manchmal brauche ich Mondschein-beschienenes, weiches, lichtgefülltes Fließen, um die Zartheit in mir zu stärken. Und manchmal einfach nur das Gefühl, getragen zu werden.
Natürlich sind all diese Orte nicht mein See. Aber sie sind auf ihre eigene Art und Weise wunderbar und lassen mich innerlich fließen. Und klar werden und ruhig. Und einfach kurz glücklich sein.

Was lässt Dich innerlich (wieder) fließen und verschafft Dir Klarheit?

Hab eine schöne Woche.

Die Kraft der Natur (Teil 1) – Die Sonne „einatmen“

Sommersonne

Jetzt, mitten im Sommer, wenn das Licht im Überfluss da ist, halte ich oft spontan in meinem Alltag für ein paar Momente inne – im Park, auf dem Balkon, im Garten, auf dem Parkplatz, vor meinem Fenster, im Wald, an der Haltestelle, vor meiner Haustür – egal wo, egal wann.
Stehe einfach nur da. Wende mein Gesicht der Sonne zu, erhebe meine Arme ein wenig und schließe die Augen.
Spüre die Wärme in meinem Gesicht, die Luft, die meine Haut berührt.
Atme tief aus.
Atme tief ein.
Fühle nach, wie dieser sonnendurchflutete Atem durch meinen Kopf, meinen Hals, in meine Lungen strömt, stelle mir vor, wie er meinen Brustkorb füllt.
Und Atme aus.
Spüre den Wind und die Wärme auf der Haut.
Und atme wieder ein – die sonnendurchflutete Wärme tief in den Bauch hinein. Stelle mir vor, wie sich beim Einatmen die Wärme und das Licht aus meinen Brustkorb heraus ausdehnen.
In meine Schultern. In meinen Bauch. Und atme aus.
Spüre den Sonnenschein auf meiner Haut, spüre ihn mich umfließen, mich einhüllen.
Und atme Sonnenlicht ein.
Stelle mir vor, wie sich Helligkeit und Wärme mit meinem Atem in meinem Brustkorb sammeln, wie es überläuft, wie es mein Herz einhüllt und durchdringt.
Atme aus.
Und mit jedem weiteren Atemzug stelle ich mir vor, wie diese Wärme und Helligkeit mit dem Sauerstoff in jeden Winkel meines Körpers transportiert wird. Wie das Sonnenlicht beginnt – ausgehend von meinen Lungen – meinen Körper zu durchströmen. Wie sich mit jedem weiteren Atemzug immer mehr Licht und Wärme in mir ansammelt.
Das Ein- und Ausatmen gibt diesem Fließen in mir immer mehr Kraft.
Ich stelle mir vor, wie das Licht und die Wärme durch meine Adern in meinen Bauch, meine Beine, in meine Füße und Zehen geleitet wird. Wie es sich von meinem Brustkorb in meine Schultern, Arme und Hände ausbreitet. Wie es durch meinen Hals in meinen Kopf strömt.
Nehme die Röte der Sonne hinter meinen geschlossenen Augenlidern war und spüre die Sonne auf meinem Gesicht.
Gedanklich fülle ich mich mit jedem Atemzug immer mehr mit dieser sonnendurchfluteten Wärme an, bis ich das „Gefühl“ habe, innerlich zu leuchten.
Von innen heraus zu strahlen.
Ganz warm und hell in mir selbst zu sein.

Und atme einfach weiter.
Spüre mich selbst – ganz, hell, warm.
Spüre für diesen Moment, wie ich mich heil fühle in meinem Körper in dieser Wärme und Helligkeit.
Spüre, wie dass Sonnenlicht meine ureigene Kraft weckt, wie sie mich beginnt zu durchfließen.
Genieße dieses warme Gefühl.
Atme.

Nach einer Weile öffne ich dann die Augen und lächle so vor mich hin.

 

Nicht nur im Sommer…. Wintersonne

Natürlich tanke ich auf diese Weise nicht nur im Sommer und spontan im Alltag, sondern egal zu welcher Jahreszeit und auch ganz gezielt für mich auf.
Wenn mir zum Beispiel in mir selber das Licht fehlt, oder ich mich schlicht erschöpft fühle.

 

Im Sommer passiert es häufiger und oft spontan, weil das Licht durch seine allgegenwärtige Präsenz mich selbst mich an diese Art des Auftankens „erinnern“ lässt.
Im Winter vergesse ich manchmal, dass es diese Möglichkeit des „Lichtbadens“/“Lichtatmens“ gibt, die so einfach und schnell so viel Gutes für mich tun kann, weil das Sonnen-Licht oft einfach gar nicht da zu sein scheint. Deswegen bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, diese Variante des „für mich-selber-Sorgens“ so oft wie es geht spontan in meinem Alltag zu praktizieren, damit es greifbarer auch in den Momenten für mich bleibt, in denen ich es dringend brauche. Ein weiterer Effekt ist, dass es mir inzwischen manchmal schon reicht, mich an diese Momente im Sonnenschein zu erinnern, um mein inneres Licht wieder ins Strömen zu bringen…

Den eigenen Bedürfnissen mit Qualitäten begegnen …

Wenn ich diese Art des Licht-Kraft-Tankens ganz bewusst und ganz gezielt für mich einsetze, hilft es mir manchmal, die für mich entsprechenden Qualitäten des Lichtes zu verschiedenen Tageszeiten (und meine Assoziation zu ihnen) zu berücksichtigen, um mich einfach besser auf diese Auszeit einlassen zu können: um dadurch evtl. weniger innere Widerstände  – oder/und  dadurch mehr inneres Gefühl von „das passt jetzt“, „das ist genau das, was ich jetzt brauche“ zu haben. Mir also im Vorfeld Stressoren aus dem Weg zu räumen und mich besser auf das „Ich tu mir etwas Gutes“ einlassen zu können.Abendsonne

Deshalb „brauche“ ich manchmal eher die Qualität der Morgensonne, mit ihrer sanften, klaren, alles durchdringenden Helligkeit. Manchmal mehr die gleißende Mittagssonne, die sehr heiß und sehr hart sein kann, gleichzeitig so wohltuend wie ein heißes „Körnerkissen für die Seele“ . Und manchmal bade ich im Abendlicht, im wilden Farbspektakel des Sonnenuntergangs.

 

 

Vielleicht magst du es ja für dich auch ausprobieren?

 

 

 

Habt eine schöne Woche.

Die innere dunkle Seite an nehmen

Bevor wir ein „wildes Leben“ führen können, müssen wir unsere eigene innere dunkel Seite an nehmen. Ich kann verstehen, dass du möglicherweise davon zurück schreckst, denn diese Dinge in sich genauer zu betrachten, ist nicht leicht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass du Angst vor der Heilung hast – weil du Angst vor dem Schmerz hast, der möglichweise mit den Gefühlen einher gehen wird, wenn du dir diese „dunklen Seiten“ an siehst.

Ich selber hatte Angst davor. Ich hatte Angst, wenn ich diese Dinge an sehen würde, würde ich erkennen, dass ich nicht liebenswert bin. Ich hatte Angst davor, dass sich all meine Befürchtungen, all meine alten Glaubenssätze stimmen – und natürlich konnte ich das nicht zulassen, denn das wäre wohl vernichtend für mich gewesen.

Glücklicherweise hatte ich einen fähigen Therapeuten an meiner Seite, der mir dabei half zu erkennen, dass jegliche „düsteren“ Anteile in mir, die mir teilweise sogar nützlich waren. Einige Anteile, wollten nur verhindern, dass ich wieder verletzt werden würde. Und ich durfte erkennen, dass die Wunden, die mir von anderen zugeführt wurden, nicht meinen Wert minderten, sondern mich zu dem einzigartigen Menschen werden ließ, der ich heute bin. Dank ihm, lernte ich, meine ungeliebten Anteile an zu nehmen, und sie in mir integrieren. Denn auch heute, können sie mir durchaus schützend zur Seite stehen. Und meine Wunden gehören zu mir – sie machen mich verletzbar, und das ist in Ordnung. Wir alle (jeder Mensch) trägt solche Anteile in sich.

„Wenn wir die Dunkelheit in uns an sehen, werden wir vom inneren Licht der Liebe geflutet“

Ich kann dir wirklich nur empfehlen, dir einen professionellen Couch (Therapeut) als Unterstützung in dein Team zu holen. Ich habe davon für mich selber ganz viel gelernt, und würde es wieder tun.

Hier sind ein paar Fragen, die du dir selber stellen (und beantworten) kannst – bitte nur dann, wenn du dich emotional in der Lage fühlst. (ich kann dafür keine Haftung übernehmen)

  • Was weckt dich um 3.00 nachts auf und lässt dich nicht mehr schlafen?
  • Was ist deine dunkelste Angst?
  • Wie versteckst du dich vor diesen dunklen Orten?
  • Wie hört sich das Erforschen deiner eigenen Dunkelheit für dich an?
  • Wer bist du, wenn du alleine bist?
  • Wer bist du, ohne dein Make-up/deine (schöne) Kleidung?
  • Schreibe die Wege auf, mit denen du dich selber zurück hälst
  • schreibe die Dinge auf, die du an dir selber nicht liebenswert findest

Als guten Freund habe ich stets mein Tagebuch an gesehen, dort konnte ich wirklich alles hinein schreiben, all meine Befürchtungen und Ängste, meine Sorgen und Nöte, meinen Wut und meine Enttäuschung. Ich würde dich sehr gerne dazu motivieren, dir selber einen „Taschenfreund“ zu zu legen, er hat immer für dich Zeit…

 

 

 

Wenn unangenheme Gefühle auftauchen, atme in sie hinein, umarme dich selber, weine, betrauere, gib dir selber die Erlaubnis dich schlecht, klein und traurig zu fühlen. Klage, Jammere – und sitze bei deiner dunkeln Seite. Dann lege die Hand auf dein Herz und atme ganz bewusst in deine Hand (in dein Herz) ein – tief ein und aus atmen – ein paar Mal. Du kannst auch deine Helferwesen/Guides/Engel/Gott (oder wen auch immer) um Hilfe bitten, nun zurück in den Frieden zu gehen… die Gefühle sollten nun nach und nach ab klingen, und eine sanfte Stille bleibt zurück…

Und jetzt mache eine Liste, mit all den Dingen, die du schon einmal geschafft hast, Komplimente, die du bekommen hast, deine Talente und Fähigkeiten, alles was dir leicht von der Hand geht und worauf du stolz bist.

Wenn du beide Listen betrachtest, kannst du erkennen, dass es sowohl etwas gibt, was du an dir möglicherweise nicht magst, aber auch ganz viel an dir, was du magst. Möglicheriwese kannst du aus dieser Position heraus dir selber erlauben, die andere Liste an dir an zu nehmen… du könntest dir sagen:

„Auch wenn ich nicht perfekt bin, gebe ich mir selber die Erlaubnis, mich so an zu nehmen wie ich bin, auch mit den Dingen, von denen ich glaube, sie sein nicht „gut genug“. Ich bin bereit diese Seite in mir zu akzeptieren. Ich bin bereit, mich selber an zu nehmen.“

Die dunkle Seite in anderen…

Frauenherzen sind so groß, dass sie die dunkle Seite in anderen oft sehen und an nehmen können. Wenn wir das bei anderen können, dann können wir auch darauf vertrauen, dass es uhns bei uns selber auch möglich ist. Wir brauchen uns nicht davor zu fürchten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich davon überzeugt bin, dass dein Herz so groß ist, um nicht nur meine dunkle und verletzbare Seite an zu nehmen, sondern auch deine eigene.

Ich glaube da ganz fest dran, und wenn nötig, auch für dich mit.

In tiefer Liebe

Ana

Merken

Merken

Vom ‚Gefühl nicht auszureichen‘

Das Gefühl nicht auszureichen, das kennen, glaube ich, auch so ziemlich alle von uns.
Man macht und tut, und trotzdem ist dieses Gefühl des unzureichend-Seins da. Weil jeder von uns immer wieder diese Situationen hat und erlebt, in denen uns von außen, oder durch die eigenen Glaubenssätze vermittelt wird:
DU reichst nicht aus!
Auch wenn es vielleicht im krassen Gegensatz zu „ich bin zuviel irgendwas“ zu sein steht – ich sehe da eine Verbindung.

Wenn ich mich zurücknehme, verbiege, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, kann ich gar nicht ausreichen, weil es ja immer nur ein Teil von mir ist, nie ich selbst in Gänze – da haben die ‚anderen‘ und auch ich in mir selber schon recht. Nur dass der Grund für diese Aussage ein anderer ist – dass ich den Erwartungen anderer nicht genüge und auch meinen Glaubensätzen selbst nicht, die ich irgendwann in der Vergangenheit übernommen habe.

Die Frage ist – Warum habe ich diese Glaubenssätze übernommen?Welche Glaubenssätze sind das? Woher kommen sie?
UND Welche Erwartungen haben denn die ‚anderen‘ an mich?
Und: Warum haben sie diese?
Will ich mich dem fügen und bei dem Versuch untergehen, oder will ich den Spieß umdrehen? … und wenn ja, WIE mache ich das so, dass es für MICH funktioniert?

So viele Fragen…
Ich bin mir sicher, wir alle haben uns schon oft Antworten darauf gegeben. Und trotzdem – warum ist es nur so schwer, dagegen anzukommen gegen dieses eigene innere Gefühl des „Ich reiche nicht aus! /Ich bin unzureichend!“? Gegen dieses Gefühl von Versagen und Unzulänglichkeit, dass ausgerechnet meist in genau den Situationen aufplöppt, in denen wir es am aller wenigsten gebrauchen können und in denen es entweder konsequent an uns nagend, oder auch wie mit einem Vorschlaghammer schräg von der Seite kommend, den Boden unter den Füßen wegzuzerren scheint?

Die Erwartungen, die andere an uns stellen, die können wir nur sehr gering und sehr bedingt beeinflussen. Denn es sind ihre Erwartungen, ihre inneren Überzeugungen – die oft aus der eigenen Unsicherheit, aus den eigenen Glaubenssätzen resultieren und aus diesen inneren Mechanismen auf andere übertragen werden. Die Frage ist ja auch: Warum wollen wir das überhaupt immer, den Erwartungen anderer zu entsprechen?

Die Erklärung ist in den meisten Fällen wohl die, dass wir geliebt und/oder anerkannt werden wollen, was schließlich ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Weil Konformität uns ein Gefühl von Sicherheit gibt, egal wie trügerisch das ist. Das lernen wir von klein auf und übernehmen und verinnerlichen es als gesellschaftliche Norm. Jeder von uns kann wahrscheinlich ad hoc mindestens eine Handvoll schmerzhafter Situationen aufzählen, in denen wir nicht (vollständig) diesen Normen entsprochen und direkt vom Umfeld den Zeigefinger, die Augenbraue oder auch deutliche Worte und Konsequenzen bekommen haben: > So wie du gerade bist, bist du nicht richtig. Du reichst nicht aus, um unsere Erwartungen zu erfüllen – Und wenn du unseren Erwartungen nicht genügst, dann …. haben wir dich nicht mehr lieb; dann reden wir nicht mehr mit dir; dann darfst du nicht Teil unserer Gruppe sein … was auch immer. <

Und aus dieser gelernten Angst heraus stoppen wir uns selber an den falschen Stellen, machen die Dinge so wie wir meinen, dass andere sie erwarten, anstatt sie so zu tun, wie wir sie eigentlich tun wollen. Und sind oft unzufrieden oder gar unglücklich mit uns selber.
Oder wir geben unser Bestes und die gelernte Angst erhebt ihre Stimme in uns und nörgelt und stichelt an uns herum: >Du reichst nicht aus. Du bist einfach nicht gut genug und wirst es niemals sein. Du bist es nicht wert, geliebt zu werden. Du bist es nicht wert, dass man dir mit Respekt begegnet. Du bist es nicht Wert, Teil „dieser“ Gruppe zu sein.<

Warum halten wir an solchen Glaubenssätzen fest, obwohl sie uns wehtun? Obwohl sie uns klein machen? Obwohl sie uns manchmal einfach verzweifeln lassen?

Wir Menschen wollen unbedingt ein positives Selbstbild von uns selbst aufrecht erhalten, auch wenn wir dadurch Dinge tun, denken oder fühlen, die uns selber paradox erscheinen mögen. Aronson&Mills und Gerard & Mathewson haben schon 1959 &1966 in sozialpsychologischen Experimenten versucht, genau dieser Frage nachzugehen. Sie fanden heraus, dass wir Menschen, Dinge und Situationen (und die daraus resultierenden Glaubenssätze) als bekanntes Muster vorziehen, um deren Willen wir in der Vergangenheit bereits einmal gelitten haben. Wir ziehen sie vor, weil das Opfer, der Schmerz und die Scham, dass das mit uns passiert ist, so groß ist, dass wir uns vor uns selbst genau damit rechtfertigen – à la „Mein Leiden muss doch einen Sinn gehabt haben“. Oder „So schlimm war das alles ja nicht“. Oder noch besser „ Ich hab das alles doch nicht umsonst durchlitten“
Wir verzerren unsere Wahrnehmung in Hinblick auf schlimme vergangene Ereignisse, um unseren Selbstwert nachträglich zu schützen, um unsere Hilflosigkeit zu verdecken, um die Trauer, die Wut und den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Das ist gut so, denn es ist ein Überlebensmechanismus.
Das Problem daran ist, dass das ‚Gefühl nicht auszureichen‘ trotzdem bleibt. Denn es entsteht aus diesen tiefen Verletzungen, aus diesen tiefen vergangenen Gefühlen heraus, und setzt sich in uns fest.
Und solange wir beschäftigt sind, so lange unsere Psyche all ihre Abwehrmechanismen bereit hat, können wir diesen Glaubenssatz verdrängen. Doch dann kommen diese Momente der Erschöpfung, der Überforderung, oder auch der Verzweiflung. Unsere Psyche fährt alle Abwehrmechanismen, die diese Glaubenssätze in Schach halten runter, weil sie in dem Moment damit beschäftigt ist, uns überhaupt irgendwie senkrecht zu halten – denn auch wir haben nur begrenzte Energie zur Verfügung. Und schwupps, da kommt es wieder zum Vorschein, das ‚Gefühl nicht auszureichen‘…. und macht alles nur noch schlimmer.

Wo ist also der Weg da raus? Warum können wir Menschen, die uns lieben, die uns schätzen und die sich um uns sorgen, oft nicht so richtig glauben, wenn sie uns sagen „Du reichst aus!“ „Du bist wertvoll!“?
Weil wir uns es selbst nicht glauben. Weil wir Angst vor den vergangenen Gefühlen, Demütigungen, der vergangenen Hilflosigkeit haben. Weil wir Angst vor der Angst haben?
Weil wir uns selber nicht die Erlaubnis geben?

Und während ich hier sitze und diesen Artikel schreibe nagt es an mir… Was wenn es nicht ausreicht? Was wenn ich nicht genug bin, um dieses Herzensthema verständlich auszudrücken?
Also beschließe ich für mich, dass ich mir hiermit die Erlaubnis gebe, dieser Angst ins Gesicht zu sehen und mich dadurch verletzlich zu machen.
Dass ich mir und uns die Erlaubnis gebe, gesehen zu werden, so wie wir sind.

Ja. Ich erlaube mir und uns ‚genug zu sein‘.

Habt eine schöne Woche.

Vom Gefühl „zu viel irgendwas“ zu sein – und der tanzenden inneren Wilden Frau

„Du bist zu dick! Du bist zu dünn! Du redest zu schnell! Du lachst zu laut! Du denkst zu kompliziert, da kommt ja keiner mehr mit! Du bist immer so emotional! Du planst zu viel! Du bist nicht … – Du bist zu … !“

Wer kennt diese Situationen nicht?

Und jedes Mal, wenn ich für irgend jemanden „zu viel irgendwas“ bin, nagt das an mir.
Nagt ein Stück meines Ichs, meines Seins an, macht es mich klein.
Warum eigentlich?
Warum darf ich nicht einfach so sein wie ich bin? Außerdem gebe ich mir doch Mühe, zumindest erträglich angepasst zu sein, freundlich, „Everybody’s Darling“ – und trotzdem kommen sie immer wieder, diese Sprüche, diese hochgezogenen Augenbrauen, oder einfach nur dieser missbilligende Unterton, weil ich mal wieder „zu viel irgendwas“ bin.

Vor einiger Zeit kam mir dann irgendwann die Erkenntnis:
>Ich kann es eh nicht allen recht machen, so sehr ich es auch versuche, irgendwer hat immer was zu knöttern. Dann kann ich auch gleich so sein, wie ich bin und mich wenigstens ganz und unverbogen dabei fühlen!<

Meine ‚innere Wilde Frau‘ jubelte ob dieser grundlegenden, tiefsinnigen Einsicht, denn sie hat es schon lange satt, sich immer wieder zu ducken und sich selber immer wieder auf’s Neue klein zu machen, nur um nicht unangenehm aufzufallen – oder gar noch schlimmer, von anderen mal mehr und mal weniger subtil ausgegrenzt zu werden. UND dabei auch noch das Gefühl zu haben, sich selbst verraten zu haben.
Also ab jetzt: Aufrecht durch‘s Leben! Raum einnehmen! Angriffsfläche bieten!
„Ähm. Naja,“ meldete sich mein ‚angepasstes Selbst‘ vorsichtig zu Wort. „Meinst du nicht, dass du dir damit Chancen verbaust? Dass die Leute dich dann nur noch mehr kritisieren, dich ausgrenzen, an dir dir rumnörgeln? Dass es dadurch einfach nur noch anstrengender wird?“
„Ja. Das ist definitiv der Fall“, stimmte ich meinem angepassten Selbst zu. Aber ‚die anderen‘ machen es doch sowieso. Da bin ich doch lieber ich selbst in meiner vollen Gänze und in meinem „zu viel sein“,  als mich ständig zu fragen, wer jetzt schon wieder was an mir rumzunörgeln hat. Da gehe lieber mit stolz erhobenem Kopf durch mein Leben, als meine Energie vergeblich in dem Versuch darauf zu verschwenden, diese Konflikte und Verletzungen schon im Vorfeld zu vermeiden, indem ich mich verbiege, zurücknehme und selber beschränke – was ja auch nicht funktioniert, denn an mir rumgezerrt und rumgemäkelt wird so oder so.
Deswegen, mein liebes angepasstes Selbst, stecke ich meine Energie ab jetzt lieber in das, was ich bin und erreichen will, und hab noch emotionale Reserven übrig, um mit den zu erwartenden negativen Reaktionen besser umgehen zu können. Hoffe ich.
Und ja, natürlich tut es nach wie vor weh, zu merken, dass ich für irgendjemanden „zu viel“ bin, denn nur weil ich mich jetzt bewusst „für mich als Gesamtpaket“ entschieden habe, hören die „du bist zu viel“s ja nicht auf.
Im Gegenteil, dadurch werden sie gefühlt eher mehr.
Andererseits spüre ich auch die Stärke und meine innere Kraft sehr viel deutlicher, weil ich mich nicht mehr selber klein mache, sondern ich mich ‚ganz sein‘ lasse.
Ja! ICH-MICH. Ein sehr befriedigendes Gefühl.
Jedenfalls schaffe ich das meistens. Manchmal falle ich noch in alte Muster zurück und leide wie ein Schlosshund, bis meine innere Wilde Frau „vorbeigetanzt“ kommt und mich liebevoll mit Anlauf daran erinnert, dass es bei mir liegt, mich klein oder groß zu fühlen, dass es an mir ist, ganz und gar zu sein.

Natürlich gibt es immer noch Situationen im Alltag, an denen ich Kompromisse machen muss, an denen ich manchmal mein „zu viel irgendwas“ zurückschrauben muss, oder es gar freiwillig mache, und natürlich die Stellen, an denen ich ungewollt mit meinem „zuviel irgendwas sein“ anecke. Und in diesen Situationen, mein liebes angepasstes Selbst, bin ich dir sehr dankbar. Du weißt wie es läuft, kennst auch die guten und funktionierenden Mechanismen, und hilfst mir da dann einfach durch. Aber immerhin sind mir diese Momente inzwischen bewusst und ich entscheide immer wieder auf‘s Neue, ob ich das wirklich will oder eben nicht.

Ich glaube, ich bin tatsächlich dabei, meine Furcht davor für andere „zu viel irgendwas“ zu sein, zu bezwingen. Denn ich spüre jetzt wieder, dass ich schon immer meine ganz ureigene, wilde Frau gewesen bin – ich hatte es nur vergessen, verdrängt, verleugnet.

Jede von uns ist ihre ganz eigene Wilde Frau.
Wir sind die Frauen – die Töchter, die Mütter und die Großmütter, die Tanten, Cousinen und Schwestern – die in dieser Welt etwas ausrichten können.
Erlauben wir uns doch einfach selber, in unserer gesamten Fülle GANZ und VIEL zu sein.
Habt eine schöne Woche, Ihr Lieben.

Die Schwesternwunde heilen

Liebe Schwester,

obgleich wir innerlich den tiefen Wunsch verspüren, uns mit anderen Frauen zu verbinden, und uns mit ihnen gemeinsam in Frauenkreisen zu verbinden, gibt es tief in uns eine Wunde, die wir dringend heilen müssen: Die Schwesternwunde

Mit „Schwesternwunde“ meine ich emotionale Wunden, die uns von anderen Frauen in unserem Leben zu gefügt wurden, aber auch die Wunden, die wir anderen Frauen zu führten. Unseren Freundinnen, unseren Schwestern – unserer Mutter.

Was bedeutet Schwesternschaft?

Schwesternschaft bedeutet für mich, dass wir uns selbst in der anderen erkennen, dass´wir darauf vertrauen, dass genug für alle da ist, und das wir darauf vertrauen, dass man sich gegenseitig zu unterstützen. Wir versuchen nicht nur die Vorzüge einer Person zu sehen, sondern auch die Dinge, die unangenehm sein können, oder uns ab stoßen.

In einer Schwesternschaft, lasse ich denjenigen so sein, wie er ist. Wir versuchen einander nicht zu ändern, bis man sich gefällt, sondern wir entscheiden uns, ihn an zu nehmen (dann mit allen Facetten) oder zu gehen (was ja auch manchmal einen vor neuen Verletzungen bewahrt), ohne zu verletzen.

Man kann etwas nicht in Ordnung finden/oder verstehen, und doch gleichzeitig denjenigen in seiner Ganzheit zu akzeptieren. Es ist in Ordnung, wenn man  diese Dinge nicht gut finden – aber frau kann sie so stehen lassen.

Aber das geht nur, wenn ich meine eigenen inneren Wunden geheilt habe:

Heile deine Wunde

Die Schwesternwunde zu heilen heißt, zu schauen:

  • Wo wurde ich verletzt?
  • Von wem wurde ich verletzt?
  • Wodurch wurde ich verletzt?

Aber auch ehrlich mit sich selber zu sein, und zu sehen:

  • Wen habe ich verletzt?
  • Wie habe ich verletzt?
  • Warum habe ich verletzt?
  • und was hat das mit mir gemacht?

Denn oft fühlen wir uns selber nicht gut dabei. Wir wissen intuitiv, dass das uns nicht weiter helfen wird. Ich möchte dich motivieren, gemeinsam mit mir, diese alten Verwundungen nun los zu lassen, um sie im Licht zu transformieren.

Bitte führe diese Meditation nur dann aus, wenn du dich emotional in der Lage siehst, mit all den negativen Emotionen, die hoch kommen (können), um zu gehen. Wenn heute nicht so ein Tag ist, dann führe sie an einem anderen aus.

Wenn ich diese Art von Lichtarbeit getätigt habe, fühle ich mich stets ein wenig mehr mit der Quelle verbunden, und tiefer in mir verwurzelt. Ich hoffe auch du kannst nun innerlich einen Frieden empfinden, und du konntest einen Schritt mehr in das Verzeihen eintauchen.

Es ist mir klar, dass eine solche Meditation nicht alle Verletzungen spontan heilt – das wäre natürlich wundervoll, aber viele tiefe Wunden sind durch Wiederholungen entstanden. Dementsprechend ist dies der Beginn der Heilung. Du hast die Bereitschaft dazu, und schon alleine das, wird eine Veränderung hervor rufen. Ich möchte dich motivieren, diese Übung häufiger für dich zu tun. Du kannst dafür die obige Meditation nutzen, oder aber deine eigene entwickeln.

Wozu das Ganze?

Wenn wir unsere wunden Punkte kennen, können wir offen damit umgehen. Wir können es uns erlauben, uns verletzlich zu zeigen, und damit unserem Gegenüber ermöglichen, sich selbst auch verletzbar zu machen. Wenn ich nicht angreife, um mich selber zu schützen, oder das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, kann ich auch mein Gegenüber dazu ermuntern, sicjh zu öffnen, und nicht an zu greifen.

Dazu ist man allerdings erst wirklich in der Lage, wenn man keinen eigenen Schmerz/Groll in sich trägt, aus dem man heraus aggressiv handeln würde (um sich zu verteidigen).

Leider funktioniert das nicht immer, aber das Leben findet, wie Brene Brown sagte, in einer Arena statt… ich kann mich entscheiden, ob ich zu sehe, oder ob ich hinein steige – dann lebe ich – setze mich aber der Gefahr der Verletzungen aus.

Zum Schluss noch zwei Buchempfehlungen, wenn du dich noch mehr mit dem Thema „Vergebung“ und „Verletzlichkeit“ aus einander setzen, und nicht darauf warten willst, bis ich dazu mehr blogge: (Affilate-Links) – ich empfehle ausschließlich Bücher, die ich selbst gelesen hab.

Trau dich, und teile mit uns, deine Erfahrung: War die Meditation für dich hilfreich? Konntest du ein wenig vergeben? Wie hast du dich danach gefühlt? Wie siehst du das Thema Schwesternwunde?

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Heile dich – heile die Erde

Warum du dich unbedingt auf deine Heilungsreise begeben solltest…

Auf meine Heilungsreise habe ich mich zuerst nicht freiwillig begeben. Mir ging es schlecht, und ich wollte lediglich Linderung für mich selbst. Nach und nach ging es mir besser, und ich merkte, wie sich auch mein Umfeld veränderte. Ich merkte, welch einen großen Einfluss meine Heilung auf mein direktes Umfeld nahm, und wollte mehr. Jetzt nicht mehr nur für mich, sondern, ganz besonders für meine Familie. Und je weiter ich kam, je mehr ich arbeitete und veränderte, desto größer wurde der Kreis.

Wie im Kleinen – so im Großen

Und nun möchte ich andere motivieren, selber heil zu werden. Egal, ob es nur um einen Denkanstoß geht, den du von hier mit nimmst, ob du noch tiefer in die Materie ein dringst, in dem du dir ein passendes Buch zu dem Thema durch liest, oder vielleicht konkretere Fragen hast, auf die du eine Antwort suchst. Ich möchte, dass du weiter kommst, auf deiner Reise zu dir selber. Denn stell dir vor, wie groß die Heilung sein könnte, wenn sich alle Frauen auf den Weg der Heilung machen würden.

Heilung finden

Um für dich passende Beiträge zu schreiben, dir konkrete Hilfestellung und Tipps zu geben, vielleicht auch Anleitungen, die dich weiter bringen, bitte ich dich, mir zu verraten, wo du Hilfe brauchst.

  • Wo steckst du feste und kommst gerade nicht weiter?
  • Welche Dinge passieren immer wieder?
  • was würde dir helfen?
  • Was wünscht du dir?

Wenn es sich für dich richtig an fühlt, kannst du deine Geschichte und deine Antworten gerne als Kommentar schreiben. Wenn du es lieber privater magst, kannst du mir auch eine E-Mail schicken, oder auf facebook mir eine Nachricht zu kommen lassen – oder eine Direktnachricht auf Instagram. in jedem Fall freue ich mich sehr. Ich möchte, dass du hier genau das findest, was du brauchst.

Merken

Merken

Merken

Merken

The Work – von Byron Katie

Du siehst das, was du glaubst
Du erfährst das, was du denkst
Deine Welt ist ein Spiegel.
– Ana –

Aus gegebenen Anlass möchte ich dir „The Work“ von Byron Katie vorstellen – es ist eine einfache Methode, um Gedanken auf die Schliche zu kommen, die Leid und Schmerz verursachen. Zum Beispiel Projektionen eigener Themen auf andere.

Mir selber hat sie sehr geholfen, als ich mit einer postpartalen Depression kämpfte. Byron Katie hatte die Erkenntnis, die die Grundlage ihrer Arbeit wurde, während einer Depression.
Sie fand heraus, dass nicht die Welt um sie herum der Grund für ihre Depression war, sondern ihre Gedanken über diese Welt… ihre eigenen inneren Ãœberzeugungen und Erwartungen.
Die Methode besteht aus vier Fragen die man sich stellt, und dann selber beantwortet – ich gebe dazu mal ein Beispiel:
„X mag mich nicht mehr, deswegen ruft sie auch nicht so häufig an, wie zu Beginn unserer Freundschaft! – X soll mich häufiger anrufen!“
Das ist der ausgehende Gedanke – er macht mich wütend und ich bin enttäuscht, fühle mich zurück gestoßen. Es geht mir damit also nicht gut!

 Frage: Ist das wahr?

Ja, denn sie hat sich am Anfang viel häufiger gemeldet! Ich bin ihr nicht mehr wichtig.

Frage: Kann ich mir sicher sein, dass das wahr ist?

Mhmm – nun ja, sie hat zwar weniger angerufen, aber ob ich ihr deswegen nicht mehr wichtig genug bin, kann ich nicht mit 100% Sicherheit sagen…

Frage: Was passiert, wenn ich diesen Gedanken weiter denke?

Ich wäre enttäuscht und wütend. Ich würde sie vielleicht nicht mehr anrufen, oder, ggf. noch schlimmer – ich würde sie anrufen und ihr vor den Kopf knallen, wie gemein sie ist, und dass ich so wütend und enttäuscht von ihr bin, weil sie mich nicht mehr liebt…
(Der Gedanke läst also eine ganz schöne Apokalypse in meinen Gedanken aus. Mir geht es nicht gut – ich fühle mich schlecht )

Frage: Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Ohne ihn, wäre ich erleichtert und diese Erleichterung gibt Raum für neue Gedanken…

Kehre dann die Aussage um:

Man kann diverse Umkehrungen finden, gehe da ganz spielerisch dran:
* Ich mag X nicht mehr, deswegen rufe ich sie nicht an
* ich sollte sie häufiger anrufen
* Ich sollte sie anrufen und ihr sagen, wie wichtig sie mir ist, vielleicht habe ich sie weniger angerufen als zu Beginn unserer Freundschaft
* Vielleicht weiß sie nicht, wie wichtig sie mir ist
oder so:
„Ich sollte X anrufen und ihr sagen, wie wichtig sie mir ist – vielleicht habe ich sie weniger angerufen als zu Beginn unserer Freundschaft und sie weiß nicht, wie wichtig sie mir ist!“
(Also ins Gegenteil; zum anderen und zu mir selber)
Am Ende sieht man, dass es eigentlich nur die eigenen Erwartungen und Überzeugungen sind, die einem selber im Wege stehen. Leider weiß die betroffene Person aber gar nichts über die Gedanken und Erwartungen, die man an sie stellt – oder die Emotionen, die mit ihr verbunden sind. Durch diese Methode, ist es möglich, sich selber zu reflektieren und zu schauen, was zu einem selber gehört und auch, wie man die Situation ggf. lösen kann… in dem man dann zum Beispiel selber in Aktion tritt, und der Person das gibt, was man eigentlich von ihr erwartet hätte…
Du findest auf der offiziellen Seite „The Work“ auf der linken Seite ganz unten auch Arbeitsblätter zum herunter laden (kostenfrei), die jede Frage auch noch einmal detailiert beschreiben und Hilfestellungen geben. Dort findest du auch ein Arbeitsblatt, um eigene Überzeugungen zu untersuchen und eins, was sich mit dem Urteilen über Mitmenschen befasst. Außerdem ist hier noch eine Seite mit wundervollen Zitaten aus ihren Büchern, von denen auch das Zitat auf dem obigen Bild stammt.
Diese vier Fragen haben mir schon in vielen Situationen geholfen, und mich vor unüberlegten Handlungen bewahrt, aber mir auch sehr viel über mich selber verraten und mir beim Umdenken geholfen. Gerade weil ich so viele positiven Erfahrungen damit gemacht habe, möchte ich sie dir ans Herz legen.
Damit ich immer wieder daran erinnert werde, habe ich sie auch stets bei mir – sie stehen auf einer Karteikarte, die in meiner Handytasche steckt… man sieht dort immer die erste Frage – und für den Einstieg, die wichtigste Frage:
Ist das wahr?

Hast du auch schon Erfahrungen mit „The Work“ gemacht?

(Quellenangabe: „Lieben was ist“ von Byron Katie, „The Work“ Arbeitsblätter und Homepage. Diese Methode stammt von Byron Katie und ist als „The Work“ bekannt)

Merken