Die Ebenen der Selbstfürsorge

In meinen Augen, ist es nicht damit getan, sich irgendwie gut zu tun. Selbstfürsorge heißt, dass ich auf diversen Ebenen für mich sorge. Und Sorgen bedeutet nicht nur, dass ich mir etwas tue, was sich gut anfühlt, sondern leider auch Dinge, die ich gar nicht so gerne hab, wie die Termine bei der Gynäkologin, oder beim Zahnarzt. Sich um sich zu sorgen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, und wirklich in sich zu hören, was man braucht, und wie man dafür sorgen kann, dass man gesund und aktiv bleibt.

Ebenen der Selbstfürsorge

Es gibt für mich sechs Bereiche in meinem Leben, in denen ich auf mich acht geben kann. Das erscheint im ersten Moment vielleicht viel, bietet jedoch auch die Möglichkeiten, wie ich meine Selbstfürsorge verbessern kann. Und ich muss dazu sagen, es gibt Bereiche, da fällt es mir leichter, gut auf mich zu achten – und in anderen Bereichen muss ich noch üben. Wie häufig sind doch die Tage, wo man schlecht geschlafen hat, man ständig um Eisberge herum navigieren muss (gerade mit Kids oder auf der Arbeit) und am Ende der Energie noch so viel Tag übrig ist. Gerade an solchen Tagen müssen wir gut für uns sorgen, und wissen, was wir brauchen, um unsere Tasse wieder auf zu füllen… Der erste Schritt, um etwas zu verändern, ist ja die Bewusst-Werdung.

Physische Selbstfürsorge – mein Körper, mein Tempel

Die Sorge um den Körper umfasst für mich die äußere Ebene meines Körpers, wie Haarpflege, Körperpflege und „Instant-Haltung“, als auch Vorsorge Untersuchungen. Und was man sich so auf die Haut schmiert. Sein Auto bringt man zum TÜV, lässt die Bremsen checken, wechselt das Öl und fährt durch die Waschstraße – und oft vergessen wir, dass unser Körper das wichtigere „Fortbewegungsmobil“ ist, als unsere Autos…

Und dann gibt es da noch die Innere Ebene der Körperpflege – unsere Nahrung. Was geben wir in unsere Körper? Trinken wir genug? Bekommt er genug Nahrung und Bewegung an der frischen Luft? Bekommt er Sonnenlicht?

Was sind die Dinge, die du tust, die kontraproduktiv für deinen Körper sind? Was braucht dein Körper (mehr/weniger)? Wie kannst du ihm etwas gutes tun? 

 

Emotionale Selbstfürsorge

Emotionale Selbstfürsorge bedeutet für mich, dass ich meine Gefühle nicht nur zu lasse, sondern ihnen erlaube zu sein. Ich gebe mir selber die Erlaubnis mich so zu fühlen, wie ich mich gerade fühle. Für mich bedeutet es auch, dass ich mir bewusst werde, wie ich mit bestimmten Emotionen umgehe, und was ich über sie denke… habe ich gelernt, dass es schlecht ist, wütend zu sein? Oft stecken alte Glaubenssätze hinter solchen Abneigungen, oder schamhafte Erfahrungen. Emotional gut für mich zu sorgen, bedeutet auch, dass ich freundlich zu mir selber bin, das ich versuche, mir gut zu zu reden, und versuche, mich selber zu unterstützen.

Hast du guten Kontakt zu deinen Emotionen? Wie gehst du mit ihnen um? Was sind negative Coping Methoden, die ich bei bestimmten Emotionen verwende? Welche lehne ich ab? (und warum?) Was kann ich tun, um meine Gefühle mehr Raum zu geben? Was kann ich tun, um besser mit ihnen um zu gehen?

 

Persönliche Selbstfürsorge

Da geht es um mein authentisches Ich – um meine Träume und Bedürfnisse und wer ich wirklich bin. Hier geht es um Selbstakzeptanz, und Selbstwert. Bin ich es mir wert, mich um meine Bedürfnisse zu kümmern? Darunter fallen für mich all die Dinge, die mir Spass machen, die ich gerne tue und meinen inneren Garten.

Was sagst du zu dir selber? Wie oft veränderst du dich, um anderen zu gefallen? Was kann dir zu einer tieferen Verbindung zu dir Selbst verhelfen? Was liebst du zu tun? Was macht dir Spass/Freude? Was tut dir gut und was nicht? 

 

Soziale Selbstfürsorge

Hier geht es darum, sich bewusst zu werden, was man in diesem Bereich braucht – der eine ist glücklich, wenn er viele Kontakte und viele Termine hat, während der andere lieber alleine verbringt, und nur wenig enge Kontakte wünscht. Was braucht du? Und natürlich geht es um die Qualität der Kontakte und Freizeitaktivitäten. Es hilft dir ja nicht, wenn du nach dem Wochenende, Erholung vom Wochenende brauchst, oder? Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur deinen eigenen Weg.

Bist du glücklich mit deinen Sozialen Kontakten? An welchen Beziehungen möchtest du arbeiten? Wie kannst du deine Freundschaften vertiefen? Welche Kontakte tun dir nicht gut? Wonach sehnst du dich in Freundschaften? Liste Freunde auf, die dich wahrlich unterstützen. was möchtest du tun, um neue Kontakte zu knüpfen? 

 

Spirituell/mentale Selbstfürsorge

Mental gut für sich zu sorgen heißt für mich, dass ich mir bewusst mache, womit ich mich täglich befasse, und wie es mir damit geht. Möglicherweise beschäftige ich mich immer mit den gleichen Themen, die mir langsam langweilig werden, oder ich sehne mich nach einer spirituellen Praxis. Das könnte das eigene Glaubenssystem sein, als auch die spirituellen Erfahrungen, die ich mache(n will).

Was füllt deinen Geist auf? Was sind deine Interessen? Worüber möchtest du etwas neues lernen? Glaubst du an eine „höhere Führung“ in deinem Leben? Wie kannst du deinen Kontakt dazu vertiefen? Wie hat sich dein Glauben über die Jahre verändert? Was ist hilfreich? Und was nicht? 

 

Finanzielle Fürsorge

Finanzielle Selbstfürsorge könnte man auch mit dem „Sicherheit“ betiteln. Alle Menschen haben ein Bedürfnis nach Sicherheit, doch geben wir diesem Gefühl Raum? Manchmal ist es unangenehm sich mit bestimmten Themen auseinander zu setzten, und die finanzielle Selbstfürsorge kann ein solcher Punkt sein. Jedoch finde ich ihn sehr wichtig, damit ich mich gut fühle. Das schließt zum Beispiel auch meinen Beruf ein, in dem ich mich befinde. Es lohnt sich, einmal in sich zu schauen, um alles auf den Prüfstand zu setzten.

Bist du zufrieden mit deinem Job? Weißt du, wieviel du auf deinem Konto hast? Gibt es etwas, für das du sparen möchtest? Was ist dein monatliches Budget, was du ausgeben kannst? Was kannst du im Monat sparen? Was könntest du tun, um besser für dich im finanziellen Bereich zu sorgen? 

 

Das alles sind nur Beispiele, wie du dich an die Themen heran wagen kannst. Aber ich denke, es gibt dir schon einmal einen Einblick in jede Bereiche, und wie gut du dort für dich selber sorgst. Es wird sicherlich Bereiche geben, in denen es dir leichter fällt, als in anderen Bereichen, und das ist völlig ok. Du hast hier die Möglichkeit, dir Wege zu überlegen, wie du die anderen Bereiche mit ein beziehen kannst. In den kommenden Wochen, werde ich darauf gerne auch noch weiter eingehen.

Ich persönlich finde Selbstfürsorge ist ein wunderbarer (praktischer) Weg, um sich selber zu lieben. Und da wir selber die wichtigesten Menschen i9n unserem Leben sind, sind wir es wert. Außerdem kann ich nur gut für andere sorgen, wenn es mir gut geht.

Wie ist es bei dir? Wie weit geht deine Selbstfürsorge? Wo fällt es dir leicht? Welcher Bereich fällt dir schwerer als andere? Was kannst du heute tun, um besser auf dich acht zu geben?

 

 

 

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