Die Wolfsfrau – Die Skelettfrau und das Herz der Liebe

Einführung:

Gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Oliver-Lloyd, habe ich mich erneut auf die Suche nach mir selbst gemacht. Zum wiederholten Male arbeiten wir uns durch das Buch „die Wolfsfrau“ und werden die Geschichten gestalterisch darstellen. Denn was spricht unsere Seele mehr an, als Bilder? Ich habe mich dazu entschlossen, die Essenzen und Weisheiten, die ich für mich aus den Geschichten ziehe, mit dir zu teilen… Hier kommst du zu den vorherigen Geschichten:

Die Skelettfrau

Vor langer Zeit, wurde eine junge Frau von ihrem Vater von einer Klippe geworfen, sie ertrank und ihr Leichnam verblieb im Wasser und wurde von den Fischen bis auf ihre Knochen verspeist. Die Fischer und Jäger der Region glaubten, dass ihr Geist doret spukte, weshalb sie die Bucht mieden. Ein fremder Fischer aber, der von den Geschichten nichts wusste, angelte eines Tages dort.

Sein Haken verhedderte sich in dem Skelett, was sich Unterwasser dagegen wehrte, und versuchte, sich von dem Haken zu befreien. Dabei verhakte es sich nur noch mehr in der Angelschnur. Der Fischer rechnete mit einem großen Fang, als er das wilde Treiben zu sich ans Boot ziehen wollte und erschrak sehr, als er das Skelett sah. In seinem Schreck, versetzte er dem „Scheusal“ einen Tritt mit seinem Paddel und ruderte an Land. Doch das Skelett, was sich auf befreien wollte, war so verstrickt in seine Angelschnur, dass es beiden nicht gelang, sich voneinander zu trennen. Weil er seine Angel nicht weg schmeißen wollte, rannte er davon, und versuchte die Knochen los zu werden. Die Skelettfrau aber, griff im Vorbeilaufen einige Fische und verspeißte sie – und folgte ihm auch in sein Iglu.

Dort angekommen, zündete der Fischer eine Lampe an, und sah einen  Knochenhaufen, der völlig durcheinander lag, verheddert in seiner Angelschnur. Und wie er es so ansah, so bekam er Mitleid mit ihm, und began, die einzelnen Knochen aus der Schnur zu entwirren, und zu ordnen. Als er damit fertig war, schließ er erschöfpt ein – eine Träne rann ihm aber über die Wange, die die Skelettfrau trank. Diese stillte ihren Durst, und so griff sie nach seinem Herz und trommelte. Sie trommelte und sang für alles, was sie brauchte – ihr Fleisch, ihre dunklen Augen und ihre Haare. Dann gab sie ihm sein Herz zurück und schlief neben ihm ein. Sie erwachten am nächsten Morgen eng umschlungen und mussten nie Mangel leiden.

Weisheit der Geschichte

Für mich gibt es persönlich zwei Aussagen, die ich aus der Geschichte ziehe: „Habe keine Angst davor, dein Herz zu verlieren“ und „Du selber must dir geben, was du brauchst!“

Wie wir selber uns verändern, so verändern sich auch unsere Beziehungen – ganz gleich, ob romantischer oder platonischer Art. Wenn wir uns verändern, stirbt unser altes Ich – andere Dinge werden wichtiger, wir wandeln uns und legen Dinge ab. Für eine Beziehung ist es darum immer wichtig, Wandel zu zu lassen, aber auch sich selber mit zu wandeln. Zu erforschen, was das Neue „Wir “ sein könnte, was entsteht.

Dazu kommt auch, dass unser Leben in Zyklen verläuft, ganz genau, wie die Natur. Es kann nicht immer nur Sommer sein. Und auch in Beziehungen gibt es Winter – in denen der innere Kontakt schwerer zu halten ist, in dem die Leichtigkeit fehlt. Solche schwierigen Zeiten, sind Prüfungen für eine Beziehung, ermöglichen aber auch einen neuen, tieferen Kontakt zu einander.

Der Wunsch danach, hin zu sehen – der Skelettfrau zu begegnen – die „Knochen“ zu entwirren und den Faden zu entknoten, kann dazu führen, dass das Vertrauen der beiden Partner sich verstärkt, man sich besser kennen lernt, und die Bereitschaft da ist, die Herzen wieder schneller schlagen zu lassen. In dem man den Partner wieder mehr mit den Augen der Liebe an sieht, sich bewusst macht, was man aneinander mag und neue Aufgaben gemeinsam besteht.

Für mich persönlich bedeutet das aber auch, dass ich nicht die Erwartung haben darf, dass andere mir das geben, was ich brauche, sondern dass Ich selber dafür verantwortlich bin, gut für mich zu sorgen.

Umsetzung für den Alltag

Wie steht es um deine Beziehungen? Hast du Angst dein herz zu verlieren? Wurdest du schon oft enttäuscht? Konntest du diese Wunden heilen? Oder zerfressen sie dich? Was liegt unter deiner Oberfläche? Zeigst du es anderen? Und bist du bereit auch bei anderen wahrlich hin zu sehen? Bekommst du in deinen Beziehungen das, was du brauchst? Prüfe, ob es Dinge sind, die du dir nur selber geben kannst – oder ob diese Beziehung dir vielleicht gar nicht gut tut. Sorgst du gut für dich? Was kannst du tun, um mehr Leichtigkeit in deine Beziehung zu bringen? Kannst du mit deinem Partner reden?

Wenn du magst, lade ich dich herzlich ein, gemeinsam mit mir uns vielen Gleichgesinnten, das Buch „[amazon_textlink asin=’3453132262′ text=’die Wolfsfrau‘ template=’ProductLink‘ store=’not-specified‘ marketplace=’DE‘ link_id=’30a05ac8-0583-11e8-a44e-abb38a1a4d7c‘]“ durch zu arbeiten. Du kannst in deinem Tempo das Buch lesen, oder nach diesen Blogbeiträgen und du kannst für dich, die Geschichten bildlich gestalten. Beantworte für dich die Fragen, und wenn du magst, tausche dich mit anderen Frauen hier aus.

Hier geht es zu den anderen Geschichten:

LaLoba – die Wolfsfrau

Blaubart – die verbotene Tür

Baba Yaga – die weibliche Urkraft

Manawee – der wilde Mann

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