Die Wolfsfrau – Baba Yaga und die weibliche Urkraft

Einführung:

Gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Oliver-Lloyd, habe ich mich erneut auf die Suche nach mir selbst gemacht. Zum wiederholten Male arbeiten wir uns durch das Buch „die Wolfsfrau“ und werden die Geschichten gestalterisch darstellen. Denn was spricht unsere Seele mehr an, als Bilder? Ich habe mich dazu entschlossen, die Essenzen und Weisheiten, die ich für mich aus den Geschichten ziehe, mit dir zu teilen… Hier kommst du zu den vorherigen Geschichten: LaLoba – die Wolfsfrau und Blaubart – die verbotene Tür

Vasalisa

Das Mädchen Vasalisa bekommt kurz vor dem Tod ihrer guten Mutter eine Puppe geschenkt, die ihr hilfreich zur Seite stehen soll. Später heiratet der Vater erneut, und Vasalisa bekommt zwei Stiefschwestern. Leider wurde sie von den drei neuen Frauen im Hause schlecht behandelt und musste als Dienstmagd dienen. Sie löschten das Herdfeuer, schickten sie in den dunklen Wald, um neues Feuer von der Hexe Baba Yaga holen.  In Wirklichkeit hofften sie, dass die Hexe das kleine Mädchen verschlingen würde. Artig gehorchte Vasalisa und befragte ihre Puppe, wohin der Weg führe und diese wies ihr den Weg. Sie fütterte die Puppe und es begegneten ihr drei Reiter.

Das Haus Baba Yagas wird als merkwürdig beschrieben, da es auf Hühnerbeinen stand und von Knochenzaun umgeben war. Vasalisa fürchtete sich vor der Hexe, doch bat sie um das Feuer. Baba Yaga sagte ihr dies zu, wenn sie Aufgaben zu ihrer Zufriedenheit erfüllt habe, sonst würde sie sterben. Sie sollte Kleider waschen, das Haus fegen und eine Mahlzeit kochen. Dann musste sie das Korn trennen und später Mohnsamen aus Erde bergen. Alle Aufgaben waren für wahr nicht umsetztbar, und Vasalisa schaffte dies nur, durch die Hilfe ihrer treuen Puppe, die sie stets zu füttern wusste, und die ihr stets den Weg wies. Schlussendlich hatte sie auch die letzte Aufgabe überstanden und bekam das Feuer, das sie in einem Schädel nach Hause trug. Die Stieffrauen waren nicht begeistert. Als Vasalisa am kommenden Morgen aufwachte, war von ihnen aber nur noch ein Häufchen Asche übrig.

Weisheit der Geschichte

Vasalisa ist eine Einweihungsgeschichte. Sie enthält das Wissen, was man als Mädchen braucht, um zu einer reifen, starken Frau zu werden.

Die Puppe repräsentiert hier die eigene Intuition, die innere Stimme, der man trauen darf. Es ist natürlich auch die Stimme, mit der man sich selber begegnet, die Gespräche, die man mit sich führt. Es ist die Stimme unserer Mutter, die dort weiter in uns spricht. Jedoch haben wir alle die Aufgabe, nach und nach diese Dinge an zu sehen, was haben wir gelernt? Was ist hilfreich? Und was müssen wir sterben lassen? Durch einen neuen Dialog/neues Wissen ersetzten? Wer bist du wirklich? Unter den ganzen Schichten von Aussagen, die jemals über dich gesagt wurden? Oft ist es leider so, dass man erst an den Punkt der absoluten Hoffnungslosigkeit kommen muss, bis man bereit ist, etwas zu verändern. Für Vasalisa ist das der dunkle Wald in den sie sich begibt, um ihr eigenes Licht zu suchen und dabei absolut auf die Worte ihrer Intuition vertrauen.

Baba Yaga steht hier für die eigenmächtige, weibliche Urkraft. Zuerst steht ein Großputz an – alle Ecken der Seele werden gereinigt, Ansichten und Glaubenssätze entstaubt und entsorgt, Wertvorstellungen poliert und sich die Grundmuster des Lebens ansehen. Auf dem Feuer der eigenen Leidenschaft wird das neue Lebenssüppchen gebraut, eine, die unser Sein nährt. Wir werden aufgefordert uns über die Wahrheiten zu informieren – bzw. das Wissen in Frage zu stellen. Wir müssen lernen, was wir in unseren Leben mähren und leben lassen wollen. Aber auch, was gehen muss, weil es uns nicht fördert, oder sogar hindert.

Hat man die Aufgaben und Einweihungen erfolgreich überstanden, kann man die innere Kraft – das innere Feuer für sich tragen. Es leuchtet fortan in jede dunkle Ecke und man kann bestimmte Dinge einfach nicht mehr übersehen. Man muss sich mit den Dingen beschäftigen, die in einem ruhen und sich immer wieder neu erkennen.

Umsetzung für den Alltag

Wie sehr ist deine Intuition ausgeprägt? Wie kannst du deine innere Stärke füttern, damit sie kräftiger wird? Was hat man dir gesagt, wer du bist? Wie du bist? Und wie bist du wirklich? Wie sehr vertraust du deiner eigenen Weisheit? Deinem Inneren Gefühl? Wie stehst du zu deiner inneren weiblichen Kraft? Wie sieht du sie? Hast du Angst vor ihr, weil sie nicht „nett und freundlich“ ist, oder bist du dich ihrer voll bewusst? Wie könntest du dich ihr näher, und sie auf eine, für dich funktionierende Weise, in dein Leben integrieren? Wer bist du hinter deiner Maske? Was nährt dich? Wie kannst du mehr davon in dein leben einbauen? Trägst du den Feuerschädel?

Wenn du magst, lade ich dich herzlich ein, gemeinsam mit mir uns vielen Gleichgesinnten, das Buch „[amazon_textlink asin=’3453132262′ text=’die Wolfsfrau‘ template=’ProductLink‘ store=’not-specified‘ marketplace=’DE‘ link_id=’30a05ac8-0583-11e8-a44e-abb38a1a4d7c‘]“ durch zu arbeiten. Du kannst in deinem Tempo das Buch lesen, oder nach diesen Blogbeiträgen und du kannst für dich, die Geschichten bildlich gestalten. Beantworte für dich die Fragen, und wenn du magst, tausche dich mit anderen Frauen hier aus.

Machst du mit?

3 Gedanken zu „Die Wolfsfrau – Baba Yaga und die weibliche Urkraft

  1. Halli hallo 🙂

    Vielen Dank für diesen sehr inspirierenden Artikel. Das Buch klingt klasse, habe es selbst bisher noch nicht gelesen, aber das werde ich wohl bald nachholen.

    Hab einen schönen Samstag. <3

    Zauberhafte Grüsse
    Nicky

    1. Hey Nicky,
      ja, es ist wirklich toll. es ist nun das dritte Mal, dass ich es lese, und ich erfahre jedes Mal neue spannende Dinge, die mich auf andere Gedanken bringemn. Ich kann es wirklich nur empfehlen

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