Wolfsfrau: der Schlüssel zur verbotenen Tür

 

Einführung:

Gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Oliver-Lloyd, habe ich mich erneut auf die Suche nach mir selbst gemacht. Zum wiederholten Male arbeiten wir uns durch das Buch „die Wolfsfrau“ und werden die Geschichten gestalterisch darstellen. Denn was spricht unsere Seele mehr an, als Bilder? Ich habe mich dazu entschlossen, die Essenzen und Weisheiten, die ich für mich aus den Geschichten ziehe, mit dir zu teilen… Hier kommst du zur ersten Geschichte: LaLoba – die Wolfsfrau

Blaubart

Eine Junge Frau begegnet, gemeinsam mit ihren Schwestern und Mutter, einem mysteriösen Mann mit bläulichem Bart. Und obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint, reden sie es sich schön. so dass die Jüngste sogar bereit ist, ihn zu heiraten und auf sein großes Schloss kommt. Sie dürfe überall hin, nur den kleinen Schlüsse solle sie nicht nutzen – sagt Blaubart, bevor er ein paar Tage davon reist. Gemeinsam mit ihren Schwestern schauen sie in jeden Raum, öffnen jede Tür – auch die verbotete. Dort sehen sie die körperlichen Überreste junger Frauen. Der Schlüssel beginnt zu bluten und hinterlässt eine Spur, die die Jüngste nicht vertuschen kann. Als Blaubart, wieder daheim, dies sieht, will er sie für ihren Ungehorsam töten. Nur mit einer List und der Hilfe ihrer Brüder entkommt sie Blaubart, der von den Brüdern nieder gestreckt wird.

Weisheit der Geschichte

Unsere Intuition weiß oft schon viel früher, wenn etwas mit jemandem nicht stimmt, wenn eine Situation bedrohlich ist. Sie gibt uns ein flaues Gefühl – doch hier haben die Frauen nicht darauf gehört. Die Jüngste ist naiv, sieh hält an ihren Wunschträumen fest und hofft sie mit ihm in die Tat umgesetzt. Ferner ist sie ein braves Mädchen, dass höflich und gut erzogen ist. Wie könnte sie da bei einem solchen stattlichen Mann „Nein“ sagen? In dem Schloss ist sie eine Gefangene, denn es gibt Regeln, an die sie sich halten muss – Verbote, die nicht überschritten werden dürfen…der goldene Käfig – aber auch eine innere Opferhaltung. Doch sie trägt den Schlüssel – Wissen ist Macht – je mehr du bereit bist, wirklich hin zu sehen und zu er-kennen, desto mehr wird man möglicherweise ent- täuscht, doch man sieht nachher viel klarer, was ist. Das bedeutet auch, in sich zu schauen und Selbst-Erkenntnis zu erlangen, damit man seine Stärken und Schwächen identifiziert, und versteht, warum man handelt, wie man handelt. Das ist ein schmerzhafter Prozess, doch er ermöglicht uns, andere Handlungswege zu finden. Leider kann man nicht mehr zurück, wenn man die Wahrheit erst einmal gesehen hat. Von da aus gibt es nur noch einen Weg – raus aus der Situation. Wie das Mädchen in der Geschichte, braucht man einen Fluchtplan – einen Weg, um aus der Situation heraus zu kommen. Und dann darf man seine inneren männlichen, kriegerischen Aspekt (die Brüder) zum Kämpfen mobilisieren, wütend werden, Stärke zeigen.

Umsetzung für den Alltag

Hörst du auf deine Intuition? Vertraust du der inneren Stimme? In welchen Situationen hatte sie recht? Wann hast du nicht auf sie gehört? Glaubst du, du musst auch heute noch immer freundlich und nett sein? Hast du Angst davor, jemanden zu enttäuschen, wenn du das sagst, was du wirklich fühlst/willst (z.b. nein)? Hast du vollkommen erkannt, dass du dein Leben gestaltest? Dass du die Verantwortung für dich trägst? Oder bist du Opfer deines Lebens? Wie gut kennst du dich? Kannst du dich annehmen? Was fällt dir dabei besonders schwer? Gibt es Situationen in deinem Leben, wo du dich unterdrücken lässt? Wo du das tust, was du eigentlich nicht willst? Gibt es Ideen für eine Flucht? Wie könnte sie aussehen? Hast du „Blaubärte“ in deinem Leben (gehabt)? Was macht sie für dich aus?

 

Ich werde diese Reise unternehmen, ich habe sie schon einmal getan und ich lade dich dazu ein, mich dabei zu begleiten. Du kannst in deinem Tempo das Buch lesen, oder nach diesen Blogbeiträgen und du kannst für dich, die Geschichten bildlich gestalten. Beantworte für dich die Fragen, und wenn du magst, tausche dich mit anderen Frauen hier aus.

Machst du mit?

2 Gedanken zu „Wolfsfrau: der Schlüssel zur verbotenen Tür

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