Das rote Zelt – was ist das?

Was ist ein rotes Zelt?

Ein rotes Zelt ist angelehnt an die indigen Mondhütten, die es in vielen Kulturen überall auf der Welt gab, und viele Namen hatte. Einmal im Monat, meistens zu Neumond, trafen sich die Frauen in diesem geschützten Raum – um dort ihre Geschichten zu teilen, Rituale zu feiern, sich gegenseitig zu stärken und unterstützen. Sie teilten ihr Wissen über Heilung, Geburt und Tod. Sie wurden aufgefangen in ihrem Schmerz, teilten ihre Freuden und Erfolge und diese Gemeinschaft verlieh ihnen eine innere Stärke, mit der sie die Aufgaben des Alltags wieder gut bewältigen konnten.

Warum ist ein rotes Zelt heute so wichtig?

In der Vergangenheit wurden wir Frauen verteufelt – vielleicht wegen des Wissens, was in uns schlummert, wegen den Mysterien, auf die wir Zugriff haben – unsere innere Stärke. Wir wurden verbrannt, ermordet und als „Schuld“ dargestellt. Die Zelte wurden aufgelöst, die Gemeinschaft unter Frauen zerbrochen. Während der Hexenverbrennungen wurden wir gezwungen unsere Schwestern zu verraten, was zu einem tiefen Misstrauen  untereinander führte. Die Schwesternwunde.

Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Erfahrung immer noch in uns schlummert. Die Angst und Furcht vor unserer eigenen Stärke, vor unserer innewohnenden Kraft. Aber in uns vernehmen wir eine große Sehnsucht danach. Wir möchten authentisch sein, wir sehnen uns nach Schwestern und Vertrauten. Wir sehnen uns nach Heilung.

Aus diesem Grund gibt es das rote Zelt.

Was passiert in unserem roten Zelt?

Wir (er)schaffen Verbindungen – den roten Faden, der sich durch unsere Geschichte zieht nehmen wir wieder auf und schreiben HERStory.

(Rück)Verbindung mit unserem eigenen Körper und Zyklen

(Rück)Verbindung an unsere innere Kraft und Stärke

Herzensverbindungen unter Frauen schaffen und die Schwesternwunde heilen

Verbindung mit uns Selbst und allen Facetten in uns

Wir transformieren uns, lernen über uns selbst, erkennen uns selber an und erlauben uns, Ding gehen zu lassen -uns zu häuten.

Wir erinnern uns daran, dass wir wunderschön sind. In jedem Alter, mit unseren Schatten, und unseren Gefühlen. Wir erschaffen einen Raum, in dem es ausdrücklich erwünscht ist, authentisch zu sein. In dem wir verletzlich sein dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden. In dem wir unterstütz werden, unsere Stärken zeigen dürfen und schlussendlich uns selber in der anderen zu sehen.

Was dich in einem unserer roten Zelte erwartet:

Jedes unserer roten Zelte hat ein besonderes Thema. Deshalb wird es hier nie langweilig und es lohnt sich immer wieder vorbei zu kommen.

Nach der gemeinsamen Begegnung öffnen wir den Schwesternraum.

Hiernach widmen wir uns dem aktuellen Thema mittels Gesprächen, praktischen Übungen (die man mit in seinen Alltag einweben kann) und mit kreativen Aspekten (um den schöpferischen Anteil in uns zu ehren). Wir erlauben uns, zu entspannen und zu genießen. Zu geben und zu empfangen.

Zum Schluss richten wir uns für den neuen Mondzyklus aus. Wir schauen, was wir derzeit am meisten brauchen, um ganz/heil zu werden.

Am Ende lösen wir gemeinsam den Raum auf, in dem Wissen, dass wir nicht alleine sind, und wir unsere Schwestern in unserem Herzen mit uns tragen.

Unsere roten Zelte finden einmal im Monat statt. Hier findest du die aktuellen Termine, und ich freue mich sehr darauf, dir von Herz zu Herz zu begegnen.

Ferner hast du hier die Gelegenheit einen kleinen Einblick in unser rotes Zelt zu bekommen, dort kannst du dir das Replay des ersten Live-Red Tent vom 21.1.18 ansehen, um ein Gefühl zu bekommen, was dich da erwartet.

Wonach sehnst du dich? Was brauchst du ganz besonders?

 

 

 

 

 

Zielsetzung: Entdecke deine Lebensziele

Der Januar scheint der Monat der Zielsetzung zu sein. Auf allen Plattformen findet man Werbung für Kurse und Workshops, wie man seine Ziele umsetzten kann, um das neue Jahr zu „seinem“ Jahr zu machen.

Das ist ja ganz fantastisch, wenn man ganz genau weiß, wohin man will.  Doch wenn du dich fragst, was du eigentlich vom Leben möchtest, bist du hier genau richtig, denn hier erfährst du, wie du Ziele für dich finden – und neue Wege gehen kannst…

Betrachte das ganze als Spiel. Ich mag Spiele sehr gerne, denn sie versprechen Leichtigkeit und eine angenehme Zeit – soetwas soll es sein.

Lebensziele-Finde-Spiel

Nimm dir also ein (oder zwei) Blatt Papier (oder dein Tagebuch) und deinen Lieblingsstift. Setze dich mit deinem Lieblingsgetränk an einen kuscheligen Platz, wo du mindestens 20 Minuten ungestört sein kannst. Überlege dir nun 100 Dinge, die du in deinem Leben erleben willst (es darf auch mehr sein). Es dürfen kleine Dinge sein, große Träume und Wünsche, Erfahrungen, Fertigkeiten, die du gerne lernen würdest, Orte, die du besuchen magst, Themen, die du lernen magst, bis hin zu Haarfrisuren, die du gerne mal ausprobieren willst. Schlicht: einfach alles, was dir in den Sinn kommt.

Dabei ist es wichtig, dass du nicht bewertest, sondern einfach nur schreibst. Denke nicht darüber nach, wie du das alles schaffen sollst, oder das eine Idee albern ist. Jede Idee hat hier ihren Wert.

Deine Liste sortieren

Wenn du damit fertig bist, darfst du dir die Liste ansehen. Es werden vielleicht einige Dinge dabei sein, die du schon lange tun wolltest oder vor denen du Angst hast. Vielleicht erkennst du auch einen roten Faden, oder Kategorien, in denen mehrere Ideen fallen – und ich hoffe sehr, dass du bei einigen dein Herz hüpfen spürst. Diese Ziele kreise doch bitte ein, mit einer anderen Farbe. Du kannst eine weitere nehmen, und die Ziele einkreisen, wo du das Gefühl hast, sie könnten leicht umgesetzt werden – und mit einer weiteren, die Ziele, die du als „groß“ empfindest.

Deine Liste umsetzten

Die kleineren Ziele kannst du sicherlich eher umsetzten, und vielleicht magst du dir ein paar davon für dieses Jahr auf deine „To Do Liste“ packen… und wenn du mutig bist, nimmst du einen (oder mehr) deiner großen Träume, ein Herzklopftraum und überlegst, was du tun kannst, um diesem Ziel näher zu kommen… was könntest du in diesem Monat, in diesem Jahr tun, um näher an das Ziel zu gelangen?

Und schlussendlich kommen wir zum letzten und schwierigsten Teil, den nur du alleine umsetzten kannst: Ins TUN kommen, und deine Ziele umsetzten.

Fällt dir das leicht? Deine Ziele umzusetzten? Oder haderst du genau mit diesem Punkt? (darüber schreibe ich gerne mehr) Teile deine Ziele mit mir.

Vorblick

Kommenden Freitag kannst du hier lesen, wie du Ziele setzt, die deiner Seele entsprechen. Und am 28.1.2018 kannst du mit mir ein Visionboard für die Seele gestalten – hier geht es nicht um eine Wunschliste, sondern um ein Bild, was deine Seele gestaltet, einen Seelenweg, den du gehen kannst, um näher zu dir zu gelangen.

Möchtest du dabei sein? Melde dich bis zum 22.1.2018 an und genieße einen Nachmittag mit Gleichgesinnten und deiner Seele.

Anmeldung unter Anashee (at) gmx.de oder auf der Facebook (als private Nachricht)

Wenn du nicht kommen kannst, weil du zu weit weg wohnst, melde dich für den Newsletter an, dort bekommst du diesen Monat das Visionboard 101, damit du dir eins gestalten kannst, was auch wirklich funktioniert…

 

Die Wolfsfrau – Sing über deinen Knochen

Einführung:

Gemeinsam mit der Künstlerin Vanessa Oliver-Lloyd, habe ich mich erneut auf die Suche nach mir selbst gemacht. Zum wiederholten Male arbeiten wir uns durch das Buch „die Wolfsfrau“ und werden die Geschichten gestalterisch darstellen. Denn was spricht unsere Seele mehr an, als Bilder? Ich habe mich dazu entschlossen, die Essenzen und Weisheiten, die ich für mich aus den Geschichten ziehe, mit dir zu teilen…

LaLoba – die Wolfsfrau

in der ersten Geschichte geht es um LaLoba – eine wildes Weib, dass umherzieht und Knochen sammelt. Ganz besonders die von Wölfen. Wenn sie alle Knochen beisammen hat, legt sie sie auf die Erde und beginnt ein Lied zu singen – ein Lied, was individuell nur für dieses Tier gedacht ist. Sie singt das Fleisch, die Sehnen und Muskeln, die Haut und das Fell – sie singt das Tier ins Leben. Es läuft davon und am Ende des Horizontes verschwindet der Wolf in Gestalt einer Frau hinter den Felsen…

Weisheit der Geschichte

Unser Sein besteht aus vielen Facetten – zusammengefügt durch unsere individuellen Veranlagungen, eingewebt in unsere persönliche Geschichte. Obwohl wir die gleiche Anatomie besitzen (Knochen), so unterscheiden wir uns doch von den Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben (individuelles Lied). Ich lerne aus der Geschichte, dass ich tief eintauchen muss – um genau hin zu sehen… mich selber kennen lernen und mutig sein – in die dunklen Ecken meiner Selbst schauen. Ich kann nur heilen, wenn ich weiß, was Heilung braucht.

Umsetzung für den Alltag

Wie gut kennst du dich? Welche Facetten von dir hast du schon kennen gelernt? Welche magst du besonders gerne, und welche nicht? HAst du dich mit deinen inneren Wunden auseinander gesetzt? Hast du dich mit deiner persönlichen Lebensmelodie Lebensgeschichte aus einander gesetzt? Bist du bereit für diese Reise?

Ich werde diese Reise unternehmen, ich habe sie schon einmal getan und ich lade dich dazu ein, mich dabei zu begleiten. Du kannst in deinem Tempo das Buch lesen, oder nach diesen Blogbeiträgen und du kannst für dich, die Geschichten bildlich gestalten. Beantworte für dich die Fragen, und wenn du magst, tausche dich mit anderen Frauen hier aus.

Machst du mit?

5 Morgen Rituale für einen guten Start

Ein guter Tag beginnt bereits mit einem guten Morgen. Für mich ist diese Zeit ganz besonders wichtig, denn in dieser Zeit fülle ich ganz bewusst mein Inneres auf. Ich lade meine Batterien, tue mir selber gut, und kann dann viel gelassener, mit mehr Achtsamkeit und Harmonie in den Tag starten.

Hier habe ich schon einmal darüber gesprochen, und dir die Vorteile eines „Miracle Mornings“ gezeigt. Ich kann aber auch verstehen, wenn du nicht extra eine Stunde eher aufstehen magst – dies ist also die „schnelle Lösung“ für wirklich jeden Alltag (jetzt gibt es keine Ausreden mehr 😉 )

Schaue nicht auf dein Handy

Wachst du morgens auf, und schaust schon gleich auf dein Handy? Wir sind kaum im Hier und Jetzt angekommen, da tauchen wir auch wieder ab – in die Social Media Welt. Das kann sich nun ändern. Probiere es aus: Schaue erst nach deinem Morgenritual auf dein Handy – nimm dir zuerst Zeit für das wirklich wichtige in deinem Leben – du Selbst!

Bewusstes Atmen

Setze dich bequem hin und schließe die Augen. Reibe deine Hände aneinander, bis du sie warm sind und lege sie dann auf dein Herz. Spüre die sanfte Wärme deiner Hände – nun atmest du in diese Wärme hinein. Nimm ein paar Atemzüge – spüre, wie gut es dir tut im hier und Jetzt bei dir zu sein. Wenn du möchtest, ist jetzt die Gelegenheit (kurz) zu meditieren. Du musst hier keine 10 Minuten absolvieren (es sei denn, du willst das) – es reichen auch schon ein paar Minuten.

Intention setzen

Um den Tag eine Richtung zu geben, im spirituellen Sinne – kannst du überlegen, was für dich wichtig ist, was du brauchst, worauf du achten willst, oder wie du dich fühlen magst. Du kannst auch morgens, eine Orakelkarte ziehen, oder einen Mini-Kurs in Bücherform. Sehr zu empfehlen währen da „Glücksgefühle für die Seele“ von Kyle Gray  oder Gabrielle Bernsteins „Könnte Wunder bewirken“  Um dem Tag eine Richtung zu geben.

Dankbarkeit

Natürlich ist Dankbarkeit für mich das A und O – schreibe in ein kleines Notizbüchlein, wofür du dankbar bist, um dich bereits in der Früh in das Gefühl der Dankbarkeit zu bringen (gerade, wenn du lieber noch länger geschlafen hast, und nicht gut gelaunt bist)

Das können dann auch durchaus globale Dinge sein, wie: „Kaffee!“ oder „ein Dach über dem Kopf“ – denn ein positiver Gedanke, zieht weitere an.

Vorblick

Um seinen Blick dann auf den Tag zu richten, kommt jetzt deine To Do Liste oder Kalender zum Einsatz. Überlege dir, was heute ansteht – was musst du heute unbedingt erledigen? Was ist besonders wichtig? Schreibe dir alles auf. Dann nimm einen farbigen Stift und kreuze die drei wichtigsten Aufgabe an. Du kannst sie auch noch einmal nach Wichtigekeit sortieren – damit du genau weißt, womit du beginnen kannst, und was wirklich relevant für den heutigen Tag ist.

Ich schätze, für ein solches Mini-Morgen-Ritual brauchst du 15 bis 20 Minuten – und wenn du es noch schneller haben willst, weil du verschlafen hast – dann reduziere das ganze auf Nummer 1 und 2. Ich glaube, dass es besonders wichtig ist, sich eine Zeit zu gönnen, wo man bei sich selber ankommt, und mit sich selber ist. Sich selber wahrnehmen und atmen. Das kannst du im übrigen auch in deinen Pausen machen – mich erfrischt das immer ganz herrlich.

Sind dir Rituale am Morgen wichtig? Nimmst du dir Zeit für dich? Fällt es dir schwer, das Handy beiseite zu legen? Schreib mir deine Antworten und Gedanken in den Kommentaren.

Lebenssinn – dem Leben einen Sinn geben

Auf so vielen Webseiten, in Workshops und Büchern geht es darum, dass die Menschen auf der Suche nach ihrem Lebenssinn sind. Sie suchen nach ihrer Berufung, dem tiefen Wunsch, etwas zu tun, für das sie bestimmt sind.

Auch mir ging es eine ganze Zeit so – ich war unzufrieden in meinem Beruf und hatte das Gefühl, dass es „mehr“ geben muss. Also machte ich mich auf die Suche, nach meiner Berufung… ich erforschte meine Stärken, überlegte, was ich schon als Kind gerne gemacht habe, probierte einige neuen Hobbies aus. Vieles machte mir Freude, aber war das meine Berufung? Mein Lebenssinn?

Suche und du wirst finden?

Einige Jahre später muss ich nun schmunzelnd auf diese Zeit zurückblicken. Ja, ich war bereit mein Potential zu leben, meine Berufung zu finden und hoffte auf eine Einsicht… ein „Startsignal“ ein „Symbol“, damit ich wüsste, in welche Richtung es gehen soll… doch da kam nichts…

Ich bin überzeugt, dass nur ich selber meinem Leben Sinn verleihen kann – meine Berufung, bestimme ich alleine. Ich habe gelernt, dass wirklich nur ich mir das geben kann, was ich brauche – wenn ich darauf warte, dass es von außen kommt, kann ich lange warten und gebe die Verantwortung auch noch ab.

Dein Leben hat so viel Sinn, wie du ihm bereit bist zu geben

Das Gute an der Sache ist, dass ich selber weiß, was mir Freude macht. Freude ist für mich der Weg zum Glück. Auch wenn es diverse Dinge zu tun gibt, die man nicht gerne tut, kann man versuchen, sie mit Freude zu erledigen… Aufräumen wird mit guter Musik gleich nicht mehr ganz so schlimm…

Das nicht so Gute daran ist, dass du die Verantwortung für dein Leben hast – nur du kannst deinem Leben Sinn geben, deiner Berufung folgen – es tun, nicht aufgeben, weil du an dein Ziel glaubst, obwohl es schwierig ist, obwohl du zweifelst. Du musst dir ein gutes Team sein, und immer wieder in dich hineinspüren, was für dich wichtig ist.

Und was ist nun meine Berufung?

Ich glaube ja, dass unsere Berufung ist, glücklich zu sein! Und da ist es ganz egal, was man tut. Macht es dir Freude? Berufung erfüllt! Macht es keine Freude? Finde einen Weg es freudvoll zu gestalten, atme achtsam, sei jetzt hier

Was möchtest du, dass sie es ist? Was macht dir Spass? Wo bist du im Flow? 

Versuche mehr von diesen Dingen in deinen Alltag ein zu bauen, wage dich aus deiner Komfortzone und tue Dinge, die du bisher nicht getan hast. Wozu sagst du ja?

Ich finde auch, dass man seine Berufung leben kann, ohne in ihr zu Arbeiten. Ich gehe sehr im kreativen Schaffensprozess auf, in Farbverläufen und in geklebten Bildern… aber das mache ich ganz alleine für mich, um mir Freude zu bereiten. Zu Erschaffen, ist für mich auch ein Lebenssinn – und er macht mich glücklich.

Was macht dich glücklich?

 

 

Visionssuche-Spaziergang

Eine Visionssuche ist ein Ritual, bei dem man sich für eine gewisse Zeit (meist einige Tage und Nächte) in die Natur zurück zieht, um Einsichten zu erlangen – bei Lebensabschnitten oder Übergängen in eine andere Lebensphase, aber auch, wenn man einen neuen Weg einschlagen möchte, den Weg aber noch nicht kennt oder seine Lebensaufgabe finden will.

Eine solche Visionssuche besteht meist aus drei Abschnitten – der Trennung von der „normalen“ Welt, der Schwellenzeit (das Alleine sein in der Natur) und die Weidereingliederung am Ende. Begleitet wird eine solche Visionssuche von körperlichem Fasten.

Solche Rückzüge wurden in vielen Kulturen praktiziert und werden nun auch in unserer westlichen Kultur immer beliebter. Ich glaube, dass liegt daran, dass wir ein großes Bedürfnis verspüren, Antworten auf all die vielen offenen Fragen zu bekommen. Führung zu erhalten, wohin es für uns gehen soll, was wir tun sollen, was richtig für uns ist. Und wir oft in unserem Alltag nicht die Zeit und die Ruhe finden, uns ganz unserem Inneren zu widmen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland viele Möglichkeiten, eine geführte Visionssuche zu besuchen…

Was ist, wenn ich aber gerade JETZT eine Antwort brauche? Wenn ich JETZT keine Möglichkeit habe, ein geführte Visionssuche zu machen? Wie bekomme ich Hilfe? Was kann ich tun?

Visionssuche Spaziergang

Wenn du eine Familie hast, sorge dafür, dass du mindestens 4 Stunden ungestörte Zeit für dich bekommst. Suche dir eine Wegstrecke, die du kennst, die dafür sorgt, dass du möglichst ungestört in der Natur sein kannst – egal ob Wald, Strand oder Park. Wenn du in einer Großstadt lebst, wo du wenig Möglichkeiten für alleine sein hast, kannst du dich auch an einen Ort setzten – unter einen Baum o.ä. In eine Tasche nimmst du ein Notizbuch, einen Stift und Wasser mit, wenn du magst, auch etwas zu essen. Schalte dein Handy für die kommende Zeit auf stumm. Ziehe dich der Jahreszeit entsprechend an, und atme tief durch.

Vorbereitungszeit

Kläre deine Absichten – was ist der Grund, weshalb du auf Visions-Suche gehen willst? Wonach suchst du? Was erhoffst du zu finden? Was ist dein persönliches Thema? (Möchtest du dir selber begegnen, oder deinen Gefühlen Raum schaffen, möchtest du Antworten auf eine Frage – versuche möglichst präzise zu sein)

Schwellenzeit

Bevor du nun zur Haustür heraus gehst, reibe beide Hände zusammen und lege sie auf dein Herz – atme tief ein und übergib diese Suche/das Finden an (d)eine höhere Kraft. (das Universum, Gott/Göttin, die Engel, o.ä.) Bitte um eine Antwort für dein Thema. Atme noch einmal tief ein und aus, bevor du hinaus gehst.

Während des Spaziergangs:

Schweige, versuche ganz achtsam zu gehen, spüre deinem Atme nach… leere deinen Geist und sei ganz bei dir. Du kannst dich, wenn du einen geeigneten Ort findest, auch gerne hinsetzten, um zu verweilen. Lausche in dich hinein. Wenn du Einfälle und Ideen hast oder Gefühle auftauchen, schreibe alles in dein Notizbuch. Frage dich: Was du wirklich willst, wonach du dich sehnst, was dich abhält, und was du tun würdest, wenn du keine Angst hättest. Sei ehrlich zu dir selber, lass dich nicht ablenken.

Wenn du unterwegs Tiere siehst, oder etwas ganz besonders deine Aufmerksamkeit anzieht, schreibe dir diese Symbole auf.

Zurück nach Hause

Wenn du Zuhause angekommen bist, mache dir einen Tee und setze dich mit deinen Aufzeichnungen aus einander. Wie waren deine Erfahrungen? Was hast du über dich gelernt? Wie hast du es empfunden? Was könnten die Symbole/Gefühle für dich bedeuten? Was bedeutet all das für dein Leben? Wie könntest du deine Erfahrungen in den Alltag umsetzten?

Danke deiner höheren Kraft für die Führung und kehre langsam (ich muss nach sowas immer etwas essen) in deinen Alltag zurück.

Bitte wisse, wenn du eine Visionssuche machst, wirst du dir selber begegnen. Deinen inneren Wiederständen, deinem Unwillen, deinen Gefühlen. Du wirst durchaus Kontakt mit deiner „Schattenseite“ bekommen. Bitte führe eine solche Visionssuche nur dann durch, wenn du psychisch stabil und dir sicher bist, dass du mit den Gefühlen und Einsichten auch umgehen kannst. Dies tust du auf eigene Gefahr, ich kann für dein Handeln und die Resultate keine Verantwortung übernehmen.

Hast du schon einmal eine Visionssuche gemacht? Kannst du dir vorstellen, diese Methode für dich zu nutzen? Wonach bist du auf der Suche?

 

 

Machen Ziele glücklich?

„Sag mal, welche Ziele hast du eigentlich für’s neue Jahr?“

fragte mich Ana irgendwann in den letzten Tagen – der absolute Klassiker unter den Jahreswechsel-Themen.

Kaum endet das alte Jahr und das neue beginnt, da kommt sie zuverlässig, diese Frage – plötzlich, nicht unerwartet, ein bisschen gefürchtet und trotzdem überraschend zuverlässig.

Mich irgendwie ertappt fühlend, weil ich mir trotz aller, auf diese Thematik zusteuernden Hinweise tatsächlich noch so gar keine bewussten Gedanken darüber gemacht hatte,  zucke ich innerlich zusammen und komme ins Grübeln.
Ja, hab ich denn Ziele? Will ich überhaupt welche haben? Und wenn ja warum, und welche sind es denn wirklich?
Und während mich Ana erwartungsfroh anschaut, rattert es in meinem Gehirn auf Hochtouren, weil mich diese Frage mit alljährlicher Regelmäßigkeit mal wieder ganz kalt erwischt hat …

„Einfach Glücklichsein. Das wäre toll. Würde mir auch schon reichen.“ murmle ich ein wenig zaghaft, während meine Gedanken immer mehr Fahrt aufnehmen…

Mhhh.

Was macht mich glücklich? Hab ich genug davon, oder brauche ich mehr?

Zeit, ja, Zeit wäre gut. Hab ich aber eigentlich – genauso viel, wie letztes Jahr auch.
Sollte ich sie anders nutzen? Optimieren? Besser planen?
Die Grauen Herren der Zeitsparkasse aus Momo drängen sich in meine Gedanken und mein inneres Kind schlägt laut Alarm: OMG! ZEIT Planen, Optimieren, am besten noch Zeit SPAREN!!! … Ich bändige mein inneres kreischendes Kind mit einem mentalen Streichler und kehre zum Ursprungsthema zurück.

MUSS ich mein Glück planen? KANN ich das? WILL ich das überhaupt? – Eigentlich ja nicht, ne?! Weder Können noch Wollen…. Glück ist ja nichts, was ich erzwingen kann.
Und Pläne haben ja immer so ein bisschen den Beigeschmack von Korsett, von Einengung, von vorgegebenen, starren Abläufen, von biederem, langweiligen Alltag ….
Was ich allerdings definitiv weiß, ist, dass ich für mich in meiner aktuellen Lebenswirklichkeit ohne Plan und Zeitmanagement echt auf verlorenem Posten stehe.

 

 

 

 

 

Glück hat, so wird mir bewusst, für mich ganz viel mit  Zeit-Haben & Sein-Dürfen zu tun.

 

Also was nun?
Planen – oder nicht Planen? Das ist hier die Frage.
Oder sollte ich es besser umformulieren in:
„Wieviel planen?“ oder auch „Was bewusst nicht planen?“
Vielleicht reicht ja ein bisschen „Zeitmanagement“? (ist schließlich viel „cooler“ als „Planen“) – ich schüttle innerlich den Kopf bei diesem Gedanken.

Offenbar steht mir das Wechselbad der Gedanken & Gefühle recht deutlich ins Gesicht geschrieben, denn Ana stutzt und fragt mich, ob alles okay sei … und plötzlich sind wir mitten in einem Gespräch über „Zeit-Haben“, „sich Zeit-Nehmen“, über „Me-Time“, „Leerlauf“ und „Kreativ-Zeit“.
Darüber, dass Pläne und Zeitmanagement uns unseren Wahrnehmungsfokus im Alltag zumindest (mit-)bestimmen lassen, indem wir uns Wunsch-Strukturen für unseren Alltag erdenken, uns Freiräume schaffen, und versuchen das alles möglichst geschmeidig umzusetzen… Irgendwann halten wir inne und stellen fest, dass wir genau das als Monatsthema für diesen Januar hier im Blog  wollen.

Daher laden Dich zum Gedankenaustausch ein – zu konkreten Ansätzen und Methoden eigene Ziele zu finden & zu verwirklichen, zu Vision-Quests und zum Thema Zeitmanagement.

Komm bis dahin gut im neuen Jahr an und hab eine schöne Woche.