Die innere dunkle Seite an nehmen

Bevor wir ein „wildes Leben“ führen können, müssen wir unsere eigene innere dunkel Seite an nehmen. Ich kann verstehen, dass du möglicherweise davon zurück schreckst, denn diese Dinge in sich genauer zu betrachten, ist nicht leicht. Ich kann mir sogar vorstellen, dass du Angst vor der Heilung hast – weil du Angst vor dem Schmerz hast, der möglichweise mit den Gefühlen einher gehen wird, wenn du dir diese „dunklen Seiten“ an siehst.

Ich selber hatte Angst davor. Ich hatte Angst, wenn ich diese Dinge an sehen würde, würde ich erkennen, dass ich nicht liebenswert bin. Ich hatte Angst davor, dass sich all meine Befürchtungen, all meine alten Glaubenssätze stimmen – und natürlich konnte ich das nicht zulassen, denn das wäre wohl vernichtend für mich gewesen.

Glücklicherweise hatte ich einen fähigen Therapeuten an meiner Seite, der mir dabei half zu erkennen, dass jegliche „düsteren“ Anteile in mir, die mir teilweise sogar nützlich waren. Einige Anteile, wollten nur verhindern, dass ich wieder verletzt werden würde. Und ich durfte erkennen, dass die Wunden, die mir von anderen zugeführt wurden, nicht meinen Wert minderten, sondern mich zu dem einzigartigen Menschen werden ließ, der ich heute bin. Dank ihm, lernte ich, meine ungeliebten Anteile an zu nehmen, und sie in mir integrieren. Denn auch heute, können sie mir durchaus schützend zur Seite stehen. Und meine Wunden gehören zu mir – sie machen mich verletzbar, und das ist in Ordnung. Wir alle (jeder Mensch) trägt solche Anteile in sich.

„Wenn wir die Dunkelheit in uns an sehen, werden wir vom inneren Licht der Liebe geflutet“

Ich kann dir wirklich nur empfehlen, dir einen professionellen Couch (Therapeut) als Unterstützung in dein Team zu holen. Ich habe davon für mich selber ganz viel gelernt, und würde es wieder tun.

Hier sind ein paar Fragen, die du dir selber stellen (und beantworten) kannst – bitte nur dann, wenn du dich emotional in der Lage fühlst. (ich kann dafür keine Haftung übernehmen)

  • Was weckt dich um 3.00 nachts auf und lässt dich nicht mehr schlafen?
  • Was ist deine dunkelste Angst?
  • Wie versteckst du dich vor diesen dunklen Orten?
  • Wie hört sich das Erforschen deiner eigenen Dunkelheit für dich an?
  • Wer bist du, wenn du alleine bist?
  • Wer bist du, ohne dein Make-up/deine (schöne) Kleidung?
  • Schreibe die Wege auf, mit denen du dich selber zurück hälst
  • schreibe die Dinge auf, die du an dir selber nicht liebenswert findest

Als guten Freund habe ich stets mein Tagebuch an gesehen, dort konnte ich wirklich alles hinein schreiben, all meine Befürchtungen und Ängste, meine Sorgen und Nöte, meinen Wut und meine Enttäuschung. Ich würde dich sehr gerne dazu motivieren, dir selber einen „Taschenfreund“ zu zu legen, er hat immer für dich Zeit…

 

 

 

Wenn unangenheme Gefühle auftauchen, atme in sie hinein, umarme dich selber, weine, betrauere, gib dir selber die Erlaubnis dich schlecht, klein und traurig zu fühlen. Klage, Jammere – und sitze bei deiner dunkeln Seite. Dann lege die Hand auf dein Herz und atme ganz bewusst in deine Hand (in dein Herz) ein – tief ein und aus atmen – ein paar Mal. Du kannst auch deine Helferwesen/Guides/Engel/Gott (oder wen auch immer) um Hilfe bitten, nun zurück in den Frieden zu gehen… die Gefühle sollten nun nach und nach ab klingen, und eine sanfte Stille bleibt zurück…

Und jetzt mache eine Liste, mit all den Dingen, die du schon einmal geschafft hast, Komplimente, die du bekommen hast, deine Talente und Fähigkeiten, alles was dir leicht von der Hand geht und worauf du stolz bist.

Wenn du beide Listen betrachtest, kannst du erkennen, dass es sowohl etwas gibt, was du an dir möglicherweise nicht magst, aber auch ganz viel an dir, was du magst. Möglicheriwese kannst du aus dieser Position heraus dir selber erlauben, die andere Liste an dir an zu nehmen… du könntest dir sagen:

„Auch wenn ich nicht perfekt bin, gebe ich mir selber die Erlaubnis, mich so an zu nehmen wie ich bin, auch mit den Dingen, von denen ich glaube, sie sein nicht „gut genug“. Ich bin bereit diese Seite in mir zu akzeptieren. Ich bin bereit, mich selber an zu nehmen.“

Die dunkle Seite in anderen…

Frauenherzen sind so groß, dass sie die dunkle Seite in anderen oft sehen und an nehmen können. Wenn wir das bei anderen können, dann können wir auch darauf vertrauen, dass es uhns bei uns selber auch möglich ist. Wir brauchen uns nicht davor zu fürchten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich davon überzeugt bin, dass dein Herz so groß ist, um nicht nur meine dunkle und verletzbare Seite an zu nehmen, sondern auch deine eigene.

Ich glaube da ganz fest dran, und wenn nötig, auch für dich mit.

In tiefer Liebe

Ana

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Vom ‚Gefühl nicht auszureichen‘

Das Gefühl nicht auszureichen, das kennen, glaube ich, auch so ziemlich alle von uns.
Man macht und tut, und trotzdem ist dieses Gefühl des unzureichend-Seins da. Weil jeder von uns immer wieder diese Situationen hat und erlebt, in denen uns von außen, oder durch die eigenen Glaubenssätze vermittelt wird:
DU reichst nicht aus!
Auch wenn es vielleicht im krassen Gegensatz zu „ich bin zuviel irgendwas“ zu sein steht – ich sehe da eine Verbindung.

Wenn ich mich zurücknehme, verbiege, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, kann ich gar nicht ausreichen, weil es ja immer nur ein Teil von mir ist, nie ich selbst in Gänze – da haben die ‚anderen‘ und auch ich in mir selber schon recht. Nur dass der Grund für diese Aussage ein anderer ist – dass ich den Erwartungen anderer nicht genüge und auch meinen Glaubensätzen selbst nicht, die ich irgendwann in der Vergangenheit übernommen habe.

Die Frage ist – Warum habe ich diese Glaubenssätze übernommen?Welche Glaubenssätze sind das? Woher kommen sie?
UND Welche Erwartungen haben denn die ‚anderen‘ an mich?
Und: Warum haben sie diese?
Will ich mich dem fügen und bei dem Versuch untergehen, oder will ich den Spieß umdrehen? … und wenn ja, WIE mache ich das so, dass es für MICH funktioniert?

So viele Fragen…
Ich bin mir sicher, wir alle haben uns schon oft Antworten darauf gegeben. Und trotzdem – warum ist es nur so schwer, dagegen anzukommen gegen dieses eigene innere Gefühl des „Ich reiche nicht aus! /Ich bin unzureichend!“? Gegen dieses Gefühl von Versagen und Unzulänglichkeit, dass ausgerechnet meist in genau den Situationen aufplöppt, in denen wir es am aller wenigsten gebrauchen können und in denen es entweder konsequent an uns nagend, oder auch wie mit einem Vorschlaghammer schräg von der Seite kommend, den Boden unter den Füßen wegzuzerren scheint?

Die Erwartungen, die andere an uns stellen, die können wir nur sehr gering und sehr bedingt beeinflussen. Denn es sind ihre Erwartungen, ihre inneren Überzeugungen – die oft aus der eigenen Unsicherheit, aus den eigenen Glaubenssätzen resultieren und aus diesen inneren Mechanismen auf andere übertragen werden. Die Frage ist ja auch: Warum wollen wir das überhaupt immer, den Erwartungen anderer zu entsprechen?

Die Erklärung ist in den meisten Fällen wohl die, dass wir geliebt und/oder anerkannt werden wollen, was schließlich ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Weil Konformität uns ein Gefühl von Sicherheit gibt, egal wie trügerisch das ist. Das lernen wir von klein auf und übernehmen und verinnerlichen es als gesellschaftliche Norm. Jeder von uns kann wahrscheinlich ad hoc mindestens eine Handvoll schmerzhafter Situationen aufzählen, in denen wir nicht (vollständig) diesen Normen entsprochen und direkt vom Umfeld den Zeigefinger, die Augenbraue oder auch deutliche Worte und Konsequenzen bekommen haben: > So wie du gerade bist, bist du nicht richtig. Du reichst nicht aus, um unsere Erwartungen zu erfüllen – Und wenn du unseren Erwartungen nicht genügst, dann …. haben wir dich nicht mehr lieb; dann reden wir nicht mehr mit dir; dann darfst du nicht Teil unserer Gruppe sein … was auch immer. <

Und aus dieser gelernten Angst heraus stoppen wir uns selber an den falschen Stellen, machen die Dinge so wie wir meinen, dass andere sie erwarten, anstatt sie so zu tun, wie wir sie eigentlich tun wollen. Und sind oft unzufrieden oder gar unglücklich mit uns selber.
Oder wir geben unser Bestes und die gelernte Angst erhebt ihre Stimme in uns und nörgelt und stichelt an uns herum: >Du reichst nicht aus. Du bist einfach nicht gut genug und wirst es niemals sein. Du bist es nicht wert, geliebt zu werden. Du bist es nicht wert, dass man dir mit Respekt begegnet. Du bist es nicht Wert, Teil „dieser“ Gruppe zu sein.<

Warum halten wir an solchen Glaubenssätzen fest, obwohl sie uns wehtun? Obwohl sie uns klein machen? Obwohl sie uns manchmal einfach verzweifeln lassen?

Wir Menschen wollen unbedingt ein positives Selbstbild von uns selbst aufrecht erhalten, auch wenn wir dadurch Dinge tun, denken oder fühlen, die uns selber paradox erscheinen mögen. Aronson&Mills und Gerard & Mathewson haben schon 1959 &1966 in sozialpsychologischen Experimenten versucht, genau dieser Frage nachzugehen. Sie fanden heraus, dass wir Menschen, Dinge und Situationen (und die daraus resultierenden Glaubenssätze) als bekanntes Muster vorziehen, um deren Willen wir in der Vergangenheit bereits einmal gelitten haben. Wir ziehen sie vor, weil das Opfer, der Schmerz und die Scham, dass das mit uns passiert ist, so groß ist, dass wir uns vor uns selbst genau damit rechtfertigen – à la „Mein Leiden muss doch einen Sinn gehabt haben“. Oder „So schlimm war das alles ja nicht“. Oder noch besser „ Ich hab das alles doch nicht umsonst durchlitten“
Wir verzerren unsere Wahrnehmung in Hinblick auf schlimme vergangene Ereignisse, um unseren Selbstwert nachträglich zu schützen, um unsere Hilflosigkeit zu verdecken, um die Trauer, die Wut und den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Das ist gut so, denn es ist ein Überlebensmechanismus.
Das Problem daran ist, dass das ‚Gefühl nicht auszureichen‘ trotzdem bleibt. Denn es entsteht aus diesen tiefen Verletzungen, aus diesen tiefen vergangenen Gefühlen heraus, und setzt sich in uns fest.
Und solange wir beschäftigt sind, so lange unsere Psyche all ihre Abwehrmechanismen bereit hat, können wir diesen Glaubenssatz verdrängen. Doch dann kommen diese Momente der Erschöpfung, der Überforderung, oder auch der Verzweiflung. Unsere Psyche fährt alle Abwehrmechanismen, die diese Glaubenssätze in Schach halten runter, weil sie in dem Moment damit beschäftigt ist, uns überhaupt irgendwie senkrecht zu halten – denn auch wir haben nur begrenzte Energie zur Verfügung. Und schwupps, da kommt es wieder zum Vorschein, das ‚Gefühl nicht auszureichen‘…. und macht alles nur noch schlimmer.

Wo ist also der Weg da raus? Warum können wir Menschen, die uns lieben, die uns schätzen und die sich um uns sorgen, oft nicht so richtig glauben, wenn sie uns sagen „Du reichst aus!“ „Du bist wertvoll!“?
Weil wir uns es selbst nicht glauben. Weil wir Angst vor den vergangenen Gefühlen, Demütigungen, der vergangenen Hilflosigkeit haben. Weil wir Angst vor der Angst haben?
Weil wir uns selber nicht die Erlaubnis geben?

Und während ich hier sitze und diesen Artikel schreibe nagt es an mir… Was wenn es nicht ausreicht? Was wenn ich nicht genug bin, um dieses Herzensthema verständlich auszudrücken?
Also beschließe ich für mich, dass ich mir hiermit die Erlaubnis gebe, dieser Angst ins Gesicht zu sehen und mich dadurch verletzlich zu machen.
Dass ich mir und uns die Erlaubnis gebe, gesehen zu werden, so wie wir sind.

Ja. Ich erlaube mir und uns ‚genug zu sein‘.

Habt eine schöne Woche.

Vom Gefühl „zu viel irgendwas“ zu sein – und der tanzenden inneren Wilden Frau

„Du bist zu dick! Du bist zu dünn! Du redest zu schnell! Du lachst zu laut! Du denkst zu kompliziert, da kommt ja keiner mehr mit! Du bist immer so emotional! Du planst zu viel! Du bist nicht … – Du bist zu … !“

Wer kennt diese Situationen nicht?

Und jedes Mal, wenn ich für irgend jemanden „zu viel irgendwas“ bin, nagt das an mir.
Nagt ein Stück meines Ichs, meines Seins an, macht es mich klein.
Warum eigentlich?
Warum darf ich nicht einfach so sein wie ich bin? Außerdem gebe ich mir doch Mühe, zumindest erträglich angepasst zu sein, freundlich, „Everybody’s Darling“ – und trotzdem kommen sie immer wieder, diese Sprüche, diese hochgezogenen Augenbrauen, oder einfach nur dieser missbilligende Unterton, weil ich mal wieder „zu viel irgendwas“ bin.

Vor einiger Zeit kam mir dann irgendwann die Erkenntnis:
>Ich kann es eh nicht allen recht machen, so sehr ich es auch versuche, irgendwer hat immer was zu knöttern. Dann kann ich auch gleich so sein, wie ich bin und mich wenigstens ganz und unverbogen dabei fühlen!<

Meine ‚innere Wilde Frau‘ jubelte ob dieser grundlegenden, tiefsinnigen Einsicht, denn sie hat es schon lange satt, sich immer wieder zu ducken und sich selber immer wieder auf’s Neue klein zu machen, nur um nicht unangenehm aufzufallen – oder gar noch schlimmer, von anderen mal mehr und mal weniger subtil ausgegrenzt zu werden. UND dabei auch noch das Gefühl zu haben, sich selbst verraten zu haben.
Also ab jetzt: Aufrecht durch‘s Leben! Raum einnehmen! Angriffsfläche bieten!
„Ähm. Naja,“ meldete sich mein ‚angepasstes Selbst‘ vorsichtig zu Wort. „Meinst du nicht, dass du dir damit Chancen verbaust? Dass die Leute dich dann nur noch mehr kritisieren, dich ausgrenzen, an dir dir rumnörgeln? Dass es dadurch einfach nur noch anstrengender wird?“
„Ja. Das ist definitiv der Fall“, stimmte ich meinem angepassten Selbst zu. Aber ‚die anderen‘ machen es doch sowieso. Da bin ich doch lieber ich selbst in meiner vollen Gänze und in meinem „zu viel sein“,  als mich ständig zu fragen, wer jetzt schon wieder was an mir rumzunörgeln hat. Da gehe lieber mit stolz erhobenem Kopf durch mein Leben, als meine Energie vergeblich in dem Versuch darauf zu verschwenden, diese Konflikte und Verletzungen schon im Vorfeld zu vermeiden, indem ich mich verbiege, zurücknehme und selber beschränke – was ja auch nicht funktioniert, denn an mir rumgezerrt und rumgemäkelt wird so oder so.
Deswegen, mein liebes angepasstes Selbst, stecke ich meine Energie ab jetzt lieber in das, was ich bin und erreichen will, und hab noch emotionale Reserven übrig, um mit den zu erwartenden negativen Reaktionen besser umgehen zu können. Hoffe ich.
Und ja, natürlich tut es nach wie vor weh, zu merken, dass ich für irgendjemanden „zu viel“ bin, denn nur weil ich mich jetzt bewusst „für mich als Gesamtpaket“ entschieden habe, hören die „du bist zu viel“s ja nicht auf.
Im Gegenteil, dadurch werden sie gefühlt eher mehr.
Andererseits spüre ich auch die Stärke und meine innere Kraft sehr viel deutlicher, weil ich mich nicht mehr selber klein mache, sondern ich mich ‚ganz sein‘ lasse.
Ja! ICH-MICH. Ein sehr befriedigendes Gefühl.
Jedenfalls schaffe ich das meistens. Manchmal falle ich noch in alte Muster zurück und leide wie ein Schlosshund, bis meine innere Wilde Frau „vorbeigetanzt“ kommt und mich liebevoll mit Anlauf daran erinnert, dass es bei mir liegt, mich klein oder groß zu fühlen, dass es an mir ist, ganz und gar zu sein.

Natürlich gibt es immer noch Situationen im Alltag, an denen ich Kompromisse machen muss, an denen ich manchmal mein „zu viel irgendwas“ zurückschrauben muss, oder es gar freiwillig mache, und natürlich die Stellen, an denen ich ungewollt mit meinem „zuviel irgendwas sein“ anecke. Und in diesen Situationen, mein liebes angepasstes Selbst, bin ich dir sehr dankbar. Du weißt wie es läuft, kennst auch die guten und funktionierenden Mechanismen, und hilfst mir da dann einfach durch. Aber immerhin sind mir diese Momente inzwischen bewusst und ich entscheide immer wieder auf‘s Neue, ob ich das wirklich will oder eben nicht.

Ich glaube, ich bin tatsächlich dabei, meine Furcht davor für andere „zu viel irgendwas“ zu sein, zu bezwingen. Denn ich spüre jetzt wieder, dass ich schon immer meine ganz ureigene, wilde Frau gewesen bin – ich hatte es nur vergessen, verdrängt, verleugnet.

Jede von uns ist ihre ganz eigene Wilde Frau.
Wir sind die Frauen – die Töchter, die Mütter und die Großmütter, die Tanten, Cousinen und Schwestern – die in dieser Welt etwas ausrichten können.
Erlauben wir uns doch einfach selber, in unserer gesamten Fülle GANZ und VIEL zu sein.
Habt eine schöne Woche, Ihr Lieben.

Wie du ein „wildes“ Leben führen kannst

Ein wildes Leben zu führen bedeutet für mich, dass wir uns trauen,  hinaus in die Arena zu gehen, die sich Leben nennt, und dort zu Kämpfen… mit Kämpfen meine ich, Dinge riskieren, sich aus unserer Komfortzone heraus wagen, sich verletzbar machen…

Ich habe Spass daran, Erfahrungen zu machen, denn ich weiß, dass nur ich mein Leben leben kann – und dafür muss ich (leider) oft raus in die Arena und mich der Gefahr aus setzen, enttäuscht und verletzt zu werden – oder gar einen Fehler zu machen.

Ich kann verstehen, warum einige von uns lieber „brav“ bleiben möchten – denn die alten und bekannten Regeln geben einem ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Wild sein, bedeutet auch gleich, sich der Unsicherheit zu stellen…  und um ehrlich zu sein… Sicherheit ist eh nur eine Illusion. Wir haben keine Kontrolle – also können wir sie auch einmal ablegen und schauen, was passiert, wenn man Dinge tut, die man normalerweise nicht tun würde.

Was bedeutet denn überhaupt „Wild sein“

Überall liest man es mittlerweile – Wilde Frauen tauchen überall auf, und fordern dich auf, deine innere Wildheit zu erfahren und aus zu leben…

Für mich kommt Wildheit nicht aus dem Außen – es ist nichts, was ich in einem Wochenendworkshop lernen kann, oder durch tolle Kleidung erfahre – Wildheit kommt alleine aus deinem Inneren. Es ist eine Entscheidung, die du triffst – für dein Leben – und von da aus beginnt eine Reise, die dich zurück zu dir selber führt, auf dem man sich selber, liebevoll an nimmt. Es ist deine Essenz – deine Authentizität, deine Verletzbarkeit, deine Kreativität – deine Liebe!

Und ganz besonders müssen wir mit den Teilen in uns arbeiten, die uns besonders schmerzen. Wie das gehen kann, erfährst du hier.

 

Dinge, die du für dich tun kannst, um ein wenig „Alltagswildheit“ in dein Leben zu bekommen:

  • entschuldige dich nicht grundsätzlich für alles
  • nimm dir Zeit für dich
  • gehe alleine raus (kommender Blogpost: Selfcare-Dates)
  • sei kreativ
  • mache dir selber Geschenke
  • gönne dir tagsüber ein Schläfchen
  • gehe Barfuß durch den Park
  • ohne BH rausgehen
  • morgens dekadent baden
  • tue Dinge, die du normalerweise nicht tust
  • lade jemanden Fremden zum Tee ein (vll. gibt es jemanden, den du sehr interessant findest?)

Allerdings hat Wildsein auch (unschöne) Konsequenzen

Wenn du dich für deine innere wilde Seite entscheidest, kann es sein, dass man in Gruppen plötzlich zum Außenseiter wird – weil man aus der Norm heraus sticht, oder sich endlich traut, zu sich zu stehen, und „Nein“ sagt! (das kann einen sogar Freunde kosten, ich weiß, wovon ich da spreche)

Und leider zieht es auch Neider an, denn wenn man sein wahres inneres Potential lebt (oder damit beginnt, sich selber zu lieben), dann leuchtet man viel heller als sonst, und wird gesehen…

Und natürlich die Gefahr, dass man verletzt oder enttäuscht wird – aber eigentlich gibt es immer diese Gefahr…

 

Ich kann dich aber beruhigen… aus meiner Sicht lohnt es sich trotzdem!

Weil man sich selber erlaubt, das Leben zu führen, was man leben will (und wir haben schließlich nur dieses eine..oder?)

Weil man sich nicht länger abhängig von der Meinung anderer macht, sondern zu sich selber steht – und dementsprechend lernt, auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören.

Weil man sich selber die Erlaubnis gibt, die Dinge zu tun, die man schon immer mal machen wollte, aber davor evtl. Angst hatte.

Ich finde, es ist ein Weg, der einem sich selber näher bringt und ich bin sehr dankbar, dass ich mich für ihn entschieden habe. Er ist nicht immer leicht, ich habe immer Zeiten, in denen ich mit allem kämpfe, aber im Durchschnitt bin ich mehr im Frieden mit mir selber (zu Frieden). und alleine dafür hat es sich gelohnt.

Erfahre in den folgenden Wochen in weiteren Blogposts von mir:

Bleib wild! Ana

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Wer bloggt denn da? Franziska stellt sich vor

Ich bin Franziska, 37 Jahre alt, verheiratet – und Mutter einer großartigen, erwachsenen Tochter, die gerade dabei ist, ins eigene, unabhängige Leben aufzubrechen.
Für mich befindet sich vieles im Umbruch und mein Leben zentriert sich seit einiger Zeit völlig neu. Vor noch nicht all zu langer Zeit habe ich festgestellt, dass ich schon mehr als die Hälfte meines Lebens Mutter bin und jetzt, da mein Kind das gemeinsame Haus verlässt, ich gar nicht so wirklich weiß, wie das mit dem „Erwachsensein“ eigentlich so richtig geht ohne gleichzeitiges „Muttersein“.
Aus diesem inneren Zustand heraus erwache ich langsam so nach und nach als erwachsene, unabhängige Frau – und finde mich Stück für Stück in mir selbst.
Finde Eigenschaften und Talente, die eine Zeit lang in den Hintergrund getreten waren. Finde neue Wege für mich – und eine ganz neue Art von Ruhe in mir selber. Finde neue und alte Ausdrucksformen von Spiritualität für mich und habe endlich in mir selber den Raum (wieder-)gefunden, meine Kreativität leben zu können.

Spiritualität – was ist das für mich?

Wenn ich versuche es zu erklären, reichen meine Worte kaum aus.
Eigentlich ist es jedoch ganz einfach:
Ich bin. Bewusst. Fühlend. Empathisch. Wach. Träumend. Wahrnehmend. Handelnd.
Meine Spiritualität beinhaltet für mich meine innere Kraft und Stärke, meine Verletzlichkeit, meine Lebensphilosophie, die verschiedenen Wege, die ich immer wieder neu für mich finde, mein & anderer Wissen, Arbeitstechniken, Gefühle, Begegnungen ……
Sie durchdringt schlicht mein gesamtes Sein – und ist mal mehr und mal weniger stark für mich im Vordergrund meines Alltags präsent.
Ob und was da noch mehr (oder weniger) ist, als andere es fühlen, wahrnehmen, träumen, dass kann ich zwar dankbar zur Kenntnis nehmen,
dennoch kann ich lediglich mein Gefühl, meine Wahrnehmung, meine Intuition, meine Gedanken dazu als Referenz heranziehen – und diese Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen und Intuitionen versuchen in meinem Alltag zu leben.

Glaube ich an Geistwesen, Götter, Spirits und all diese Dinge, die mit Spiritualität oft in erster Liniein Verbindung gebracht werden?

Vielleicht.
Ich habe viele Erfahrungen gemacht, die mir gezeigt haben, dass es mehr gibt, als das auf den ersten und zweiten Blick Offensichtliche, Nachprüfbare. Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, noch weiter hinzuschauen, hinzufühlen, hinzuhören.
Mich selber, mein Wissen und meine Wahrnehmung zu prüfen – und den „Zweifel“ immer
zuzulassen. Denn Zweifel heißt für mich inzwischen, dass es mindestens noch eine weitere Perspektive gibt, die es sich zu betrachten lohnt.
Vielleicht hatte ich Begegnungen mit einem Gott, einem Spirit, einem Geistwesen – vielleicht hat aber auch mein Unbewusstes mir dieses konkrete Bild als Projektion geschickt, um besser mit mir kommunizieren zu können. Sicher sein kann ich mir nie zu hundert Prozent, auch wenn andere Menschen ähnliche Erfahrungen machen und es wohl tut, sich darüber auszutauschen.
Letztendlich ist es mir persönlich egal, was „es“ jetzt genau ist – wichtig für mich persönlich ist, was diese innere Begegnung mit mir macht. Welches Gefühl sie mir vermittelt und warum. Welche Aufgaben ich aus der Begegnung für mich mit heraus nehme und ob ich es mir selber wert bin, mich diesen Aufgaben zu stellen – vielleicht auch an ihnen zu scheitern – um dann festzustellen, dass ich daran gewachsen bin. Vielleicht nicht immer so offensichtlich, oder in der Form, wie ich es
mir im Vorfeld gewünscht habe. Aber oft genug ausreichend wirksam, um es (manchmal auch erst später) bewusst an mir wahrnehmen zu können und in meinem Alltag leben zu können. Ich bin unendlich dankbar, Ana begegnet zu sein, um mit ihr – eine hoffentlich lange Zeit – neue Pfade zu erkunden und diese gemeinsam erleben zu können.
Und ich freue mich sehr darauf, mein Wissen, hier mit dir, teilen zu dürfen.
Gerne beantworte ich weitere Fragen zu meiner Person – hinterlasse mir dazu deine Frage in den Kommentaren.