Die besten Aussteigertipps – endlich Zuckerfrei

Zuckerfrei – so geht´s! Die besten Aussteigertipps

Seit knapp einer Woche lebe ich nun schon ohne das weiße Süß – und damit habe ich schon mal einen großen Schritt in den Ausstieg gemacht – wenn nicht, sogar den größten… vor Über sechs Jahren habe ich mit dem Rauchen auf gehört, und all diese Erfahrungen habe ich nun auch mit in den Zucker-Ausstieg genommen – ich wusste ja ungefähr, was bei einem Mini-Entzug dieser Art, auf mich zu kommen würde. Und weil es dann wirklich leicht(er) ist, möchte ich dich dir meine Tipps verraten, damit dir dein Ausstieg aus der Zuckersucht (oder auch Nikotin) leichter fällt…

Es gibt eine Hürde, die du im Vorfeld nehmen musst: Du musst es wirklich wollen! Ja sagen, zu diesem Schritt – denn wenn du es nicht wirklich willst, dann wird es dir möglicherweise schwieriger fallen, als es sein muss.

+ Das Warum klären

Schreibe dir auf, warum, du diesen Schritt gehen willst. Was sind deine Gründe damit auf zu hören? Tust du es aus gesundheitlichen Gründen? Schreibe dir eine Liste mit deinen Gründen auf – damit du dich in Versuchungen daran erinnern kannst. Tue es nicht für andere – tue es, ganz egoistisch, für dich!

+ Wer wäre ich ohne Zucker (Nikotin)

Stelle dir dein Leben ohne Zucker vor – was wärde sich ändern? Wie würdest du dich fühlen? Was wäre besser? (du kannst dir dazu eine Collage mit Bildern gestalten, oder es aufschreiben – wie es für dich am besten ist)

+ Ersatz schaffen

Wann würde es dir besonders schwer fallen, auf Zucker zu verzichten? Bei Besuch? Und was kannst du tun, um in diesen Situationen nicht schwach zu werden? (Dich an deine Gründe erinnern/etwas eigenes zu Essen machen/mit bringen) Für mich ist hier folgendes wichtig: Ich will nicht verzichten müssen – wir schaffen also Ersatz – es gibt gesunde Alternativen, oder selbstgemachte „Süßspeisen“

Wann hast du bisher immer Süßes gegessen? Bei Stress/Müdigkeit/Langeweile/Abends/ oder als Belohnung? Wie könntest du mit der emotionalen Situation umgehen?

  • abends zuckerfreies Popcorn genießen oder
  • Gemüsesticks mit Avocado-Dip
  • sich umarmen lassen
  • Entspannungstechniken ausprobieren (Atmen, Yoga, Mediation)
  • Stress abbauen durch Aktivitäten (Sport, tanzen, Spazieren)
  • In die Natur gehen – das nährt uns am besten
  • mit einer zusätzlichen Decke frühzeitig ins Bett gehen
  • Kuschelsocken und Tee
  • was könnte dir helfen?

+ Krisenmanagement

In den ersten beiden Wochen ist die Rückfallquote größer, deswegen ist es wichtig, für sich einen Kriesenplan zu erschaffen, was man tun kann, wenn man dieses Craving bekommt – hier haben wir folgendes: Medjool-Datteln, Bananen und Lakritz-Yogi-Tee. Davon dürfen wir naschen, wenn wir gerade einen Süßanfall bekommen – dazu ist es wichtig, viel zu trinken. Außerdem mache ich mir immer wieder bewusst, dass ich schon x tage/Stunden zuckerfrei bin, und wenn ich jetzt Zucker essen würde, ich wieder von vorne beginnen müsste… schließlich habe ich das schlimmste schon Überstanden. (das schlimmste Überstanden zu haben, gibt mir ein gutes Gefühl)

Was du noch tun kannst:

  • zuckerfreies Kaugummi kauen
  • Schoko-Yogi-Tee trinken
  • einen fettreichen Snack essen: Nüsse oder Avocado oder:
  • Medjool-Dattel mit Nuss-Mus (sooo gut)
  • Süße Früchte oder Gemüsesorten essen (wie Süßkartoffel)
  • Kokosnuss Wasser trinken
  • ein Stückchen rohe Schokolade genüsslich im Mund zergehen lassen
  • tanzen!

+ Durchhalten

Suche nach zuckerfreien Rezepten und Alternativen. Wir haben zwei Wochen vorher begonnen, nur noch zuckerfreie Lebensmittel zu kaufen (bei mir ist es die Soyamilch, die ich sehr vermisse), so dass es hier jetzt alles „mit ohne“ ist. Außerdem ist es hilfreich, wenn man die Verwandschaft/Bekanntschaft darüber informiert, damit sie nicht mit Kuchen vor der Tür steht – meist muss man sich dann erstmal erklären – da kann man auf seine „Warums“ zurück greifen. Wir haben am Wochenende dann einfach ein Dessert für den Besuch gemacht – zuckerfrei, natürlich, während sie etwas Kuchen mitgebracht hatten – für sich… das war absolut kein Problem, denn unser Nachtisch war ultra lecker – und hat auch den anderen geschmeckt. Sich bewusst machen, dass man das Schlimmste schon Überstanden hat 😉

Wenn du dann zwischendurch Gelüste verspürst und dazu neigst, dem nach zu geben: Mache dir bewusst, dass dies nur ein Moment ist, und er vorbei geht… und habe für unterwegs eine Alternative dabei: z.B. einen rohen Dattel-Frucht-Riegel, eine Banane und Wasser.

Wann habe ich es „geschafft“?

Aus der rauchfreien Erfahrungen, konnte ich nach 6 Wochen sagen, dass ich den Ausstieg geschafft hatte – die schwierigste Phase waren die ersten drei Tage – und dann noch einmal in der zweiten Woche, wo dann die Gewohnheit sich meldete… da muss man dann auf seinen Ersatz aufbauen und auf sein Krisenmanagement. Deswegen ist es wichtig, sich diese Dinge im Vorfeld zu Überlegen – so ein Ausstieg will geplant sein.

Aber auch heute, nach über sechs Jahren, habe ich immer noch ab und an das Bedüfnis, eine zu rauchen… und ich muss mich immer wieder entscheiden… ist sicherlich mit dem Zucker auch so? Wir werden es sehen…

Wenn dir diese Tipps nicht ausgereicht haben, und du ein intensiveres Gespräch darüber wünschst, oder gar Begleitung, dann schreibe mir eine Mail an anashee(at)gmx(punkt)de

Wie ist es bei dir? Hast du eine Sucht, die du gerne aufgeben magst? Was hindert dich daran? Und was wären deine Gründe?

Bitte beachte, dass sich diese Tipps auf Zucker und Nikotin beziehen – sie können dich motivieren, auch aus anderen Süchten aus zu steigen, doch bei Alkohol, Drogen und Medikamenten ist es wichtig, diesen Entzug unter medizinischer Aufsicht durch zu führen. Besprich dies dann bitte VORHER mit dem Arzt deines Vertrauens.

Wolfsfrauen Interview – Karmindra

Die Vorstellung von wilden Frauen (den WolfsFrauen) ist eine fortlaufende Reihe, in der starke, selbstbewusste und authentische Frauen vorgestellt werden, die ihren ureigenen Weg gehen. Diese Serie soll inspirieren und uns Mut machen, unser wahres Ich zu leben. Heute freue ich mich sehr euch Karmindra vor zustellen.

1. Wie beginnst du deinen Tag?

Das ist sehr unterschiedlich und kommt darauf an, ob ich mit dem Wecker aufstehe und zu welcher Uhrzeit dieser ertönt. An einigen Tagen klingelt es mich schon um kurz nach fünf aus dem Bett, dann bin meistens noch mit einem Bein im Traumland während ich mich auf den Tag vorbereite. Zu meinem Morgenritual gehört auf jeden Fall eine Tasse Heißgetränk, in der Regel einfach warmes Wasser mit dem Saft einer frischen halben Zitrone. Wenn es Zeit und Muse zulässt, spreche ich gerne ein kleines Gebet oder bewege mich ein wenig indem ich Yoga mache oder ein paar Minuten aus dem Trampolin hüpfe. Ich setzte mir eine Intention für den kommenden Tag und auf dem Weg zur Arbeit nutze ich die Autofahrt gerne, um einige Affirmationen zu sprechen und ein paar Worte an meine Spirits zu richten.

2. Was tut dir gut und wann bist du so richtig glücklich?

Es gibt so wirklich viele Dinge die mir gut tun und mich glücklich machen. Alles was mit Natur zu tun hat bringt in mir ganz viele Saiten in mir zum schwingen, im Wald, in den Bergen, an einem See oder am Meer. Sobald ich in der Natur bin geht mein Herz auf und ich fühle mich einfach richtig und angekommen. Ich denke das ist auch einer der Gründe wieso ich unheimlich gerne reise, ich liebe es die Landschaft und Natur an verschiedensten Orten zu erspüren und zu entdecken. Reisen und Mutter Erde zu entdecken ist definitiv auch etwas, dass mich sehr glücklich macht.

Obwohl ich jemand bin der Zeit für sich, Ruhe und Einsamkeit sehr genießen kann, bin ich auch ein überaus geselliger Mensch. Im Kreis meiner Liebsten, mit der Familie, meinem Verlobten und guten Freunden fühle ich mich pudelwohl und zufrieden.

Manchmal entstehen die glücklichsten Momente auch aus sich selbst heraus, ohne jeden Äußeren Auslöser. Plötzlich ist da dieses Überwältigende Gewahrsein von Schönheit und Fülle in mir und um mich herum und Dankbarkeit für mein Leben überflutet mich einfach.

3. Was tust du, wenn du gestresst bist oder dich nicht gut fühlst?

Am allerliebsten steige ich in die heiße Wanne. Meine Eltern behaupten dies hätte schon zu Kinderzeiten immer geholfen wenn ich mies drauf gewesen bin. An Tagen die richtig schlecht sind, hole ich gerne meine Selflove Bibel raus die ich selbst gestaltet habe, darin finde ich Listen mit Dingen die ich gerne mache und die mir gut tun. Ich probiere einfach so viel aus, bis ich das Gefühl habe, es wird langsam besser. Ein Treffen mit einer Freundin hilft mir in der Regel auch, oder ich sage zu meinem Freund:“Bitte nimm mich mal ganz lang und fest in den Arm.“

Bei Stress hilft mir alles was körperlich ist, auspowern, Bewegung, tanzen, Sport. Oder das komplette Gegenteil, einfach auf die Couch werfen, Füße hochlegen und mir ein paar Folgen Sex and the City ansehen. Ich liebe diese Serie und kann dabei herrlich entspannen.

4. Welche Dinge tust du für dich (Self-Care-Routine)?

Baden, zur Massage gehen, mir schöne Kleider anziehen und mir im Spiegel zulächeln, Spazieren gehen, klettern und Yoga. Ich versuche auf das zu hören was mein Körper mir sagt, denn ich neige dazu immer funktionieren zu wollen und voller Tatendrang zu sein. Oft nehme ich mir nicht die nötigen Pausen, halte nicht inne und entspanne, sondern hetze von einem schönen Termin zum anderen. Das artet dann in eine Art Freizteitstress aus, weil ich einfach so viel tun und erleben möchte. Also schalte ich bewusst einen Schritt zurück und gönne mir vor allem auch in Phasen, in denen es mir nicht gut geht, die nötige Zuwendung.

Ich habe mir auch antrainiert nein zu sagen, für mich einzustehen, den Mund aufzumachen wenn mir etwas nicht passt. Auch wenn dies Dinge sind die mir immer noch manchmal schwer fallen, ich weiß das ich dazu neige mich zurückzustellen um anderen nicht Übel aufzustoßen oder Situationen der Disharmonie zu erzeugen. Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, dass Self-Care auch sehr viel damit zu tun hat, mich nicht zu verstellen und für das was ich innerlich brauche einzustehen ohne es immer allen recht machen zu wollen.

5. Was bedeutet es für dich eine „wilde“ Frau zu sein?

Wild bedeutet für mich in erster Hinsicht frei und mutig zu sein, mich dem Ruf des Lebens hinzugeben, meinem Herzen zu folgen. Ich möchte das Leben genießen und auskosten, mich so verhalten und zeigen wie es sich richtig und gut für mich anfühlt. Meine Gefühle leben, Stärke und Schwäche zeigen können, einfordern was mir zusteht, Selbstbewusst auftreten und mich mutig meinen Ängsten stellen.

6. Wie hast du diese innere Wildheit gefunden und in deinem Leben etabliert?

Meine Geschichte hat viel mit Angst zu tun, ich war immer schon ein ängstlicher Mensch, von klein auf. Da ist es kein Wunder, dass ich im frühen Jugendalter eine manifeste Angst- und Panikstörung entwickelt hatte. Doch durch diese stände Angst ist mir auch bewusst geworden, welch einen riesig großen Stellenwert für mich die Freiheit hat und das Gefühl, intensiv zu leben. Irgendwann wurde mir klar das ich leben will, dieses Leben wirklich auskosten, meine Träume verwirklichen, glücklich und erfüllt sein und das ich all dies nicht erreichen werde wenn ich Angst habe, mich verstecke, verstelle und mich so gebe wie andere mich vielleicht sehen wollen.

7. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Eigentlich hat sich alles verändert, ich habe mich selbst und mein Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Ohne müde zu werden habe ich mich immer wieder meinen Ängsten ausgesetzt, habe mir selbst bewiesen stärker als diese zu sein. Es gibt ein wundervolles Buch von Osho, dessen Titel eine Art Lebensmotto von mir geworden ist, er lautet: „Lebe wild und gefährlich“. In mir war immer diese zu Grunde liegende Überzeugung das alles Gut ist, alles Gut ausgehen wird, vor mir Licht und Freude liegen. Daran habe ich mich festgehalten und gekämpft, meine Wildheit heraufbeschworen, aus ihr Kraft und Durchhaltevermägen gezogen. Heute lebe ich weitestgehend angstfrei –  natürlich habe auch ich wie jeder Mensch in bestimmten Situationen Angst, denn Angst ist gesund und überlebenswichtig. Wenn ich späre das mir etwas Angst macht, dann spornt es mich meistens dazu an es tu tun, neue Erfahrungen zu sammeln, meinen Horizont zu erweitern, wild, gefährlich und erfüllt zu leben.

8. Wie hast du dich dadurch verändert?

Im Verlauf der Jahre bin ich durch diesen Weg deutlich selbstbewusster, positiver und lebensbejahender geworden.

9. Was tust du, um diese wilde Seite in dir zu nähren? Was braucht sie?

Erdung, Kontakt zur Natur, Gemeinschaft mit anderen wilden Frauen, lachen, singen & schreien.

10. Was war die größte Herausforderung, die du überstanden hast?

Mich aus sehr herausfordernden, kräftezehrenden und manipulativen Beziehungen zu lösen, für mich einzustehen und meinen Weg weiter zu gehen, mich zu retten, mit der Hoffnung auf eine wundervolle Zukunft, obwohl ich zeitgleich das Gefühl hatte mein Herz zerberstet auf ewig.

11. Was tust du bei Rückschlägen?

Tief durchatmen, die Situation neu reflektieren, danach suchen was ich aus der Situation lernen kann.

12. Was liest du gerade?

Heute habe ich den Roman: „Mara und der Feuerbringer“ von Tommy Krappweis zu Ende gelesen. Ein sehr unterhaltsamer Jugendroman in dem es um Mara, eine 15jährige Seherin und um einen Haufen germanischer Mythologie geht. Der erste Band dieser Trilogie ist übrigens küzlich erst verfilmt worden.

Ansonsten stöbere ich gerade immer wieder in verschiedensten Büchern über Bäume und Ogham, da ich mich zur Zeit jeden Monat mit einem Ogham Zeichen und dem entsprechenden Baum beschäftige. Im Rahmen dessen und darüber hinaus lese ich auch das wunderschön illustrierte Buch „Earth Wisdom“ von Glennie Kindred.

13. Welche drei Menschen haben dich am meisten inspiriert?

Louise L. Hay – das erste Buch von ihr habe ich mit 13 Jahren verschlungen. Sie ist soetwas wie meine Päpstin bzgl. Affirmationen und positiver Lebenseinstellung.

Francesca de Grandis – kein Buch hat mich im Laufe meiner – ich nenne es mal „religiösen Laufbahn“  so sehr bewegt und berührt wie ihr Wekr „Die Macht der Göttin ist in dir“

Wolf Dieter Storl – stellvertretend für all die wundervollen Menschen und Autoren die es immer wieder schaffen mich mit ihren Werken über die Natur, Pflanzen und Wildniss in ihren Bann zu ziehen.

Dann wären da noch einige mehr : der Menschen in meinem Umfeld und meiner Familie, deren Namen wohl kaum jemanden etwas sagen würden.

14. Was motiviert dich weiter zu machen?

Das Leben und die Liebe dazu und darin <3

15. Hast du ein Lieblingsmantra? Eine Lieblingsaffirmation die du teilen müchtest?

Om Tare Tuttare Ture Soha

Vor Dir, Ehrwürdige Tara, Retterin aller Wesen, verneige ich mich!

16. (und warum?)

Dieses Mantra ist Teil meiner ersten Tätowierung vor vielen Jahren. Die grüne Tara –  eine buddhistische Göttin – gilt als Retterin aus höchster Not. Befindet man sich in Gefahr, so soll das Aussprechen dieses Mantras für ihre sofortige Präsenz und ihren Schutz sorgen.

17. Bitte Teile ein paar weise Worte mit uns, die du durch deine spirituelle Arbeit gelernt hast:

„Höret nun die Worte der Sternengöttin,zu deren Füßen die Weite des Himmels wie

Staub liegt und deren Leib das Universum umfasst.

Ich bin die Schönheit der grünen Erde

und der weiße Mond inmitten der Sterne,

das Mysterium der Gewässer

und die Sehnsucht im Herzen der Menschen,

Ich rufe eure Seelen, sich zu erheben und zu mir zu kommen,

denn ich bin die Seele der Natur, die dem Universum Leben schenkt.

Aus mir gehen alle Dinge hervor und zu mir müssen alle Dinge zurückkehren.

Und vor meinem Angesicht, geliebt von Göttern sowie Menschen,

soll sich euer innerstes göttliches Selbst in der Verzückung der Unendlichkeit

entfalten.

Verehrt mich mit frohlockendem Herzen,

denn siehe, alle Akte der Liebe und der Freude

sind meine Rituale.

Lasst in euch sein

Schönheit und Stärke,

Kraft und Mitgefühl,

Ehre und Demut,

Heiterkeit und Ehrfurcht.

Und ihr, die ihr mich erkennen wollt, wisset,

dass all euer Suchen und Sehnen vergeblich sein werden

wenn ihr das Mysterium nicht kennt:

Wenn ihr das, was ihr sucht, nicht in eurem Inneren findet,

werdet ihr es im Außen niemals finden!“

– Doreen Valentine –

Über Karmindra

Karmi weiß, was sie will und wie sie diese Dinge in ihr Leben integriert. Sie sagt „Ja“ zu ihrem Leben und zu ihren Träumen. Auf ihrer Seite the glowing life, lässt sie uns teilhaben an all den Dingen, die ihr Leben wundervoll machen – von Spiritualität und Yoga, bis hin zu gesunder Ernährung und Naturkosmetik. Du kannst auch DIY Anleitungen zu diversen Projekten finden und Buchrezensionen lesen.

 

Warum werden hier Wolfsfrauen interviewt und was sind „wilde“ Frauen?

Ich möchte mit diesen Interviews dir Frauen vorstellen, die authentisch sind, ihren eigenen Weg gehen und nicht darauf achten, was das Außen davon hält. Sie hören auf ihre Innere Stimme und folgen ihrer Intuition. Ich möchte dich mit diesen interviews dazu inspirieren, dir selber zu vertrauen, neue Wege zu beschreiten und die zu werden, die du gerne sein willst – die zu sein, die du schon jetzt bist. Ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer leicht ist, den ersten Schritt zu gehen, und dass man Vorbilder braucht, die einen dazu anleiten, sich aus der eigenen Komfortzone heraus zu wagen. Und genau das wünsche ich mir für dich! Lebe dein Leben – hab Spass und tu das, was du liebst, ein wenig mehr 🙂

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Opfern – Darbietung an das Göttliche

Ich mag das englische Wort „Offerings“ sehr gerne – es kann sowohl mit Opfergabe, aber auch mit Darbietung und Angebot übersetzt werden. Für mich ist das Wort „opfern“ eher negativ besetzt – es ist etwas, was schwerfüllt… Ich selber empfinde „Offerings“ als etwas angenehmes, positives und mit guten Gedanken durchsetztes, es fällt mir leicht und ich gebe es gern… Deswegen möchte ich es hier als „Gabe“ bezeichnen…

Warum opfert man Überhaupt etwas?

Es gibt da verschiedene Möglichkeiten …

aus Dankbarkeit – damit gibt man etwas an die spirituelle Welt zurück, aus Dankbarkeit für all die wundervollen Geschenke in seinem Leben, um diese zu ehren. Aber auch, um den Fluss des Gebens und Nehmens in Gang zu halten.

Energien „füttern“ – zum Beispiel wenn ich einen Ort energetisch verändern möchte, kann ich eine, mit Liebe und Achtsamkeit zubereitete Gabe herstellen, und sie dann an diesem Ort „darbieten“.

Spirits ehren und Füttern – egal ob du das „kleine Volk“ ehren möchtest, die Baumgeister oder die allgemeinen Spirits – du kannst mit deiner Gabe sie ehren und unterstützen (manchmal auch sicherlich besänftigen). Und natürlich auch den Göttern

Zu segnen – für einen Ort, einen Verstorbenen (am Grab) oder einen Baum

Außerdem als Dank für etwas, was man aus der Natur genommen hat, wenn man einen Ast geschnitten, Blüten gezupft oder Wurzeln gegraben hat… aber auch einfach nur so, weil man das Land und die Flora und Fauna liebt… einfach, weil man sie ehren möchte.

Wie opfert man?

Für die Opferungen zu Hause habe ich zwei Schälchen, die nur für diesen Zweck genutzt werden – eine für den Hauptaltar und eine für den Küchenaltar. Während ich die Gabe herstelle, bin ich ganz bei der Absicht, mit der ich es geben will… und versuche möglichst viel Liebe und Achtsamkeit dort hinein fließen zu lassen…

In der Küche stelle ich es meistens mit einem Räucherstäbchen auf – als Dank (und sage dazu meist einen kleinen Segensspruch. Auf dem Altar kann dies mit in eine Zeremonie eingebaut werden, und ist dann ein wenig ausführlicher…

Auf dem Balkon, stelle ich es meistens mit einem stillen Dank hin, und auch draußen, verläuft das Ganze eher still und mit Achtsamkeit. Ich überreiche ein Geschenk, genau so, wie ich es bei einem Menschen tun würde.

 

Was opfert man?

Ich persönlich opfere regelmäßig und gerne: Räucherstäbchen, selbstgekochtes Essen, Blüten und Kräuter, aber auch Kaffee. Als ich noch geraucht habe, habe ich auch Tabak geopfert. Das mache ich nun nicht mehr.

Wenn ich draußen opfere, dann möchte ich ja etwas zurück geben, und dann siehst das meistens so aus: Ich opfere Kaffeesatz, (Mond)-Wasser und Samen.

Man kann natürlich auch spezielle Dinge opfern, um gewisse „Wünsche“ an zu ziehen – wie Geld, Schmuck oder bunte Bänder.

Man kann auch etwas extra für eine Opferung vorbereiten, Lavendel-Büsche, Blumengebinde usw. Diese kann man dann hinlegen, verbrennen oder dem Fluss geben – je nachdem, was einen gerade anspricht.

Und dann kann man natürlich noch etwas von sich selber geben – Haare, Spucke oder auch Blut… aber natürlich auch Kerzen, Alkohol und Dinge, die einem selber wichtig sind

Geopfert – und dann?

Ich wurde gefragt, was dann mit den Opfergaben passiert, und wie lange ich sie stehen lasse… also normalerweise lasse ich sie immer über Nacht stehen – ich schaue dann auf die „Speise“ und fühle mich ein, wenn es sich richtig anfühlt, dann nehme ich sie und „entsorge“ sie. Das ist manchmal nach 24 Stunden, manchmal schon nach 8 stunden – für mich ist die Nacht die wichtige Zeit – da stelle ich mir vor, wie in meiner Abwesenheit, die Gabe „verspeist“ wird.

Wenn ich bei uns im Haus geopfert habe (was ich regelmäßig tue), dann gebe ich es an die Erde zurück – wir haben hier einen Kompost, den ich dann benutze, oder ich gebe es unseren Pflanzen (gerade bei Flüssigkeiten) auf dem Balkon. die lieben Kaffee und Eierschalen sehr ^^.

Draußen lasse ich es liegen oder vergrabe es – deswegen ist es mir wichtig, dass die Gabe natürlich ist, von Tieren gegessen werden kann, oder verrottet.

Opfern als Segnung für die Erde (Schamanische Lichtarbeit)

Ganz besonders schön finde ich es, die Erde mit meiner Opfergabe zu segnen . in der ich einen Ort, einen Baum oder eine Straßenkreuzung mit einer Gabe beschenke, gebe ich ihr Achtsamkeit und Liebe – und ich stelle mir vor, dass es ihr hilft, sich selber zu heilen.

Anleitung für ein Opfertäschchen

Nimm ein kleines Säkchen, oder stelle selber eines her – je nachdem, was sich für dich besser anühlt – und fülle es mit Dingen, die du draußen an die Erde geben willst, wenn du einen Ort ehren willst oder etwas zurück geben willst, z.B. beim Kräuter schneiden.

Das können Samen von bestimmten Pflanzen sein, die du sehr magst, oder die für Bienen hilfreich sein können, aber auch getrocknete Kräuter und Blüten von Pflanzen, die dir etwas bedeuten – getrockneter Kaffeesatz oder Eierschalen… oder eine Mischung aus allem 🙂

Dann kannst du noch einen Kristall hinzu geben, der von dir mit Liebe und Dankbarkeit aufgeladen wurde… der kann im Beutel bleiben, oder bei Bedarf auch gegeben werden.

Du kannst dieses Beutelchen mit in deiner Tasche herum tragen, und bei einer Gelegenheit, hast du immer etwas dabei, was du geben kannst…

Wenn ich Kräuter sammeln gehe, habe ich meistens auch noch ein Fläschchen Wasser dabei, aber oftmals finde ich etwas interessantes nebenbei, wenn ich nichts dabei habe, um es zu geben. In solchen Füllen kannst du auch deine Stimme geben, und ein Lied singen (oder tönen).

Für mich persönlich geht es nicht um den materiellen Wert einer Sache, die ich gebe, sondern darum, wie bei einem Geschenk auch, dass ich mir Gedanken mache, was der Beschenkte braucht, was ihm gefallen könnte, und was ich gerne gebe – was mir selber Freude macht. Für mich ist es wichtig, wie ich es hergestellt habe – nämlich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und meiner Liebe.

Spezielle Opfergaben

Für gewisse Anlässe (Besuch von besonderen Orten, Ritualen usw) kann man natürlich auch aufwändige Gaben herstellen und sie schenken – z.B. eine spezielle Räuchermischung, Stroh-Puppen, Blumengestecke oder Anhänger. Je individueller du dein „Opfer“ gestaltest, desto mehr Bezug wirst du dazu haben, und desto schöner wird deine Zeremonie sein – und natürlich auch das Ergebnis.

Wie ist es für dich? Was opferst du? Und warum? Was machst du mit deinen Opfergaben? Und stellst du sie aufwändig her? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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