Wolfsfrauen-Interview: Miriam Emme

Die Vorstellung von wilden Frauen (den WolfsFrauen) ist eine fortlaufende Reihe, in der starke, selbstbewusste und authentische Frauen vorgestellt werden, die ihren ureigenen Weg gehen. Diese Serie soll inspirieren und uns Mut machen, unser wahres Ich zu leben. Heute freue ich mich sehr euch Miriam Emme aka „Wurzelweber“ vor zustellen.

Wie beginnst Du Deinen Tag?

Ich stehe morgens ungefähr eine Stunde vor dem Rest der Familie auf, das ist meistens so zwischen halb 6 und 6. Vorher decke ich meinen Sohn noch einmal zu und schaue ihm einfach eine Weile beim Schlafen zu und versinke einfach in der Liebe, die ich für ihn spüre. Nach dem Aufstehen flitze ich zuerst ins Bad, danach beschäftige ich mich ca. eine Viertelstunde mit Themen, die mich gerade interessieren. Meistens lese ich etwas über Heilpflanzen, Ernährung oder etwas Spirituelles. Diese morgendliche Einstimmung inspiriert (meistens 😉 meine Gedanken für den Tag, motiviert mich und nährt mich. Danach mache mich für den Tag fertig, räume auf und spüle ab, mache Frühstück und schnippele Obst und Gemüse für den Kleien zum Mitnehmen in den Kindergarten.

 

Was tut dir gut und wann bist du so richtig glücklich?

Es gibt verschiedene Dinge, die mich richtig glücklich machen. Da sind die Momente mit meiner Familie, wenn wir alle zusammen sind und spielen und ganz im Augenblick sind. Wenn mein Sohn mir ganz spontan um den Hals fällt und mir sagt „Mama, ich habe Dich so lieb, bis zu den weißen Wolken und zurück.“ Da könnte ich platzen vor Glück. Ich bin aber auch sehr glücklich, wenn ich ein bisschen Zeit für mich bekomme. Zeit zum Fotografieren. Zeit in der Natur mit meinen geliebten Wildpflanzen. Wenn ich im Garten an den Hochbeeten arbeite. Wenn ich im Sommer mein selbstangebautes Gemüse ernte. Wenn ich barfuß im Sommerregen tanze. Wenn ich Weißdornbeeren sammele. Wenn ich in der Mitsommerdämmerung draußen im Garten sitze. Beim ersten Schnee des Jahres. Es sind für mich meistens die kleinen Momente, die mich glücklich machen.

 

Was tust du, wenn du gestresst bist oder dich nicht gut fühlst?

Ich versuche mir etwas Freiraum zu geben. Mal eine Stunde ohne Kind. Und dann gehe ich raus. Ich gehe gerne am Fluss spazieren und sammele Wildpflanzen. Dabei denke ich darüber nach Warum ich gestresst bin und wie ich die Situation lösen kann, bzw. das nächste Mal vermeiden kann. Manchmal bin ich aber auch so in mir gefangen, dass ich gar keine Kräuter finde, es ’spricht‘ dann einfach kein Kraut zu mir. In diesen Fällen ist das Spazieren gehen meistens ein meditatives Gehen, und ich kann der aufgestauten Energie dadurch Luft geben und sie raus lassen.

Welche Dinge tust Du für Dich (Self-Care-Routine)?

Ich habe begonnen Dinge aus meinem Leben auszusortieren. Ich frage mich dabei, was nährt mich noch, und was nicht, was belastet mich? Das ist ein immer stattfindender Prozess und zieht sich durch alle Ebenen des Lebens, sei es der Kleiderschrank, blöde alte Gewohnheiten oder die Art und Weise, wie ich Dinge sehe. Es ist manchmal nicht ganz einfach, aber es tut mir sehr gut. Ich versuche Sachen, die mir unangenehm sind nicht mehr lange aufzuschieben, sondern sie gleich zu erledigen. Und ich versuche mich in meinem Leben mehr mit Dingen zu beschäftigen, die ich liebe. Und habe ich vor mehreren Monaten mit Yoga begonnen. Ich versuche außerdem mich in Selbstliebe zu üben und frage mich zwischendurch immer mal wieder „Was würde ein Mensch jetzt tun, der sich wirklich liebt?“. Und die Antwort versuche ich umzusetzen.

Was bedeutet nähren für dich? Was nährt Dich?

Nähren bedeutet für mich (neben der Bedeutung des Er-nährens) die Art und Weise, wie gewisse Dinge uns innerlich wachsen lassen, die meiner Seele gut tun und mich jauchzen lassen vor Glück. Tiefe, philosophische Gespräche über spirituelle Themen nähren mich. Wenn ich beim Pflücken der Johannisbeeren plötzlich unerwartet in geistigen Kontakt mit der Brennnessel komme und ich erfüllt werde von ihrer Präsenz. Wenn ich meine Hände tief in die Hochbeete stecke und mir „Wurzeln“ wachsen lasse…

Was liest Du gerade?

*lach* Ich bin ein Bücherjunkie. Ich lese so viele Bücher gleichzeitig. Also zur Zeit sind es „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés, „Plant Spirit Healing“ von Pam Montgomery, „Avalon, der Pfad der Göttin“ von Kathy Jones, „Yule. Llewellyn’s Sabbat Essentials“, diverse Heilpflanzenbücher und meine Kurse Unterlagen von „Shamanic Herbalism“. Und es wartet noch ein ganzer Stapel weiterer Bücher auf mich.

Welche drei Menschen haben Dich am Meisten inspiriert?

Angela Stokes-Monarch, die mit ihrer Rohkost-Ernährung so viel verändert hat. Sie war damals für mich die Inspiration meine Ernährung umzustellen. Der nächste ist Wolf-Dieter Storl. Dieser geniale Mensch inspiriert mich jedes Mal, wenn ich ihm zuhöre, Filme von ihm sehe oder seine Bücher lesen. Er ist einfach großartig. Und Nummer Drei ist die Leiterin meines Kurses in Shamanic Herbalism, Darcey Blue. Sie ist so authentisch, kraftvoll und wunderbar.

 

Wie schaffst Du es für Dich „Zeit zum Spielen“ zu gewinnen?

Das ist sehr schwer für mich. Durch die Arbeit in der Agentur, das Hofleben und meinen Dreijährigen habe ich nicht wirklich viel Zeit für Dinge, die mich ausmachen und mir wichtig sind. Hat man dann mal ein Zeitfenster, wird doch noch schnell etwas im Haushalt gemacht. Und so ist genau das mein größtes Problem. Mich da irgendwo selbst noch unter zu bringen. In letzter Zeit bin ich sehr früh wach, da habe ich die Zeit für mich morgens bevor alle anderen aufwachen. Das ist aktuell also so ab 5 bis 6 Uhr… aber ein Dauerzustand ist das nicht. Manchmal habe ich auch abends noch etwas Energie, wenn der Kleine im Bett liegt. Diese Frage kann ich also nur unzureichend beantworten 😉 denn ich arbeite daran. Und so bin ich sehr oft gedanklich ganz tief in mir und wandere auf geistigen Landschaften durch meine inneren Welten.

 

Einen Rat, den Du bekommen hast und gerne weitergeben möchtest.

Go with the flow. Sei immer offen für die Dinge, die da kommen mögen, verharre nicht und wage den nächsten Schritt. Und noch ein Rat von mir: Lausche dem Flüstern im Wind und öffne deine Augen für die Magie dieser Welt. Wachse. Lese. Höre. Öffne Deine Augen und wachse.

Über Miriam:

Miriam ist Autorin der beiden Bücher:  „Vegane Glücksküche“ und „Vegane Versuchung“ und ganz neu „Regionale Winterküche„. Sie führt seit Jahren ihren wundervollen Blog „Wurzelweber“ – auf dem sie ihren „Pfad abseits der Wege“ beschriebt. Sie teilt dort ihre Erfahrungen über vegane und rohköstliche Ernährung und den Umgang mit Wildpflanzen. Gemeinsam mit ihrem Sohn, einer Katze, ihrem Mann und dem Hund Faye, führt sie ein naturspirituelles Leben im Einklang mit den Zyklen der Erde – kreativ, wie sie ist, führt sie, gemeinsam mit ihrem Mann, die Agentur „TrueDesign

 

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The Work – von Byron Katie

Du siehst das, was du glaubst
Du erfährst das, was du denkst
Deine Welt ist ein Spiegel.
– Ana –

Aus gegebenen Anlass möchte ich dir „The Work“ von Byron Katie vorstellen – es ist eine einfache Methode, um Gedanken auf die Schliche zu kommen, die Leid und Schmerz verursachen. Zum Beispiel Projektionen eigener Themen auf andere.

Mir selber hat sie sehr geholfen, als ich mit einer postpartalen Depression kämpfte. Byron Katie hatte die Erkenntnis, die die Grundlage ihrer Arbeit wurde, während einer Depression.
Sie fand heraus, dass nicht die Welt um sie herum der Grund für ihre Depression war, sondern ihre Gedanken über diese Welt… ihre eigenen inneren Ãœberzeugungen und Erwartungen.
Die Methode besteht aus vier Fragen die man sich stellt, und dann selber beantwortet – ich gebe dazu mal ein Beispiel:
„X mag mich nicht mehr, deswegen ruft sie auch nicht so häufig an, wie zu Beginn unserer Freundschaft! – X soll mich häufiger anrufen!“
Das ist der ausgehende Gedanke – er macht mich wütend und ich bin enttäuscht, fühle mich zurück gestoßen. Es geht mir damit also nicht gut!

 Frage: Ist das wahr?

Ja, denn sie hat sich am Anfang viel häufiger gemeldet! Ich bin ihr nicht mehr wichtig.

Frage: Kann ich mir sicher sein, dass das wahr ist?

Mhmm – nun ja, sie hat zwar weniger angerufen, aber ob ich ihr deswegen nicht mehr wichtig genug bin, kann ich nicht mit 100% Sicherheit sagen…

Frage: Was passiert, wenn ich diesen Gedanken weiter denke?

Ich wäre enttäuscht und wütend. Ich würde sie vielleicht nicht mehr anrufen, oder, ggf. noch schlimmer – ich würde sie anrufen und ihr vor den Kopf knallen, wie gemein sie ist, und dass ich so wütend und enttäuscht von ihr bin, weil sie mich nicht mehr liebt…
(Der Gedanke läst also eine ganz schöne Apokalypse in meinen Gedanken aus. Mir geht es nicht gut – ich fühle mich schlecht )

Frage: Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Ohne ihn, wäre ich erleichtert und diese Erleichterung gibt Raum für neue Gedanken…

Kehre dann die Aussage um:

Man kann diverse Umkehrungen finden, gehe da ganz spielerisch dran:
* Ich mag X nicht mehr, deswegen rufe ich sie nicht an
* ich sollte sie häufiger anrufen
* Ich sollte sie anrufen und ihr sagen, wie wichtig sie mir ist, vielleicht habe ich sie weniger angerufen als zu Beginn unserer Freundschaft
* Vielleicht weiß sie nicht, wie wichtig sie mir ist
oder so:
„Ich sollte X anrufen und ihr sagen, wie wichtig sie mir ist – vielleicht habe ich sie weniger angerufen als zu Beginn unserer Freundschaft und sie weiß nicht, wie wichtig sie mir ist!“
(Also ins Gegenteil; zum anderen und zu mir selber)
Am Ende sieht man, dass es eigentlich nur die eigenen Erwartungen und Überzeugungen sind, die einem selber im Wege stehen. Leider weiß die betroffene Person aber gar nichts über die Gedanken und Erwartungen, die man an sie stellt – oder die Emotionen, die mit ihr verbunden sind. Durch diese Methode, ist es möglich, sich selber zu reflektieren und zu schauen, was zu einem selber gehört und auch, wie man die Situation ggf. lösen kann… in dem man dann zum Beispiel selber in Aktion tritt, und der Person das gibt, was man eigentlich von ihr erwartet hätte…
Du findest auf der offiziellen Seite „The Work“ auf der linken Seite ganz unten auch Arbeitsblätter zum herunter laden (kostenfrei), die jede Frage auch noch einmal detailiert beschreiben und Hilfestellungen geben. Dort findest du auch ein Arbeitsblatt, um eigene Überzeugungen zu untersuchen und eins, was sich mit dem Urteilen über Mitmenschen befasst. Außerdem ist hier noch eine Seite mit wundervollen Zitaten aus ihren Büchern, von denen auch das Zitat auf dem obigen Bild stammt.
Diese vier Fragen haben mir schon in vielen Situationen geholfen, und mich vor unüberlegten Handlungen bewahrt, aber mir auch sehr viel über mich selber verraten und mir beim Umdenken geholfen. Gerade weil ich so viele positiven Erfahrungen damit gemacht habe, möchte ich sie dir ans Herz legen.
Damit ich immer wieder daran erinnert werde, habe ich sie auch stets bei mir – sie stehen auf einer Karteikarte, die in meiner Handytasche steckt… man sieht dort immer die erste Frage – und für den Einstieg, die wichtigste Frage:
Ist das wahr?

Hast du auch schon Erfahrungen mit „The Work“ gemacht?

(Quellenangabe: „Lieben was ist“ von Byron Katie, „The Work“ Arbeitsblätter und Homepage. Diese Methode stammt von Byron Katie und ist als „The Work“ bekannt)

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Erschaffe ein Leben, was du liebst

 

Du bist dein eigener Schöpfer

Wenn du dir selber im Spiegel tief in die Augen blickst – wen siehst du da? Was fühlst du da? Was macht dich selber aus?

Ich bemerke, dass wir uns häufig mit dem Außen vergleichen – wir vergleichen uns mit anderen, und urteilen im Inneren über sie und uns… sind sie besser/schlechter als wir? Wir bewundern, wir neiden, wir wünschen… was machen die anderen? Könnte ich das auch machen?

Aber bist du das wirklich?

All die Erwartungen an uns, die Bedürfnisse, die wir zu befriedigen glauben – wann ich gut/schlecht bin – all das kommt von außen! Es sind die Dinge, die wir in unserem Leben „gelernt“ haben – von Eltern/Lehrern/Schülern/Freunden – es ist die Summe, wie SIE dich sehen… aber das bist nicht wirklich Du selber!

Da ist etwas in dir – ein stiller Beobachter – etwa, das „weiß“ – nenne es „Innere Stimme“, „Intuition“, „Führung“, was auch immer dir richtig erscheint. Diese Stimme weiß, wer du wirklich bist.

Geh nach Innen

Die dunkle Jahreszeit zwingt uns, mehr Zeit Drinnen zu verbringen – und ich möchte dich inspirieren, sie für dich zu nutzen, in dem du nach Innen blickst – tief in dich hinein….

Wer bist du? Und wer möchtest du sein? Was macht dir Freude? Was liebst du? Wovon bekommst du nie genug?

Schreibe dir auf, wie du dich fühlen möchtest – und dann schreibe auf, was du tun musst, um dich zu so zu fühlen. Brauchst du dringend eine Auszeit? Oder Urlaub? Oder mehr Aktion? Sehnt sich deine Seele nach Farben? Nach Wolle? Nach Tieren? Was ist es, was du als Kind immer geliebt hast? Wann hast du es zuletzt getan? Worauf wartest du?

Wir sind die Schöpfer unseres eigenen Lebens

Wir verändern uns – sind im Wandel, genau wie die Natur und alles um uns herum – deswegen finde ich es sinnvoll, regelmäßig in sich hinein zu horchen und zu überprüfen, welche Dinge im Leben nicht mehr gebraucht werden, welche dringend erneuert werden müssen und was neu erschaffen werden will…

Was du tun kannst:

Visionboard

Nimm einen großen Tonpapierbogen (mind. A3) oder eine Pappe, und Magazine, die du gerne und regelmäßig liest. Dann schneide mit einer Schere alle Bilder aus, die dich Bewegen, zu dir Sprechen, Wünsche darstellen oder Gefühle, die du in deinem Leben haben möchtest. Dann klebe alles auf dein Papierbogen – wenn du möchtest, kannst du etwas dazu schreiben, oder ausgeschnittene Worte dazu kleben…

Zukunfts-Brief

Setze dich mit Stift und Zettel vor dein Visionboard und schreibe dein Leben auf – als wäre bereits alles so eingetreten, wie du es dir erträumst… Z.B.

„Ich bin so dankbar für meinen wundervollen Garten hier am Waldesrand – hier wachsen die wundervollsten Rosen, deren süßen Duft ich gerne atme. Ich lausche gerne den Vögeln in den Bäumen, während ich barfuß zu meiner Kräuterspirale laufe….“

Schreibe alles auf – so detailiert, wie du willst – der Brief kann so lange sein, wie du magst! gehe alle Bereiche deines Lebens durch. Nimm dir dafür Zeit.

Ziele

Jetzt kannst du schauen, was in den jeweiligen Bereichen für dich wichtig ist – schreibe dir maximal drei Ziele pro Lebensbereich auf: Z.B. „eine liebevolle Partnerschaft führen“ Wenn du deine Ziele schriftlich festgehalten hast, kannst du dir nun Überlegen, wie du das jeweilige Ziel erreichen kannst… was musst du tun, um dahin zu gelangen? Und das ist es, was du tun kannst!

Du hast es in der Hand – nun gilt es nur noch, diese Dinge um zu setzten… manchmal ist genau das, der schwierigste Teil! Aber, du bist nicht alleine 😉

Was wünschst du dir für dein Leben? Wie willst du dich fühlen?]

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Neumond – Energie richtig nutzen

„In der Mitte der dunklen Nacht, beginnt ein neuer Tag“

Heute ist Schwarzmond – der Ende eines Mondzyklus. Der Mond zeigt sich von seiner dunklen und finsteren Seite – wer heute im dunklen raus geht (und nicht den Kindern vom Martins-Umzug begegnet), der wird kein Licht am Himmel vorfinden, was ihm den Weg erhellt.  Für mich gliedert sich der „Neumond“ in zwei Phasen, die wir für uns selber ganz wundervoll nutzen können – nicht nur heute, sondern bei jedem Neumond.

Schwarzmond-Aspekt

Der Schwarzmond ist beendent und finster. Zu dieser zeit ist es günstig, sich mit sich selber zu befassen, in die Stille zu gehen und in sich selber zu horchen. Es ist auch ein guter Zeitpunkt, um sich mit der eigenen finsteren Seite, mit den eigenen seelischen Abgründen zu befassen – mit Ängsten und Sorgen…

Nimm dir heute Zeit, dich zurück zu ziehen, und sei es auch nur kurz – für 15 Minuten. Setze dich am Abend, wenn es dunkel ist, an deinen Platz (dein Kraftort oder dein Altar) in die Dunkelheit. Schließe die Augen und gehe in dich. Atme tief ein und aus und dann lausche einfach nur in dich hinein – in die Stille. Bleibe dort, bis du das Gefühl hast, bei dir selber angekommen zu sein, öffne dann deine Augen und blicke bewusst in die Dunkelheit, nimm sie wahr. Entzünde dann eine Kerze, die den Raum erhellen darf.

Nimm dir nun einen Stift und einen Zettel (oder dein Tagebuch) zur Hand und nimm dir Zeit für einen kleinen Rückblick auf den letzten Mondzyklus:

Was hat nicht funktioniert? Welche Dinge waren nicht erfreulich? Welche Dinge hast du beenden können? Was hast du geschafft? (Ziele/Erfolge) Was war besonders schöön? Gab es besondere Momente? Neue Erkenntnisse?

Zurück zu blicken, inne zu halten – um dann den Fokus auf das zu lenken, was kommt… für mich ist das ein fester Bestandteil in meinem „spirituellem Alltag“ – es ermöglicht mir, Dinge los zu lassen, sie zu vergeben/mir selber zu verzeihen. Hin zu sehen, wo ich lieber nicht hin sehe, aber auch all die wundervollen Ereignisse in meinem Leben wert zu schützen. Ich blätter dann eine Seite in meinem Tagebuch um – und gehe über zum

Neumond – Aspekt

Der Neumond kennzeichnet den Beginn einer neuen Phase und unterstützt Veränderungen, die man vor nehmen möchte, oder neue Ideen, die es umzusetzen gilt. Erneuerung, Neuerschaffung – eine neue Chance… ein „Montag“

Außerdem sind wir meist wesentlich empfänglicher für unsere Innere Stimme, was wir wie folgt ür uns nutzen können:

Nimm dein Stift zur Hand, wenn du möchtest, entzünde ein Räucherstäbchen, oder eine weitere Kerze (oder was auch immer sich gerade richtig für dich anühlt – z.B. Musik) und schreibe auf,welche Vorsätze/Absichten du für den neuen Mondzyklus hast.

Welche Dinge möchtest oder musst du erledigen? Was möchtest du ausprobieren? Was willst du mehr in den Mittelpunkt rücken? Was sagt dir deine innere Stimme? Was brauchst du im Moment besonders (oder mehr)? Was würdest du gerne tun?

Und jetzt: schreibe auf, was du WIRKLICH willst… was ist da tief in deinem Herzen? Wie willst du dich fühlen? Und was musst du dafür tun, damit du dich so fühlst?

Bitte nicht cheaten! Oft ist es nämlich so, dass wir erstmal alle „wichtigen“ To-Dos (oder das was wir glauben, was wir tun müssen) aufschreiben müssen, um dann einen freien Kopf zu haben, damit wir unsere innere Stimme hören können – oftmals ist da eine große Differenz zwischen dem, was wir glauben tun zu müssen, und was wir wirklich wollen. Mit dieser Reihenfolge kannst du deinen Kopf ein wenig austricksen, damit dein Herz reden darf.

Du hast also jetzt deine „Neumond-Absichten“ für den kommenden Mondzyklus aufgeschrieben – jetzt kannst du dich hinsetzen und schauen, welche kleinen Schritte du unternehmen kannst, um dann dein(e) Ziel(e) zu erreichen. Oft sind dann schon erste Veränderungen bei Vollmond sichtbar, aber mach dir keine Sorgen, wenn dem nicht so ist – denn spätestens bei deiner nächsten „Neumond-Zeremonie“ wirst du Ergebnisse sehen können.

Wie gestaltest du den Neumond? Welche Ziele hast du ins Auge gefasst? Woran möchtest du arbeiten? War der Artikel für dich hilfreich? Und wie war deine Neumond-Zeremonie?

DIY Waldorf Sternen Laterne

Die Tage werden kürzer und kälter. Im November, wo der goldene Herbst endet, beginnt die Lichter und Laternen-Zeit. Vieler Orts feiert man dies an Sankt Martin mit Laternenumzügen. Diese Waldorf-Sterne-Laternen haben es mir sehr angetan. Im Herbst stehen bei uns auf dem Tisch orangene, im Winter auch blaue. Du kannst aber die Farben nehmen, die du magst. Mit der angegeben Größe kannst du aus dem Licht auch eine kleine Laterne fürr den Martinsumzug gestalten, in dem du oben an den Rand einfach noch eine Metall-Aufhängung befestigst, die es z-Z. im Bastelladen gibt, genau wie eine Kerzenhalterung für kleine Kerzen.

Was du brauchst:

  • einen Bogen A3 dünneres Aquarellpapier, Tonpapier oder auch Seidenpapier
  • eine Schere
  • Bastelkleber (Flüssigkleber kann bei dickerem Papier besser kleben)
  • einen Bleistift
  • ein Lineal
  • und ein dickeres Papier, um eine Schablone her zu stellen
  • für das bessere Gelingen der Schablone einen Zirkel

Wenn du dein Papier selber gestalten möchtest, dann kannst du mit Aquarellfarben deinen Bogen gestalten – lasse ihn gut trocken. In der Zeit kannst du die Schablone herstellen: Nimm ein dickeres Tonpapier und zeichne ein gleichschenkliges Pentagon mit einem Seitenmaß von 7,5 cm (für große Laternen auch 9 cm) und schneide es aus. (Hier ist eine Anleitung wie das recht einfach geht) Nun kannst du 11 Petagone auf die Rückseite deines Aquarellbogens oder Tonpapiers zeichen.

Jetzt werden an allen Seiten der Fünfecke die Mitte markiert. Das ist wirklich lästig, hilft aber dabei, gleichmäßige Sterne zu falten, und am Ende ein schönes Ergebnis zu erhalten. Also, beiß dich da durch! Mach dir Musik an und dann los. Danach schneidest du sie aus.

Jetzt werden die einzelnen Setien geknickt – nimm dazu das Lineal und lege es auf zwei Markierungen – jetzt kannst du die Spitze dieser Seite gut hochklappen – und du bekommst eine schöne, saubere Pfalz. Verfahre so bei allen Ecken eines jeden Fünfecks… Danach geht´s an den Aufbau der Laterne:

Wenn du eine richtige Kerze nutzen möchtest für den Martinsumzug:

Suche dir ein Pentagon aus, was deine Unterseite werden soll. In diese Mitte malst du zwei Striche, in dem Abstand deiner Kerzenhalterung. Mit einem Messer kannst du nun zwei Schlitze schneiden und die Metall“Füßchen“ durch schieben. Knicke sie nach außen und schon steht deine Kerzenhalterung. Wenn es dir zu unsicher ist, kannst du sie mit Klebe auch noch sichern.

Suche dir aus, welches Pentagon dein Boden werden soll… vielleicht ist die FÃäbung nicht so schön, oder hat einen Fleck… wie du siehst, werden jeweils nur eine „Zacke“ beklebt: bei einem Fünfeck die Innenseite (Kreuz auf der Innenseite des oberen Sterns) und einmal außen (siehe Kreuz auf der Außenseite des unteren Sterns)

Die Zacke, an dem die Klebe außen ist, kommt nach innen – die andere wird außen geklebt – sie werden also Überlappend angelegt.

dritter Stern

Das nächste Fünfeck wird direkt daneben platziert. Hier werden aber direkt doppelt so viele Zacken genutzt. Klebe kommt auf die mit „X“ markierten Laschen gegeben und wie beim ersten Mal auch, zwei Zacken nach außen, zwei nach innen.

So baust du deine Laterne immer weiter auf, bis zum letzten Fünfeck:das ist etwas knifflig an zu bringen, da hier vier Laschen geklebt werden müssen.

Zuletzt werden die einzelnen Laschen am Rand noch angeklebt. Dann lässt man sie kurz antrocknen und kann sie dann mit Teelicht direkt nutzen. oder du befestigst noch eine Metall-Aufhängung aus dem Bastelladen. dazu machst du zwei Löcher: mittig an einer Längsseite, und in der gegen überliegenden Spitze. Dann werden die Enden der Aufhängung hindurch geschoben und mit einer Zange umgebogen.

Dann kann sie auch an einen Stock angebracht werden oder einen fertigen Lichtstab verwenden. Du kannst das Papier für den Umzug (oder auch nur so) mit Speiseöl behandeln, dann wird es durchscheinender und Wasser abweisend. Dazu nimmst du einen Pinsel und bestreichst die ganze Lampe mit Öl (z.B. Olivenöl).

Wenn es aber „nur“ auf dem Tisch stehen soll, würde ich es einfach so belassen, um hässliche Fettflecken zu vermeiden.

Ich wünsche dir viel Spass beim Nachbasteln und freue mich über die vielen vielen Sterne.

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